Weniger Schreibtische, mehr Devices Weniger Schreibtische, mehr Devices - Computerwelt

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02.11.2012 :: Printausgabe 22/2012 :: Michaela Holy/pi +Premium Content

Weniger Schreibtische, mehr Devices

Der Arbeitsplatz der Zukunft wird laut einer aktuellen Citrix-Studie folgendermaßen aussehen: Ein Mitarbeiter, vier Endgeräte, zwei Drittel Schreibtisch. Weltweit werden Unternehmen bis 2020 ihre Büroflächen dementsprechend um 14 Prozent reduzieren.






Am Arbeitsplatz der Zukunft wird es im weltweiten Durchschnitt nur noch 6,7 Schreibtische für zehn Mitarbeiter geben. Die Zahl verschiedener Endgeräte, mit denen Arbeitnehmer auf das Firmennetz zugreifen, bleibt dagegen gleich: Bereits heute sind es im Schnitt 4,35 unterschiedliche Devices. Fast alle befragten Unternehmen (95 Prozent) wollen den Arbeitsplatz für ihre Mitarbeiter attraktiver gestalten. Bei mehr als der Hälfte der Unternehmen soll die Arbeitsumgebung die Zusammenarbeit fördern und die Mitarbeiter stärker inspirieren. Dazu wollen 54 Prozent der befragten Unternehmen flexible Arbeitsmodelle anbieten. Arbeit ist dadurch immer weniger ein Synonym für das physische Büro.

Für den Report "Workplace of the Future" wurden 1.900 IT-Entscheider in 19 Ländern befragt. Die Umfrage zeigt, dass der herkömmliche Büroarbeitsplatz Konkurrenz bekommt: Nur noch etwa zwei Drittel der Mitarbeiter werden vorwiegend von dort aus arbeiten. Rund 66 Prozent bevorzugen dagegen die eigenen vier Wände und arbeiten überwiegend von zu Hause aus. Die größere Flexibilität innerhalb des Unternehmensgeländes nutzen 58 Prozent der Befragten und arbeiten an verschiedenen Orten innerhalb der Firma. Auch öffentliche Orte wie Cafés oder Flughäfen werden zunehmend zum Arbeitsplatz. Die Reisezeit in öffentlichen Verkehrsmitteln, Flugzeugen oder dem Auto werden künftig 68 Prozent der Mitarbeiter für ihre geschäftlichen Aktivitäten nutzen.

Dank mobiler Arbeitsmodelle geht die Entwicklung allgemein hin zu weniger ortsgebundenen Mitarbeitern. Inzwischen haben 24 Prozent der Unternehmen solche Modelle eingeführt. Der Trend ist ungebrochen: Bis 2020 wollen 90 Prozent der Befragten ihren Mitarbeitern mobiles Arbeiten ermöglichen. Als Vorteile erwarten sich die Unternehmen flexiblere, wandlungsfähigere Arbeitsplätze und geringere Kosten. Außerdem hoffen Firmen, dadurch für Fachkräfte attraktiver zu werden oder wichtige Mitarbeiter zu halten.

"Produktivität ist heute nicht mehr an den Bürostuhl gebunden. Das erkennen auch immer mehr Unternehmen, wie unsere Studie klar aufzeigt. Mobile Arbeitsformen und Work Shifting sind Trends, die nicht nur global, sondern auch in Österreich stark im Aufstieg sind, wie eine Fahrt in der U-Bahn oder ein Blick in die Wartehalle des Wiener Flughafens beweist: die Menschen arbeiten heutzutage sowohl zeitlich als auch örtlich flexibel und das mit den unterschiedlichsten Endgeräten. Doch auch die Zahl der Mitarbeiter, die vollständig losgelöst von Bürotisch und Festnetztelefon arbeiten, wird in den nächsten Jahren enorm steigen", sagt Wolfgang Traunfellner, Country Manager Austria bei Citrix.

Für die Mitarbeiter zahle sich mobiles Arbeiten vor allem durch höhere Flexibilität, mehr Produktivität, geringeren Zeitaufwand beim Pendeln und bessere Work-Life-Balance aus, so die Studie Außerdem bleibe auch mehr Zeit, um sich seinen Kunden zu widmen.

BYOD-PROGRAMME
Die Mehrheit der befragten Unternehmen will BYOD-Programme einführen, um die von den Mitarbeitern verwendeten Endgeräte zu verwalten. Aktuell bieten 31 Prozent der befragten Firmen solche Modelle, weitere 37 Prozent planen dies innerhalb der nächsten beiden Jahre. Dabei kommt bis 2014 jedes dritte Unternehmen für alle Gerätekosten auf, weitere 41 Prozent steuern einen Teil der Anschaffungskosten bei. Außerdem werden laut Cisco die Bürogebäude kleiner: Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird die Fläche im weltweiten Durchschnitt um rund sieben Prozent sinken, bis 2020 wird sich dieser Rückgang sogar auf rund 14 Prozent verdoppeln. "Diese Entwicklung birgt nicht nur enorme Einsparungspotenziale für Unternehmen, sondern auch vielfältige Möglichkeiten für Angestellte flexibel und selbstbestimmt zu arbeiten", so Wolfgang Traunfellner abschließend. (mi/pi)

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