Wir spüren Krise und Aufschwung als Erste Detail - Computerwelt

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19.05.2010 Michaela Holy/pi

Wir spüren Krise und Aufschwung als Erste

Im Zuge des Aufbaus eines neuen Unilehrgangs spricht Gerhart Zehetner, wissenschaftlicher Beirat dieses Lehrgangs, über Entwicklungen, Chancen und Versäumnisse der Personaldienstleistungsbranche.

»Die Arbeitskräfteüberlassung ist ein unverzichtbares Instrument im modernen Personaldienstmanagement geworden«, sagt Gerhart Zehetner. Dass die Branche als Gewinnerin der Wirtschaftskrise gilt, ist auf die noch unsichere wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Monate zurückzuführen, in der Zeitarbeitslösungen Festanstellungen vorgezogen werden. Darüber hinaus hilft das verbesserte Ausbildungsniveau, denn neben Lehre und Meisterprüfung etabliert sich derzeit an der Donau-Universität Krems ein Masterlehrgang namens »Professional Workforce Management«, der ab September 2010 angeboten wird.

Die Personaldienstleistungsbranche ist laut Zehetner ein Konjunkturbarometer, sie spüre Einbrüche und Aufschwünge zuerst. Beispiel Fachkräftemangel: »Die Jahre 2008 und 2009 waren von einem enormen Fachkräftemangel gekennzeichnet – ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten zehn bis 15 Jahren erwartet.« Darin sieht Zehetner auch Chancen für die Branche, allerdings wird das Potenzial nicht ausgeschöpft: »Leider werden die Möglichkeiten, die uns die EU bietet, nicht ausreichend genutzt. Die Internationalisierung funktioniert ganz gut bei der Fachkräfterekrutierung aus dem Ausland nach Österreich, aber nur wenige österreichische Arbeitskräfteüberlasser bieten ihre Dienstleistung über die Landesgrenzen hinweg an – da gibt es noch enorme Entwicklungschancen.«

Kritik kommt von Zehetner bezüglich einiger Strategien innerhalb der Personaldienstleister: »Schwierigkeiten sehe ich im Preisdumping unter den Mitbewerbern oder auch, wenn man sich auf von Kunden vorgegebene Verkaufspreise einläßt, die häufig unter den Selbstkostenpreisen liegen.« Kein Problem sieht Zehetner in Zusammenhang mit der EU-Zeitarbeitsrichtlinie, die kommendes Jahr in Kraft tritt: »Da war Österreich wie so oft EU-Musterschüler und hat die Forderungen erfüllt bzw. übererfüllt.«

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