Social Media birgt noch viel Nutzen Social Media birgt noch viel Nutzen - Computerwelt

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13.12.2012 :: Printausgabe 25/2012 :: Michaela Holy +Premium Content

Social Media birgt noch viel Nutzen

Personalabteilungen in Unternehmen nutzen vermehrt Social-Media-Dienste für ihre Tätigkeit – allerdings eher bestehende Plattformen wie Facebook und Xing als eigene Weblogs, die mehr Möglichkeiten für eigene Inhalte bieten würden.






Zum zweiten Mal ermittelte Thorsten zur Jacobsmühlen, ob und wie deutsche und österreichische Unternehmen bzw. Personalabteilungen in den letzten zwölf Monaten Social Media nutzten und ob sie damit erfolgreich waren. Deutsche Personaler verwenden dabei Facebook und Xing häufiger als ihre österreichischen Kollegen. Vor allem Firmenweblogs haben sich hierzulande mit zwölf Prozent noch nicht durchgesetzt, obwohl damit Potenzial verschenkt werde, so der Autor, denn gerade "ein Weblog ist eines der wichtigsten Tools, eigene Inhalte zu transportieren. Bei Facebook schenke ich meine Inhalte Facebook".

Die Social-Media-Nutzung in Unternehmen ist grundsätzlich gestiegen: Vor zwei Jahren lag sie noch bei 27 Prozent, heute sind es bereits 58 Prozent. Bei den Business Networks, die sich eher auf berufliche Kontakte spezialisiert haben, wird Xing von 55 Prozent der Unternehmen, die Social Media nutzen, favorisiert. Bei den Privat Networks wird Facebook zumeist für die Personalarbeit genutzt (28 Prozent). Xing wird dabei überwiegend als Lebenslaufdatenbank genutzt. 67 Prozent der Unternehmen, die mit Facebook arbeiten, besitzen eine eigene Fanpage, die sie aktiv mit Inhalten füllen. 24 Prozent haben zwar eine eingerichtet, nutzen diese aber nicht aktiv. Bemerkenswert ist, dass Inhalte hauptsächlich von der Marketing- oder PR-Abteilung, nicht von der Personalabteilung eingepflegt werden. "Bewerber wollen keine Pressemeldungen lesen, das interessiert sie nicht", erklärt zur Jacobsmühlen.

NUTZEN OFT UNKLAR
37 Prozent der Unternehmen die auf Xing aktiv sind, konnten darüber einstellen oder befinden sich im Einstellungsprozess. Facebook brachte 16 Prozent der aktiven Personalisten neue Mitarbeiter. Überraschend ist die oft fehlende Messung der eigenen Aktivitäten. So können 40 Prozent der Xing-Nutzer nicht sagen, ob es zu Bewerbungen oder gar Einstellungen kam. Bei Facebook sind es 65 Prozent.

Die zukünftigen Gewinner der Studie sind jedenfalls Online-Stellenbörsen und Social-Media-Dienste, denn Unternehmen wollen zukünftig verstärkt in solche investieren. Im Vergleich dazu wollen die Firmen im Bereich der Printmedien ihre Investitionen um 39 Prozent verringern.

Noch vor zwei Jahren war es Unternehmen noch nicht so wichtig, die eigene Reputation im Internet zu überwachen – heute sind es fast 80 Prozent. Thorsten zur Jacobsmühlen begründet das mit dem vermehrten Auftreten von so gennanten "Shitstorms". Auch das Googeln von Bewerbern ist offenbar Gang und Gäbe: 63 Prozent der Unternehmen tun dies. Wegen einer schlechten Reputation haben zwölf Prozent zumindest einmal einen Bewerber trotz Qualifikation abgelehnt.

Insgesamt ist Social Media in der Personalarbeit weiter auf dem Vormarsch. Trotzdem nutzen 43 Prozent noch keine solchen Dienste. Nach Branchen wurde in der Studie nicht unterschieden, auch nicht nach der Unternehmensgröße. "Teilgenommen haben aber alle Unternehmen – vom KMU bis zu Großkonzernen", erklärt Thorsten zur Jacobsmühlen auf Anfrage der COMPUTERWELT. (mi)

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