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04.07.2016 Rudolf Felser/pi

Messaging Apps überholen Social Media

Am Mobile Day Vienna informierten Experten der Branche über die neuesten Mobile-Entwicklungen in den Bereichen Retail und POS.

Harald Winkelhofer, CEO von IQ mobile

Harald Winkelhofer, CEO von IQ mobile

© Dominik Schallauer - www.shootit.at

Gastgeber Harald Winkelhofer, CEO des Veranstalters IQ mobile, eröffnete das Event mit seiner Keynote zum Thema "Mobile Excellence in Retail & POS", in der er auch einige innovative Beispiele präsentierte. Das Nutzerverhalten und die Customer Journey ändern sich ihm zufolge grundlegend – weg vom linearen Verlauf und hin zu einer Vielzahl verschiedener Touchpoints.

Generell werde viel über Social Media gesprochen – der steigenden Nutzung von Messaging Apps dabei jedoch oft keine Bedeutung geschenkt. Dabei hätten die vier größten Messaging Apps weltweit - WhatsApp, Facebook Messenger, WeChat und Vine – die Social Media-Nutzung längst überholt, so Winkelhofer. Chatbots - Programme, die via Messaging App angesteuert werden – nannte Winkelhofer als ein Beispiel für neue Geschäftsmodelle, von denen der Handel profitieren kann. Diese Chatbots sind textbasierte Dialogsysteme, die einen Ansprechpartner simulieren und so mit dem User kommunizieren.

Auch in der Kommunikationsarbeit ortet er einen Wandel, der ein Umdenken notwendig macht. Noch immer wird das Gros der Werbeetats in klassische Mediengattungen investiert. Doch wären gerade Frauen zum Beispiel am besten über digitale Kanäle und Bewegtbild zu erreichen, wie eine Studie aus dem Dentsu Aegis Network ergab. Abschließend betonte Winkelhofer, dass der Paradigmenwechsel im Handel nicht bedeute, dass das Neue das Alte ersetzen werde. Es gehe vielmehr um eine Kombination von Offline und Online. Marken stünden damit vor großen Herausforderungen. Um diese erfolgreich zu bewältigen, nannte Winkelhofer vier Erfolgsfaktoren: Technologie, Integration von Offline und Online, Data und Kreativität. Einige Unternehmen haben diese Faktoren bereits in ihrer Strategie verankert, wie beispielsweise Adidas mit seinem Schuhautomat, der von IQ mobile in CRM, Registrierung, Check und Akkreditierung umgesetzt wurde.

MOBILE, APP PUSH UND MARKENERLEBNIS

Francois Roloff, Managing Director von madvertise media, widmete sich dem Thema "Click-to-Shop – Mobile Advertising Konzepte für den Handel". Roloff betonte die Diskrepanz zwischen mobilen Werbespendings – in Deutschland liegt der Anteil bei rund zwei Prozent – und der hohen Nutzung von Smartphones. Der mobile Kanal fungiere heute bereits als Recherchetool Nummer eins, Unternehmen sollten daher ihre Strategien darauf ausrichten.

Auch Jan Karnath, Managing Director App Media, betonte, dass sich künftig kein Unternehmen der Entwicklung in Richtung Mobile entziehen könne. Er ging der Frage nach "Wie akquiriere ich die richtigen High Quality App User im Bereich Retail?" – also User, die eine App downloaden, nachhaltig nutzen und in der Folge Umsatz generieren. Er erklärte anhand eines Beispiels, wie eine App Push-Kampagne funktioniert und was dies für eine Marke bewirken kann. Bei dem App Push wurde eine Platzierung unter den Top 10 im Apple Store oder im Google Play Store garantiert. Das Ergebnis waren ein höheres Ranking und eine verbesserte Sichtbarkeit in den App Stores sowie mehr organische Downloads, die im konkreten Fall auch nach dem Boost weiter anstiegen. Organische Downloads bedeuten High Quality User für die App, die in der Folge zu vermehrten Conversions über mobile Endgeräte führen.

Thomas Mayer, Vice President Brand Communication bei T-Mobile Austria, erklärte, wofür die Marke T-Mobile heute steht und verriet, wie der jüngste Veränderungsprozess vonstatten ging. Grundsätzlich ortet Mayer im Mobilfunk ein eher geringes Involvement, die Marke entstünden demnach dort, wo sie erlebt wird - und das seien unterschiedliche Touchpoints. Daher stehe das Thema Omni-Channel ganz oben auf der Agenda. Ein Shop müsse ein einheitliches Bild ergeben, Mitarbeiter würden zu Beratern mit unterschiedlichen Funktionen und müssten die Marke verstehen, verinnerlichen und anwenden.

Eine interessante Innovation zum Thema Indoor Digitalisierung wurde von der Linzer Kommunikationsagentur Looom mit dem Trolley Navvis präsentiert, dessen Technologie Flächen scannen und als Daten aufbereiten kann. (pi)

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