Die IT ist einfach magisch für mich, ich habe eine Affinität für diesen Bereich Detail - Computerwelt

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08.05.2009 Michaela Holy

Die IT ist einfach magisch für mich, ich habe eine Affinität für diesen Bereich

Jenny Jane Dinich, seit April HR-Managerin bei Microsoft Österreich, spricht über Strategien in der Personalplanung und über das Magische in der IT.

Jenny Jane Dinich, seit Anfang April neue HR-Managerin bei Microsoft Österreich, spricht über Strategien in der Personalplanung und über das Magische in der IT.

Microsoft hat zum 2. Mal in Folge eine Frau für eine höhere Position bestellt. Ist das Strategie? Jenny Jane Dinich: Es ist definitiv eine Strategie. Ich habe mich erkundigt – die Frauenquote im EU-Schnitt in der IKT-Branche liegt bei 15 Prozent. Microsoft Österreich steht bei 22 Prozent, es ginge noch höher und wir arbeiten daran. Das ist jetzt mit meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Zahl steigt.

Haben Sie einen Vergleich zu Microsoft Europa? Wenn ich mich richtig erinnere, liegt Microsoft Europa im Schnitt bei 26 Prozent plus. Da gibt es noch einen Auftrag für Österreich.

Sie haben den Töchtertag zum ersten Mal miterlebt. Wie haben Sie ihn empfunden? Ich fand das total quirlig und extrem witzig. Vor allem die Idee, junge Frauen hier hereinzuholen und ihnen Technik schmackhaft zu machen. Es war soviel Energie im Raum, die 18 jungen Damen sind aus dem Quietschen und Singen nicht mehr rausgekommen am Abend. Es war toll. Petra Jenner und ich haben eröffnet und mit den jungen Damen geplaudert, um zu schauen, was sie interessiert und wie sie leben. Sie waren am Nachmittag in zwei Workshops und am Schluss gab es einen Singcontest, da sind die Mädels schier ausgeflippt. Es war sehr energetisch.

Glauben Sie, dass der Töchtertag nachhaltig etwas bewirken kann? Ich bin überzeugt davon, nachdem was ich gesehen hab – die Energie im Raum, die Aha-Erlebnisse und die Fragen, die sie gestellt haben. Ich fand das sehr speziell. Es war anfangs verhalten, man hat sozial angepasste Fragen gestellt, aber das hat sich schnell geändert. Zum Teil kennen sie Leute von Microsoft und da kon nten sie einen Konnex herstellen. Ich glaube es ist entscheidend, wenn es Verbindungen gibt und man das versteht, was dahinter steht. Es waren insgesamt über 160 Unternehmen beteiligt, bei einem Schnitt von zehn Mädchen pro Unternehmen sind das 1.600 junge Mädchen, die man in techniknahe Berufsfelder hineinschnuppern lassen konnte. Das ist eine Top-Zielgruppe.

Aber es kommen großteils Mädchen, die Technik-affine Eltern oder Verwandte haben. Wir versuchen das nun mit der Digi-Girlz-Academy im Sommer zu umgehen. Wir planen am 8. und 9. Juli einen zweitägigen Workshop auch für junge Frauen, um ihnen weit vor der Berufswelt die IT-Branche näher zu bringen. Wir sind gerade an der Organisation. Da möchten wir eine andere Zielgruppe, das wird schwierig, die zu erreichen. Die, die wir jetzt ansprechen sind zwischen 13 und 16 Jahre alt. Wir wollen unter anderem unser Surface, die neue Technologie, die Microsoft entwickelt hat – einen Tischcomputer – vorstellen. Der reagiert auf Gestensteuerung und ist sehr ausgefeilt, das ist eine ganz neue Art von Softwareentwicklung. Solche Dinge haben natürlich einen enormen Coolness-Faktor und sind somit natürlich auch für diese Zielgruppe sehr interessant.

Wie sieht es bei Microsoft mit Coaching aus? Wir haben verschiedene Coaching-Sessions mit externen Coaches. Das beginnt bei speziellem Coaching für weibliche Führungskräfte, das gibt es schon relativ lange. Wir haben allgemein für alle Mitarbeiter so genannte Employee-Services, da kann man sich zu allen Themen beraten lassen. Auch ganz Allgemein bieten wir Coaching für Nachwuchs, für die Nachfolgeplanung an.

Wie generieren Sie Nachwuchs bei Microsoft? Das ist breit angelegt. Wir haben Kooperationen zu Fachhochschulen, wir waren bisher gut auf Absolventenmessen vertreten und ich werde auch von sehr vielen, die in der Vergangenheit mit Microsoft zu tun hatten – von der Wirtschaftsuniversität, der technischen Uni, Fachhochschulen und so weiter – kontaktiert. Wir haben dafür auch einen Budgetposten und der Betrag ist sogar ein bisschen in die Höhe gegangen.

Aber Microsoft weltweit spart Personal ein? Das eine schließt das andere nicht aus. Man kann in einem Bereich Mitarbeiter verlieren und trotzdem in einem anderen Bereich Mitarbeiter suchen und aufbauen. Das ist ein normaler Prozess.

Welche Strategien verfolgen Sie generell beim Personalmanagement? Je nachdem. Wir arbeiten sehr viel mit Karriere-Onlineplattformen, auch mit Headhuntern, zusammen, und es passiert viel über interne Empfehlung. Das propagieren wir und belohnen das auch mit dem Employee Referral Program. Wenn man jemanden kennt der für eine Position passen würde und diese Person reingeholt hat gibt es einen kleinen Bonus. Wenn ich aber Headhunter beauftrage, dann erwarte ich auf der Shortlist 50 Prozent Frauen und 50 Prozent Männer.

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