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14.08.2017 pte

"FaceApp" gerät in Verruf für ethnische Filter

Die äußerst beliebte "FaceApp" hat viele Nutzer mit Rassen-Filtern schockiert.

© Kaitlyn Wells, twitter.com

Mit dem digitalen "Black-Facing" hat der russische Entwickler Wireless Lab OOO einen Sturm der Entrüstung auf sozialen Medien, vor allem Twitter, ausgelöst. Die Rasse-Möglichkeiten waren asiatisch, schwarz, weiß, indisch oder kaukasisch, also weiß. Mithilfe künstlicher Intelligenz konnte die App das Gesicht des Nutzers komplett verändern - bis das umstrittene Feature wieder entfernt wurde.

Viele empfanden die Filter als beleidigend und ließen ihren Gefühlen auf Twitter freien Lauf. "Ich habe eine Benachrichtigung von einer App bekommen, die ich noch nie benutzt habe. Ich konnte es nicht glauben. Warum zum Teufel ist das OK?", betitelte eine Nutzerin ihr abgeändertes Foto. Andere bezeichneten das Feature als rassistisch, erniedrigend oder niveaulos.

Kein rassistischer Gedanke
"Die ethnischen Filter wurden designt, um in allen Hinsichten Gleichberechtigung zu fördern. Sie haben weder eine positive noch eine negative Konnotation", sagt CEO Yaroslav Goncharov im Gespräch mit "Cosmopolitan". Einige Twitter-Nutzer unterstützten das Unternehmen dabei. "Eure Technologie ist der Hammer! Sehr schade, dass die Filter jetzt weg sind", äußerte sich ein User. "Ihr regt euch über jede Kleinigkeit auf und empfindet alles als beleidigend", meinte ein anderer. Die Filter wurden nichtsdestotrotz kurz darauf gelöscht.

FaceApp hat seine User bereits im April mit seinem "hot mode"-Filter verärgert. Der Filter hat die Haut aufgehellt, Brillen entfernt und die Augen vergrößert. Der Filter wurde nun in "spark" umbenannt. Letztes Jahr wurde FaceApp für ihren "4/20 Bob Marley" Filter stark kritisiert, denn auch dieser war ein sogenannter "Black-Face"-Filter. Auch er wurde kurz nach heftigen Nutzer-Protesten entfernt.

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