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29.04.2010 Michaela Holy

Karrierechancen der Photonik-Branche werden unterschätzt

Junge Ingenieure bescheinigen der Photonik ein großes Innovationspotenzial, wissen aber offenbar zu wenig über die Möglichkeiten der Branche als zukünftiges Arbeitsfeld. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Spectaris.

Knapp jeder dritte Young Professional glaubt, dass er mit seinem Profil keine Chancen in den Optischen Technologien hat. Dabei bietet der mittelständisch geprägte Industriezweig sowohl für Berufsanfänger als auch für Quereinsteiger gute Entwicklungsmöglichkeiten.

Innovative Produkte entwickeln zu können, ist für 46 Prozent aller befragten Young Professionals und 40 Prozent aller Studenten ein entscheidendes Kriterium, wenn es um die Wahl ihres Berufsfelds geht. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Befragung

Für jeden fünften berufstätigen Jungingenieur st die Photonik die Branche mit dem größten Innovationspotenzial. Mehr gute Ideen trauen sie nur der Informations- und Kommunikationstechnik zu. Zum Vergleich: Die Automobilbranche bringt es im Ranking der innovativsten Branchen nur auf sieben Prozent. „Die Photonik ist eine der Querschnitts- und Zukunftstechnologien in Deutschland. So werden bereits heute 90 Prozent aller Informationen über Licht transportiert“, sagt Sven Behrens, Geschäftsführer beim Branchenverband Spectaris. „Unsere Mitgliedsunternehmen investieren jährlich rund zehn Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung – in der Automobilindustrie liegt die Quote erheblich niedriger. Wir sind auf qualifizierte und motivierte Fachkräfte angewiesen, die das Werkzeug Licht ständig optimieren.“

Offenbar fehlt es jedoch den potenziellen Nachwuchsingenieuren an entsprechenden Informationen über eine Karriere in der Photonik. Mehr als die Hälfte der befragten Studenten und Young Professionals gab an, dass ihnen während ihrer Ausbildung zu wenig konkrete Arbeitsfelder in diesem Bereich aufgezeigt werden bzw. wurden. 48 Prozent haben sich noch nicht mit den beruflichen Möglichkeiten befasst, die die Branche bieten. Und fast jeder Dritte der bereits berufstätigen Befragten unterschätzt seine Chancen, in der Photonik-Branche Fuß zu fassen. „Es lohnt sich, auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen die Chancen zu sondieren, die die optischen Technologien bieten. In der Branche ist interdisziplinäres Arbeiten gefragt. Das bietet auch Quereinsteigern aus anderen Branchen oder Fachbereichen viele Möglichkeiten“, sagt Behrens.

Neben der Innovationskraft eines Unternehmens ist für die befragten Young Professionals und Studenten die Größe des Unternehmens ein wichtiger Faktor bei der Wahl ihres Berufsfeldes. Fast jeder zweite Student würde nach seinem Studium gerne bei einem mittelständischen Unternehmen arbeiten. Berufstätige Jungingenieure favorisieren ebenfalls den Mittelstand. Große Konzerne stehen nicht an erster Stelle bei der Berufswahl. „Ein weiterer Grund, sich die optischen Technologien näher anzuschauen – circa 90 Prozent der Firmen sind kleine und mittelständische Unternehmen“, so Behrens.

Weitere Kriterien, die für die befragten Studenten und Young Professionals bei ihrer Berufswahl wichtig sind:

- Bei der Wahl ihres Berufs ist Ingenieursstudenten vor allem ein krisenfester Job wichtig. - Für 42 Prozent der Studenten sind gute Aufstiegsperspektiven relevant (Young Professionals 32 Prozent). - Während für fast jeden zweiten Studenten (45 Prozent) die Höhe des Gehalts ein ausschlaggebender Faktor bei der Berufswahl ist, treten für Young Professionals finanzielle Aspekte in den Hintergrund (22 Prozent).

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