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26.11.2014 pi/Rudolf Felser

Unternehmen wissen nicht, welche Apps Mitarbeiter nutzen

70 Prozent der IT-Verantwortlichen haben laut einer Umfrage keinen Überblick, welche Apps die Mitarbeiter nutzen. Auch die Kosten liegen im Unklaren.

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Eine von Matrix42 bei über tausend kleinen und mittelständischen Unternehmen durchgeführte Umfrage (hier als PDF) hat ergeben, dass fast 70 Prozent der IT-Verantwortlichen keinen Überblick darüber haben, welche Apps die Mitarbeiter auf mobilen Endgeräten zur geschäftlichen Nutzung installiert haben. Auch die Kosten, die durch den Einsatz der mobilen Apps für die Firma entstehen, können von den Befragten vielfach nur grob geschätzt werden.

Wenig Transparenz herrscht bei der Frage, wie die Apps auf die mobilen Endgeräte des Unternehmens kommen. Demnach gibt es bei rund der Hälfte der Befragten (53 Prozent) keine Lösung zur Bereitstellung der Apps, so dass es den kommerziellen App-Stores der Gerätehersteller (23 Prozent) oder der manuellen Initiative der Nutzer (22 Prozent) überlassen bleibt, Programme zur geschäftlichen Nutzung auf mobile Endgeräte zu bringen. Nur 24 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen gaben an, eine mobile Application-Management-Lösung (12 Prozent) bzw. einen eigenen Enterprise App Store (12 Prozent) zu nutzen.

Auch im Nachhinein scheint es für viele Unternehmen schwierig zu sein, festzustellen, welche Apps die Mitarbeiter auf den verschiedenen mobilen Endgeräten des Unternehmens installiert haben. So sind 28 Prozent der befragten Firmen überhaupt nicht in der Lage, eine Auswertung über die geschäftlichen Apps auf den Mobilgeräten der Mitarbeiter durchzuführen.

ERHEBLICHES POTENZIAL
Der fehlende Durchblick in den Unternehmen bezüglich der "wilden" Einkäufe ihrer Mitarbeiter im Netz führt dazu, dass auch die Kosten dieser Apps nicht kontrolliert werden können. Befragt nach den geschätzten Kosten waren sich 20 Prozent der Administratoren einig, dass in ihren Organisationen monatlich mehr als 25 Euro pro Mitarbeiter für die Nutzung mobiler geschäftlicher Apps anfallen. Rund die Hälfte der Befragten (54 Prozent) rechnet mit monatlichen Kosten zwischen 10 und 25 Euro.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass in den Unternehmen ein enormes Potenzial zur Optimierung dieses Kostenblocks existiert. Damit aber ein solches Potenzial erschlossen werden kann, müssen Administratoren in der Lage sein, eine Kontrolle dieser Kosten auf den Smartphones und Tablets und damit auch für die im eigenen Netzwerk zum Einsatz kommenden Apps zu etablieren und durchzusetzen. Genau hier liegt jedoch ein weiteres Problem: So gab rund ein Drittel (32 Prozent) der Befragten an, dass sie aktuell keine Lösung im Einsatz haben, die eine Kostenkontrolle ermöglicht. Elf Prozent mussten sogar zugeben, dass sie keine Idee haben, ob und wie die Kosten für geschäftlich genutzte mobile Apps in ihren Unternehmen kontrolliert werden.

LÖSUNG: SAM
Die Studie zeigt deutlich: 75 Prozent der Befragten sehen sich mit einer Vielzahl an Problemen konfrontiert, die durch den Ansturm neuer mobiler Endgeräte und mobiler Anwendungen auf ihr Netzwerk und ihre IT-Organisation entstehen. Gleichwohl setzen mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen keine Lösung ein, die das IT-Personal bei der Bereitstellung dieser Software unterstützt. Die Folgen sind fehlende Transparenz bezüglich der geschäftlich genutzten Apps und der damit verbundenen Kosten.

"Viele Unternehmen beschäftigen sich bei der Einführung von Enterprise Mobility und Mobile Business Apps nicht mit der Auswirkung auf das Software Asset Management", sagt Oliver Bendig, CTO bei Matrix42. "Durch die Verschmelzung von privater und geschäftlicher Nutzung mobiler Geräte und Apps sowie durch die parallele Nutzung von mobilen und virtuellen Apps entstehen neue Herausforderungen für Unternehmen. Die IT-Verantwortlichen müssen in der Lage sein, auch bei mobilen Geräten und Apps den Überblick zu behalten und Bestand bzw. die Nutzung mobiler Lösungen dynamisch abzubilden. Sie brauchen eine Software Asset Management-Lösung, die geschäftlich genutzte mobile Apps ebenso gut verwalten kann, wie es die IT-Verantwortlichen bereits von PCs und Servern kennen." (pi)

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