Gastkommentar: Das Notwendige tun Detail - Computerwelt

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23.09.2009 Birgit Pinz*

Gastkommentar: Das Notwendige tun

Vor langer Zeit hat ein Freund Erwachsensein mit "das Notwendige tun" erklärt. Seither begleitet mich diese Definition.

Vor langer Zeit hat ein Freund Erwachsensein mit »das Notwendige tun« erklärt. Seither begleitet mich diese Definition immer dann, wenn ich mich selbst vor etwas drücken will oder Menschen in meinem Umfeld sich »nicht altersmässig« verhalten. Gerade jetzt habe ich wieder einige Beispiele in meinem Umfeld: Der EDV-Spezialist, der sich weigert, sich seine Beziehung ehrlich anzusehen und einzugestehen, dass ein paar Dinge veränderungswürdig sind: Das Ehegespons ist Alkoholiker, arbeitsscheu, hysterisch bis zum Selbstmordversuch und zieht ihn immer weiter runter. Die Verschuldung ist gewachsen, der Privatkonkurs droht. Wir haben uns schon vor Jahren über diesen möglichen und jetzt leider auch eingetretenen Ausgang unterhalten.

Ein zweites Beispiel? Die Mutter, die sich weigert, ihrem Sohn seinen eigenen Hund wieder zu geben mit der Begründung, dass sie den Hund doch lieb gewonnen hätte. Mein Hinterfragen führt wenigstens zur geradlinigen Antwort, dass sie es so will und Einwände gar nicht hören mag. Beide, der EDV-Spezialist und die Mutter, wissen, dass sie falsch handeln. Es ist ihnen bewusst, dass sie sich langfristig sehr viel Ärger – den auch andere Personen im Umfeld ausbaden müssen – einhandeln. Trotzdem kommen sie aus ihrem Verhalten nicht heraus. Von außen gesehen wäre es einfach: Den Sohn und sein Besitztum, sein Leben (der Hund ist nur ein Beispiel der Übergriffigkeit) zu respektieren.

Dem Ehepartner nicht alles abzunehmen. Ihn wenigstens und vor allem anfangs in kleinen Dingen in die Pflicht zu nehmen. Sich abzugrenzen und für sich selbst genau so sorgen wie man sich um und für den Partner sorgt. Ein krasses Beispiel dafür, dass die Gefühle regieren und das Notwendige nicht getan wird. Mir fallen hier immer Erzählungen meiner Großeltern ein: Die konnten sich – denken wir an die Zwischenkriegszeit, den 2. Weltkrieg und die Aufbauzeit – den Luxus des Nicht-Erwachsenseins nicht leisten. Schön, dass wir es uns des öfteren leisten können unsere Gefühle auszuleben, Kinder zu sein, zu spielen und zu genießen. Doch kurz bevor wir uns diesen Luxus leisten, sollten wir uns fragen: Was ist der Preis dafür? Gibt es etwas, was jetzt NOTwendig ist zu tun?

* Birgit Pinz ist Unternehmensberaterin, Coach und Trainerin. www.pinzconsult.at

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