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02.05.2011 pte/Rudolf Felser

44 Mrd. Downloads: User stürmen App-Stores

Von mobilen Anwendungen bekommen die Smartphone-User nicht genug. Dabei dürfen sich nicht nur Apple und Google die Hände reiben. Denn die Konkurrenz holt auf.

Die beiden Technologieriesen tragen den Kampf um die Vorherrschaft im App-Markt zwar weitgehend unter sich aus. Aufstrebende Angebote der Konkurrenz wie der Windows Marketplace, Nokias Ovi Store oder RIMs App World holen jedoch auf und lassen die Download-Zahlen rasant klettern. Den Marktforschern bei ABI Research zufolge steigt die Nachfrage im App-Geschäft weiter. Über 44 Mrd. Programme werden die User bis 2016 laden – dreimal mehr als heute.

Derzeit halten die Anbieter bei einem Stand von 15 bis 16 Mrd. App-Downloads. Auf über 14 Mrd. gezogene Anwendungen bringen es allein Apples App Store und Googles Android Market. Dabei existieren die beiden Angebote noch keine drei Jahre lang. Die zunehmende Bedeutung von Windows Phone 7 verleiht aber insbesondere auch der Microsoft-Plattform höheres Gewicht in den Prognosen für die kommenden Jahre. Die stärksten Umsätze mit den Applikationen kann aktuell Apple mit deutlichem Respektsabstand für sich verbuchen.

STARKES WACHSTUM Games nehmen einen besonders hohen Anteil des boomenden App-Geschäfts ein. Das Angebot an Spielen und mobilen Smartphone-Tools steigt aber nach wie vor. Apples App Store und der Google Android Market bieten aktuell rund 350.000 bzw. 330.000 der kleinen Programme. Dahinter liegen Nokia, RIM und Microsoft mit insgesamt etwa 85.000 Tools.

Gleichzeitig nimmt die Verbreitung jener Geräte, auf denen die Apps genutzt werden können, weiterhin rasant zu. Das Smartphone-Geschäft beflügelt laut IDC-Daten den Handy-Verkauf kräftig. Der Trend zu Tablet-PCs lässt die App-Nachfrage zusätzlich steigen. Im ersten Quartal ist der Mobiltelefon-Absatz weltweit um fast 20 Prozent auf insgesamt 372 Mio. Geräte gewachsen. Die Alleskönner nehmen Schätzungen zufolge davon knapp ein Viertel ein, was einer Steigerung im Smartphone-Geschäft um 70 Prozent entsprechen würde. Mit konkreten Zahlen für das erste Quartal ist aber erst in den kommenden Wochen zu rechnen. (pte)

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