Mobile App-Entwicklung: Probieren geht über studieren Mobile App-Entwicklung: Probieren geht über studieren - Computerwelt

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20.07.2015 pi/Rudolf Felser

Mobile App-Entwicklung: Probieren geht über studieren

Bei der Entwicklung mobiler Unternehmens-Apps zählt vor allem die Geschwindigkeit. Um die Apps den Usern in schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen, müssen sich die Unternehmen aber von der herkömmlichen Herangehensweise an die Anwendungsentwicklung verabschieden. Es braucht neue Prozesse, neue Tools – und eine neue Mentalität.

Unternehmens-Apps müssen schnell bereitstehen.

Unternehmens-Apps müssen schnell bereitstehen.

© AA+W - Fotolia.com

Für mobile Unternehmens-Apps ist eine kurze Produktentwicklungszeit nicht nur wünschenswert, sondern Pflicht. Mit der traditionellen, starr linearen Herangehensweise ist das aber kaum zu bewerkstelligen. Zum einen kann sie Monate in Anspruch nehmen -  und bis die App dann in den Produktiveinsatz geht, existiert die eigentliche Geschäftsanforderung vielleicht schon gar nicht mehr. Zum anderen wird der herkömmliche Ansatz der gestiegenen Komplexität nicht mehr gerecht. Mobile Apps müssen auf zahlreichen unterschiedlichen Endgeräten laufen, benötigen meist Daten aus den verschiedensten Systemen und viele Frameworks und Werkzeuge müssen die Endpunkte mit diesen Daten verbinden. Deshalb erfordert die Entwicklung mobiler Unternehmens-Apps einen stärker organischen Ansatz. Um dem Mitbewerb einen Schritt voraus zu sein, nennt das Unternehmen Progress folgende Aspekte, auf die Unternehmen achten sollten:

  • Die richtigen Tools nutzen. Die Grundvoraussetzung sind Werkzeuge, die es ermöglichen, Apps binnen Wochen statt Monaten zu entwickeln. Nur wenn sie es erlauben, sämtliche Speicher- und Datensysteme in die Apps zu integrieren, können sie den Usern so schnell wie möglich zur Verfügung gestellt werden.
  • Enge Zusammenarbeit zwischen IT und Business sicherstellen. Die IT-Abteilung sollte nicht länger als Dienstleister innerhalb des Unternehmens gesehen werden. Stattdessen muss sie eng mit den anderen Abteilungen und den Führungsetagen zusammenarbeiten und gemeinsam mit ihnen die mobilen Apps entwickeln. In vielen Fällen sieht die App-Entwicklung heute bereits so aus, dass ein Business User selbst einen Prototyen der App erstellt, und ihn dann zur weiteren Optimierung an die IT-Abteilung übergibt. Ermöglicht wird dieses Vorgehen durch Entwicklungs-Plattformen, mit denen sich Apps ohne Programmiercode erstellen lassen.
  • Die erste Version schnell fertigstellen und dann iterativ verbessern. Um die Time-to-Market zu verkürzen, sollte zunächst schnellstmöglich eine erste funktionsfähige Version der App zur Verfügung gestellt werden, auch wenn sie noch nicht alle gewünschten Funktionen enthält. Anhand des Feedbacks der User kann diese Version anschließend in einem iterativen Prozess verbessert und vervollständigt werden. Es gibt bereits Entwicklungs-Plattformen auf dem Markt, die es ermöglichen, dieses Feedback direkt einzubinden und so die Zusammenarbeit zwischen den Business-Usern und den Entwicklern zu verbessern.
  • Den Entwicklern die nötigen Freiheiten lassen. Die erfolgreichsten Entwickler sind heutzutage in der Regel diejenigen, die einen breiten Zugang zur Open-Source-Community haben. Unternehmen sollten Open-Source-Tools unterstützen und ihren Entwicklern erlauben, die Apps so zu erstellen, wie sie möchten.
  • Die App-Entwicklung von der vorhandenen Infrastruktur entkoppeln. Je weniger Einschränkungen die Entwickler haben, desto schneller können sie arbeiten. Unternehmen sollten deshalb eine Plattform für mobile Anwendungen auswählen, die auf die vorhandene Infrastruktur aufsetzen kann, ohne diese zu verändern.


"Unter dem Strich bedeutet ein organischer Ansatz bei der Entwicklung mobiler Unternehmens-Apps, dass dem Tun mehr Platz eingeräumt wird als dem Planen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklern, Business Usern und anderen Stakeholdern kann dabei sicherstellen, dass alle Funktionen, die zur Erfüllung der Geschäftsanforderungen nötig sind, in Höchstgeschwindigkeit zur Verfügung stehen.", so Olf Jännsch, Regional Vice President South, Central and Eastern Europe bei Progress. (pi)

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