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03.10.2012 :: Printausgabe 20/2012 :: Michaela Holy

Arbeitsrealität hält mit Erwartung nicht mit

19- bis 30-Jährige haben sich ihren Arbeitsalltag, das Umfeld und ihre Entlohnung anders vorgestellt, als die Realität aussieht.

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Die Ansprüche und Erwartungen der so genannten Generation Y – also jene, die ab 1982 geboren sind, was etwa 25 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht – an Arbeitgeber und Karriere sind oft abgefragt und analysiert worden. Nun hat Accenture aber Erwerbstätige dieser Generation zu ihrem Berufsalltag befragt um aufzuzeigen, wie sie sich im Arbeitsleben zurechtfindet. Insgesamt 600 Mitglieder der Generation Y in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Bildungshintergründen und angestellt in mittelständischen und großen Unternehmen unterschiedlicher Branchen gaben ihre Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber an. Konkret hatten etwa "50 Prozent Matura oder einen Hochschulabschluss quer über verschiedene Branchen hinweg – Schwerpunkt Finanzdienstleistungen, IT und Automobil", konkretisiert Martina Pitterle, Personalleiterin bei Accenture Österreich, im Gespräch mit der COMPUTERWELT. Die befragten Arbeitnehmer beurteilten ihre Arbeitsstätte und ihre Zufriedenheit hinsichtlich 18 Faktoren, wobei die gewählten Faktoren 2010 durch die Kienbaum-Studie "Was motiviert die Generation Y im Arbeitsleben?" als Motivationsfaktoren für eine Anstellung in Unternehmen unter Studierenden der Generation Y ermittelt wurden.

Die Ergebnisse zeigen, dass die junge Generation schon beim Berufseinstieg Kompromisse machen musste. Abstriche waren insbesondere bei der Bezahlung fällig, gefolgt von flexiblen Arbeitszeiten und dem Standort des Arbeitgebers. Gefragt nach ihrer aktuellen Situation, antwortet mehr als die Hälfte der Befragten dass derzeit keine genaue Übereinstimmung zwischen den persönlich wichtigen Arbeitgebermerkmalen und der tatsächlichen Wirklichkeit besteht. Bei der Anerkennung und Wertschätzung der eigenen Leistung nicht zuletzt durch eine entsprechende Vergütung oder der Qualität der Führungskräfte dürfte es eine große Kluft geben.

Grundsätzlich machen für diese Generation die Faktoren attraktive Vergütung, Arbeitsplatzsicherheit und ein kollegiales Arbeitsumfeld im Berufsalltag einen guten Arbeitgeber aus.

Bemerkenswert ist außerdem, wie sich die Gewichtung von Merkmalen, die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen, verschiebt, je länger die Berufstätigkeit dauert. Das gilt vor allem für eine angemessene Vergütung und die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Vor dem Berufseinstieg war eine herausfordernde Tätigkeit das wichtigste Kriterium für die Arbeitgeber-Attraktivität. "Die Erwartungen haben sich in den letzten Jahren verschoben. Die Generation Y muss insbesondere Abstriche beim Gehalt machen, gefolgt von flexiblen Arbeitszeiten. Besonders groß war die Diskrepanz bei der Anerkennung und Wertschätzung der eigenen Leistung. Gerade in einem sehr volatilen Wirtschaftsumfeld wird auch der Faktor Arbeitsplatzsicherheit immer wichtiger", so Pitterle.

GENERATIONENKONFLIKT
Was die Zusammenarbeit mit älteren Arbeitskollegen angeht, kommen laut Studie Unverständnis und Spannungen zwischen den Generationen zwar vor, das kollegiale Arbeitsumfeld sei aber vorhanden, was hilft, konstruktiv voneinander und miteinander zu lernen. Dies ist nicht verwunderlich, da Mitglieder der Generation Y sich "Vorbilder wünschen", sagt Pitterle, und weiter: "Im beruflichen Alltag nehmen sie ihre Vorgesetzten aber zu wenig als Mentoren wahr. Unternehmen und Vorgesetzten ist anzuraten, möglichst frühzeitig ihre Arbeitgeberversprechen einzulösen. Gefragt sind deshalb Transparenz und das klare Aufzeigen von Karriereperspektiven." Unternehmen stehen also im Kampf um Talente vor der Herausforderung, Arbeitgeberversprechen einzulösen und so zu kommunizieren, dass junge Arbeitnehmer ihre Situation richtig einschätzen können. (mi)

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