Die Kommunikations-Gewohnheiten der Generation Y Die Kommunikations-Gewohnheiten der Generation Y - Computerwelt

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17.12.2012 Rudolf Felser

Die Kommunikations-Gewohnheiten der Generation Y

Aufstehen, Zähneputzen, E-Mails checken: So sieht die morgendliche Routine der 18- bis 30-Jährigen heute aus. Gemäß dem 2012 Cisco Connected World Technology Report (CCWTR) prüfen weltweit bereits 90 Prozent der Studenten und jungen Arbeitnehmer am Morgen mit ihrem Smartphone E-Mail, Textnachrichten oder Soziale Netzwerke.

Ein Fünftel aller Befragten checkt sein Smartphone alle zehn Minuten.

Ein Fünftel aller Befragten checkt sein Smartphone alle zehn Minuten.

© Fotolia - cybrain

Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria: "Der Cisco Connected World Technology Report zeigt, dass in Zukunft alle Bereiche des privaten als auch beruflichen Lebens vernetzt sein werden. Heute schon kann sich die Generation der 18-bis 30-Jährigen ein Leben ohne Internetverbindung nicht mehr vorstellen. Jeder will immer und überall in Echtzeit verfügbar sein und auf Anwendungen zugreifen können. Diese Entwicklung ist nicht nur eine Herausforderung für Technologie-Unternehmen, sondern auch für Arbeitgeber, da die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter neu definiert werden muss."

Weltweit würden jeweils ein Drittel der Befragten ein Smartphone oder ein Laptop wählen, um online in Verbindung zu bleiben. Das kleinste Mobilgerät wird immer häufiger in allen Lebenslagen genutzt. Ein Fünftel aller Befragten checkt sein Smartphone alle zehn Minuten. 75 Prozent verwenden es häufig vor dem Aufstehen oder nach dem Schlafengehen. Fast die Hälfte der 18- bis 30-Jährigen checkt damit auch bei einem Essen mit Freunden oder Familienmitgliedern E-Mails, SMS oder Soziale Netzwerke. Drei Viertel verwenden es im Badezimmer und – trotz eindeutigem Verbot – 20 Prozent während des Autofahrens.

ALWAYS ON
Arbeitgeber können also davon ausgehen, dass ihre jungen Mitarbeiter ständig online und damit grundsätzlich auch ansprechbar sind. Dabei stellen Smartphones nur den Anfang dar. Immer mehr Alltagsprodukte wie Kühlschränke, Heizungen, Kleidung oder Accessoires besitzen Sensoren zur Verbindung mit dem "Internet der Dinge". Der Umfang der dadurch erzeugten Daten wächst exponentiell. So werden in naher Zukunft Anwender und Unternehmen immer mehr Vorteile aus der Verknüpfung dieser Produkte ziehen und unabhängig vom Ort in Echtzeit Services und Anwendungen nutzen können.

"Das 'Internet of Everything' verknüpft immer mehr Geräte, Sensoren, Lebensmittel oder Lebewesen miteinander", sagt Michael Ganser, Senior Vice President für Zentraleuropa bei Cisco. "Die Menge und der potenzielle Wert der Daten steigen dadurch exponentiell. Wir glauben, dass in naher Zukunft Anwender, Unternehmen und Service-Provider Vorteile aus diesen Daten in Bewegung ziehen, um Entscheidungen zu treffen sowie in Echtzeit Dienste und Anwendungen bereitzustellen."

NEUROSE?
Der ständige Drang, auf dem Smartphone nach neuen Nachrichten zu schauen, wird dabei immer größer. 60 Prozent der weltweit Befragten fühlen bereits einen deutlichen Zwang dazu. Dabei unterscheiden die Befragten nicht mehr zwischen privater und beruflicher Nutzung. Für Arbeitgeber bedeutet das zwar, dass Mitarbeiter immer erreichbar sind, doch diese leiden häufig unter Neurosen und Ängsten. Daher ist es wichtig, eine ausgeglichene Balance zwischen Arbeits- und Privatleben zu erreichen.

"Viele Mitarbeiter sind heute bei der Wahrung ihrer Work-Life-Balance gefordert", sagt Kathrin Mahler Walther, Vorstandsmitglied der EAF Berlin. "So bleiben sie aus der Gewohnheit heraus ständig online und kommen so nie zu den notwendigen Pausen zur Erholung. Das ist auch dann der Fall, wenn das Unternehmen dies gar nicht erwartet. Entsprechend sind die Arbeitgeber gefordert, ihre Mitarbeiter auf diese Gefahren hinzuweisen und entsprechende Schutzvorkehrungen zu treffen."

Das Smartphone wird aber nicht nur für Mail, SMS oder Social Media genutzt: Für 70 Prozent der Befragten sind Apps wichtig für das tägliche Leben. Ebenfalls 70 Prozent verwenden bis zu 10 Apps regelmäßig, fast ein Viertel sogar 10 bis 25 Apps. Dabei steht das Vergnügen für mehr als 50 Prozent im Vordergrund, nur 27 Prozent nutzen Apps vorwiegend für berufliche Zwecke.

Zur Gretchenfrage wird heute die Nutzung privater Anwendungen am Arbeitsplatz. Weltweit geben 40 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen es ausdrücklich verbietet, firmeneigene Geräte für persönliche Aktivitäten zu nutzen. Doch fast drei Viertel (71%) halten sich nicht immer daran. Gleichzeitig glaubt aber mehr als die Hälfte der IT-Experten in Unternehmen, dass Mitarbeiter diese Richtlinie einhalten.

Einkaufen oder nicht einkaufen? Das ist keine Frage mehr: 90 Prozent der weltweit Befragten kauft bereits online ein. Dabei lesen sich 58 Prozent andere Kundenmeinungen durch, bevor sie selber einen Einkauf tätigen. Dagegen greifen 28 Prozent nur gelegentlich auf Produktbewertungen zurück. 57 Prozent der Nutzer geben ihre E-Mail-Adresse heraus, um Sonderangebote oder Produktnachrichten zu erhalten, allerdings kaum ihre Telefonnummer oder Adresse.

Die Studie wurde von InsightExpress in 18 Ländern durchgeführt. Mehr Informationen zum 2012 Cisco Connected World Technology Report (CCWTR) finden Sie unter www.cisco.com/en/US/netsol/ns1120/index.html (pi)

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