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21.04.2009 Michaela Holy

Karriere in schwierigen Zeiten erfolgreich managen

Manpower-Chef Erich Pichorner gibt acht Tipps für Mitarbeiter, die auch in schwierigen Zeiten ihre Karriere aktiv managen wollen.

Wenn die Jobs wackeln, steigt die Unsicherheit. Hier hilft es zu wissen, was man kann, wo man steht und welche Alternativen man hat. Manpower Chef Erich Pichorner rät, regelmäßig den eigenen Ruf im Unternehmen unter die Lupe zu nehmen: "Personalentscheidungen hängen von vielen Faktoren ab. Selbst wenn Kürzungen ins Haus stehen, werden nicht alle Mitarbeiter über einen Kamm geschoren. Jeder einzelne muss sich fragen, welchen Nutzen er seinem Arbeitgeber bringt. Was hat man, worauf die Firma nicht verzichten kann?" Das können Kenntnisse und Fähigkeiten genauso sein wie Kontakte und Know-how.

Bei vielen Unternehmen ortet Pichorner ein Überdenken der klassischen Arbeitsstrukturen: "Übliche Entlohnungs-, Arbeitszeit- und Versicherungssysteme basieren auf der 40-Stunden-Woche. Das verschiebt sich gerade. Entlohnt werden Resultate, nicht abgesessene Zeit!" Honoriert werden die geleistete Arbeit und nicht die Stunden, die dafür aufgewendet wurden. "Dadurch werden sowohl Tätigkeiten also auch Bezahlung flexibel verhandelbar. Das ist eine große Chance für Frauen, die sich gleichzeitig um ihre Kinder kümmern!"

Arbeitssuchenden rät er zu mehr Mobilität und Flexibilität: "Vergangenes Jahr kamen viele Bewerber mit dem festen Anspruch, einen Job in ihrem Wohnbezirk oder ihrer Gemeinde zu bekommen. Heute punkten bewegliche und anpassungsbereite Kandidaten!"

Für Mitarbeiter, die ihre Karriere auch in schwierigen Zeiten aktiv managen wollen, hat er acht Tipps parat:

1. Ob Krise oder nicht: Definieren Sie Karriereziele. Nur wer weiß, wo er hin will, kommt dort an. Vergleichen Sie möglichst objektiv Ihre heutige Rolle mit der, die Sie eigentlich wollen. Was fehlt Ihnen dazu?

2. Machen Sie sich unentbehrlich. Sichern Sie Ihren aktuellen Arbeitsplatz, indem Sie Mehrwert weit über Ihre Stellenbeschreibung hinaus bieten. Welchen Nutzen bringen Sie Ihrem Arbeitgeber? Warum sollte er auf Sie nicht verzichten können?

3. Hinterfragen Sie sich selbst. Wie steht´s um Ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Ihr Know-how? Ihre ursprüngliche Ausbildung wird Sie kein ganzes Berufsleben ernähren. Erwerben Sie fehlende Skills. Frischen Sie Ihr Wissen periodisch auf und lernen Sie neues dazu.

4. Denken Sie bereichsübergreifend. Ihr Horizont endet nicht an der Zimmertür. Arbeiten Sie in verschiedensten Projekten mit und bieten Sie fachliche Unterstützung an. Übernehmen Sie Themenführerschaft. Ihr Chef darf ruhig davon erfahren.

5. Suchen Sie sich einen Mentor. Finden Sie einen wohlmeinenden Vertrauten mit Weitblick, der Ihnen konstruktives Feedback und Perspektive bietet. Hier ist nicht der beste Freund oder die beste Freundin gemeint, sondern ein Lehrmeister, von dessen Wissen und Erfahrung Sie profitieren.

6. Denken Sie auch über eine ganz neue Karriere nach. Die Halbwertszeit einzelner Berufsbilder wird immer kürzer. Erinnern Sie sich, wie angesagt ein Webmaster noch vor wenigen Jahren war? Heute schafft jeder Teenager eine vorzeigbare Homepage. Halten Sie die Augen nach neuen Entwicklungen offen. Nützen Sie beschäftigungsfreie Phasen für Weiterbildung und Hochqualifizieren. Warum nicht umsatteln?

7. Vergessen Sie den 9-to-5-Job. Informieren Sie sich über neue Beschäftigungsformen und seien Sie offen dafür. Projektaufträge, Interimsjobs und flexible Beschäftigungsformen werden die klassische Anstellung ablösen. Setzen Sie auf Beschäftigungssicherheit anstelle von Jobsicherheit.

8. Bleiben Sie beweglich. Vor 15 Jahren hatte der durchschnittliche Angestellte zwei Jobs zwischen seinem 18. und 38. Lebensjahr. Heute sind es zehn, oft in völlig unterschiedlichen Berufen. Trainieren Sie Ihre Flexibilität, was Tätigkeit, räumliche Mobilität und Arbeitszeit anbelangt. Seien Sie sprungbereit!

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