Neues Sicherheitssystem setzt auf Emotions-Scan Neues Sicherheitssystem setzt auf Emotions-Scan - Computerwelt

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25.01.2017 pte

Neues Sicherheitssystem setzt auf Emotions-Scan

In Zukunft könnte der Gemütszustand von Nutzern als biometrische Sicherung dienen.

Wütende Nutzerin: Sie könnte in Zukunft dank Emotions-Scan vom Zugang ausgesperrt bleiben.

Wütende Nutzerin: Sie könnte in Zukunft dank Emotions-Scan vom Zugang ausgesperrt bleiben.

© pte

Die Informatikerin Violeta Tulceanu an der rumänischen Universität Iasi setzt auf Hirnwellen-Scans, um das zu ermöglichen. Die Idee ist, Nutzern nur dann Zugriff auf Systeme zu gewähren, wenn sie ausgeglichen und gelassen wirken. Das könnte sicherstellen, dass beispielsweise militärische oder medizinische Systeme nicht missbraucht werden. Auch könnten Geldautomaten so extra abgesichert werden.

Hirnwellen-"Fingerabdruck"
"Wir sind emotionale Kreaturen, die Begierden, Lüsten, Gier, Freude und Trauer ebenso unterworfen sind wie den psychoaktiven Effekten chemischer Stimulanten, die den Zugriff auf bestimmte Ressourcen unter Umständen unangebracht oder gefährlich machen", sagt Tulceanu. Daher arbeitet sie an einem System, das zunächst lernt, den Gemütszustand eines Nutzers zu erkennen. Danach erlaubt es ihm nur dann Zugriff auf geschützte Ressourcen, wenn dieser ruhig und ausgeglichen wirkt - also bei der Nutzung auch rational entscheiden sollte.

Um den emotionalen "Fingerabdruck" eines Users zu erlernen, nutzt Tulceanus System die Hirnwellenmuster, die der Nutzer unter Einfluss bestimmter aufrüttelnder akustischer Reize zeigt. Diese sind bestimmten Emotionen zugeordnet. Somit kann das System dem Nutzer in Folge nur Zugriff auf bestimmte Ressourcen gewähren, wenn ein aktueller Hirnwellen-Scan zu einem gewünschten emotionalen Fingerabdruck passt. So ließe sich eine Nutzung kritischer Systeme beispielsweise bei starken Depressionen oder unter Drogeneinfluss verhindern.

Schutz vor dem Missbrauch
"Diese Art der Authentifizierung hat Anwendungen in Bereichen wie dem Militär, E-Learning oder der Medizin - also dort, wo es wichtig ist, sicherzustellen, dass der Nutzer verantwortungsvoll und aus freiem Willen handelt", schreibt Tulceanu im "International Journal of Advanced Intelligence Paradigms". Das System könnte beispielsweise bei der Zutrittskontrolle zu Einrichtungen dienen oder Computersysteme sichern. Doch auch eine Nutzung bei alltäglicheren Systemen wie Geldautomaten sei vorstellbar. Die Frage ist freilich, ob das neben Räubern nicht auch erregten Nachtschwärmern das Leben schwer machen würde.

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