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21.10.2014 pte

Transcense: Gruppenkonversation mit Gehörlosen

Gehörlose können mit der neuen App "Transcense" bald auch an Gruppenkonversationen via Smartphone teilnehmen. Die Anwendung hört bei Konversationen mit und verschriftlicht sie in Echtzeit.

© Transcense

"Diese App ist ein wichtiger Schritt, allerdings bleibt sie eine technische Lösung - und ist nicht in Gebärdensprache verfügbar. Die Schriftsprache ist für Gehörlose eine Fremdsprache und schwieriger zu verstehen als ihre Muttersprache, die Gebärdensprache. Diese App kann daher kein Ersatz für Gebärdensprach-Dolmetschende sein, ist aber eine praktische Ergänzung", erklärt Martina Raschle vom Schweizerischen Gehörlosenbund gegenüber dem Nachrichtenportal pressetext.

Das Projekt Transcense wurde von Wissenschaftlern aus der US-Stadt Berkeley mit Hilfe der University of San Francisco ins Leben gerufen. Universitätsabsolventen aus den USA, Frankreich, Taiwan und den Niederlanden beschäftigen sich seitdem mit der App, um auch für Gehörlose das Verstehen einer Gruppenkonversation zu ermöglichen.

Die App ist mit einem der modernsten verfügbaren Spracherkennungssysteme ausgestattet. Die App schneidet Gespräche sofort mit und transkribiert diese auf dem Display in Form von lesbaren Sätzen. Antworten können die Gehörlosen, die oft auch über eine eingeschränkte Sprechfähigkeit verfügen, mit einer personalisierten "Digital Voice". Jeder der Entwickler von Transcense hat seine eigenen Erfahrungen mit der Gehörlosigkeit gemacht. Viele von ihnen sind selbst taub, andere beschäftigten sich schon lange mit der amerikanischen Zeichensprache.

Laut den Erfindern sind weltweit über 360 Mio. Menschen von Gruppenkonversationen ausgeschlossen, weil sie schlecht oder gar nichts hören. Diesen Zustand zu verändern, war für sie die größte Motivation. Über ein Jahr lang arbeitete das Team an der Entwicklung des Systems. Mehr als 300 Menschen wurden während der Testphase benötigt - dazu gehörten Gehör-Experten, Gehörlose und Hörende - darunter Menschen jeder Altersklasse.

Im Moment benötigt dass Projekt noch mehr Spendengelder, damit die App auf dem internationalen Markt ausgearbeitet und angeboten werden kann. Rund 80 Prozent wurden bereits finanziert. Bis zum 12. November 2014 steht es nun noch jedem offen, auf der Finanzierungsseite Indiego eine Spende abzugeben. (pte)

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