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13.07.2011 Alex Wolschann/idg

Der steinige Weg zu einer guten mobilen App

Bei der Entwicklung einer eigenen mobilen Anwendung müssen Unternehmen eine Reihe von Hürden bewältigen. Obwohl viele Unternehmen ihre Mitarbeiter mit Smartphones und Tablets ausgestattet haben, schöpfen sie die Potenziale häufig nicht aus.

Obwohl viele Unternehmen ihre Mitarbeiter mittlerweile mit Smartphones und Tablets ausgestattet haben, schöpfen sie die Potenziale und Wettbewerbsvorteile häufig nicht aus. Ein Grund dafür ist, dass sich die mobile Nutzung oft auf Telefonate, SMS oder E-Mails beschränkt. Die stärkere Integration der Geräte in Geschäftsprozesse über maßgeschneiderte mobile Apps und Websites sehen Entscheidungsträger oft als kostspielig, aufwendig und riskant an.

Die Zurückhaltung betrifft allerdings nicht nur die Anwenderunternehmen, sondern auch die Hersteller. Im Vergleich zum Endkundenbereich stehe die Entwicklung von Business Apps erst am Anfang, bestätigt Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech bei Accenture.

WEB-BASIERENDE MODELLE Wenngleich mobile Anwendungen in einigen Bereichen schon länger im Einsatz seien, habe man erst in den letzten ein bis zwei Jahren das große Potenzial von Business Apps erkannt, unterstützt von neuen technischen Voraussetzungen wie ortsbasierenden Diensten (LBS) oder »As-a-Service-« und Cloud-Diensten. »Egal ob SAP, Oracle oder Microsoft – praktisch alle Hersteller machen sich Gedanken, wie sie ihre Systemwelten als App abbilden können. Obwohl es sich kein Hersteller leisten kann, den Trend zu verschlafen, sind einige Unternehmen weiter, weil sie schon von Anfang an eher auf Web-basierende Geschäftsmodelle gesetzt haben,« erklärt Mohr.

Grundsätzlich betrachtet ist die Mobilisierung von Anwendungen im Geschäftsumfeld kein Hexenwerk: »Applikationen, die man bereits im Einsatz hat, werden auf Nutzerfreundlichkeit getrimmt, eventuell mit Cloud-Angeboten gekoppelt und als Software as a Service (SaaS) angeboten, neu designt und übertragen in die virtuelle (mobile) Welt«, fasst der Accenture-Manager zusammen. Der Fokus liege dabei auf Usability und Effizienzsteigerung. Nicht zu unterschätzen seien aber auch die Anpassungen an den Backend-Systemen. Obwohl sich vor allem Großunternehmen schon frühzeitig mit Business Apps beschäftigt hätten, seien hier kleine und mittelgroße Unternehmen im Vorteil: Je größer und komplexer die existierende Infrastruktur, desto höher der Aufwand bei der Einführung.

MEHRERE MOBILE PLATTFORMEN ALS ERHEBLICHES RISIKO Wichtig ist auch die Auswahl der Zielplattform. Hier ist es oft sinnvoll, zunächst mit einem einzigen mobilen Betriebssystem zu starten und die Erfahrungen später auf weitere Plattformen zu übertragen, denn Multiplattform-Fähigkeit ist eine Herausforderung. Um den Integrationsaufwand überschaubar zu halten, sollten die Schnittstellen in die Unternehmenssysteme idealerweise von vornherein für die Anforderungen an eine mobile Nutzung ausgelegt sein.

Der Grund für den Wunsch nach Multiplattform-Fähigkeit ist nicht zuletzt die viel zitierte Consumerization – ein Trend, der laut Accenture-Manager Mohr mehr und mehr zur Herausforderung für die IT-Abteilung wird: »Besonders junge Nutzer wollen ihre eigenen Geräte auch im Business verwenden, weil die Unternehmen mit der Einführung moderner Devices hinterherhinken.«

Eine andere Möglichkeit, Trends wie IT-Consumerization oder Bring Your Own Device ohne übermäßigen Aufwand zu unterstützen, sind für mobile Geräte optimierte Websites. Diese unterstützen nicht nur verschiedene mobile Plattformen und ermöglichen dabei die wichtigsten Funktionen, die Anwender von Business Apps erwarten. Sie erlauben es darüber hinaus auch oft, schon vorhandenes Entwicklungs-Know-how im Unternehmen zu nutzen.

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