Start-up schickt anonyme E-Mails an den Chef Start-up schickt anonyme E-Mails an den Chef - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


05.08.2012 pte

Start-up schickt anonyme E-Mails an den Chef

Liegt Mitarbeitern etwas schwer am Herzen, können sie diesem künftig durch einen eigenen E-Mail-Service für ihren Chef Ausdruck verleihen.

© Franz Pfluegl - Fotolia.com

Eine entsprechende Lösung liefert das kanadische Start-up Happiily mit Tellyourbossanything.com. "Kein Unternehmensberater ist so gut und günstig wie die eigenen Mitarbeiter. Derartige Tools des ungefilterten Feedbacks sind daher nur zu begrüßen", urteilt Kommunikationsexperte Martin-Niels Däfler im Gespräch mit der Nachrichtenagentur pressetext.

Ziel des Dienstes ist die Förderung von konstruktiver Kritik, erklärt Happiily-Gründer Tom Williams gegenüber Bloomberg Businessweek. "Wir wollen Arbeitnehmern helfen, besonders emotionale Themen beim Namen zu nennen, die die Arbeitsleistung stören." Das neue Tool ermöglicht seinem Nutzer, dem Vorgesetzten Feedback zu "so gut wie allem" zu liefern - anonym, um das Sicherheitsgefühl zu bewahren und mögliche Konsequenzen zu vereiteln, falls dem Empfänger der Inhalt nicht passen sollte.

Zum entgleisenden Dampfablassen ist Tellyourbosanything.com wenig geeignet: Per Filter werden Nachrichten blockiert, die vulgäre bis gewalttätige Ausdrücke enthalten. Der Chef kann dem anonymen Absender umgehend antworten und soll durch das Feedback profitieren. Dies ist allerdings auch dringende Voraussetzung des Geschäftsmodells: Während der Versand für Mitarbeiter gratis ist, musst der Chef ab dem Empfang der zweiten Nachricht 20 Dollar Monatsgebühr für das Öffnen weiterer Botschaften bezahlen.

Tatsächlich ist die Bottom-Up-Kommunikation in den meisten Betrieben verkümmert, erklärt Däfler. "Vielerorts gibt es nicht einmal die jährliche anonyme Mitarbeiterbefragung und man konzentriert sich nur, wie Anordnungen optimal weitergegeben werden. Durch verlorenen Kontakt mit der Basis verlieren Entscheidungen oft den Rückhalt oder sind unvernünftig, was Motivation und Arbeitsleistung kosten kann", so der Experte.

Je fortschrittlicher die Chefs, desto eher erkennen sie das hohe Potenzial des Feedbacks. Instrumente dazu reichen von Gewinnspielen und Ombudsleuten sowie internen Beschwerden oder Leserbriefe in der Mitarbeiterzeitung bis hin zu Web-2.0.-Möglichkeiten der Intranet-Kommunikation über Hierarchiegrenzen hinweg. "Das effektivste Instrument dafür bleibt jedoch das Mitarbeitergespräch", betont Däfler. (pte)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:




IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • Rittal GmbH

    Rittal GmbH Netzwerk-Management, Netzkomponenten, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), Überwachungssysteme, Notfalls-Rechenzentren, Netzwerk- und Systemüberwachung,... mehr
  • Bacher Systems EDV GmbH

    Bacher Systems EDV GmbH mehr
  • Fabasoft AG

    Fabasoft AG Vereine und Verbände, Öffentliche Verwaltung, Medizin und Gesundheitswesen, Luft- und Raumfahrttechnik, Freie Berufe, Finanzdienstleistungen, Qualitätssicherung,... mehr
  • abaton EDV-Dienstleistungs GmbH

    abaton EDV-Dienstleistungs GmbH VPN, Überwachungssysteme, SPAM-Filter, Notfalls-Rechenzentren, Firewalls, Datensicherung, Backup und Recovery Systeme,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: