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23.03.2011 Christof Baumgartner/apa

Das gute Geschäft mit den Apps

Der Markt für die kleinen Anwendungen für Smartphones oder Tablet-PC wächst rasant und bietet auch für heimische Unternehmen die Chance, sich zu profilieren. Vor allem kleinere Unternehmen können dabei die vielfältigen Möglichkeiten nutzen.

Seit Apple mit dem iPhone und dem iPad den Mobilfunkmarkt kräftig durchgeschüttelt hat und mittlerweile fast jeder Handykonzern mehr oder weniger gut funktionierende Smartphones im Angebot hat und haben muss, hat auch das Geschäft mit den Apps richtig angezogen. Mit den Apps, also den kleinen Anwendungen oder Programmen, die auf die Smartphones geladen werden können, ist ein neuer Bereich entstanden, in dem die meisten Experten ein Milliardengeschäft sehen. Die Analysten von Gartner rechnen damit, dass sich der Markt heuer auf rund elf Milliarden Euro weltweit verdreifachen wird. Auch in Österreich werden Apps genutzt. Jeder fünfte heimische Handynutzer hat zumindest eine Applikation auf seinem Handy installiert. Das geht aus einer Integral-Umfrage unter 3.000 Österreichern hervor. Die beliebtesten Anwendungen beziehen sich auf die Bereiche Navigation (72 Prozent), Wetter (64 Prozent), Spiele (60 Prozent), soziale Netze (57 Prozent), Nachrichten (56 Prozent) und Musik/Multimedia (52 Prozent). Auch österreichische Unternehmen sehen in dem Markt eine Chance und sind auf den App-Zug aufgesprungen. Einen großen Teil der Produktion machen dabei »gebrandete« Apps aus, also solche, die für bekannte Marken oft zu Werbezwecken programmiert werden. »Quasi jede Marketingagentur bietet so was mittlerweile an«, sagt Roland Tauchner, Chef von Dimoco. 15 Prozent des Umsatzes erzielt Dimoco mit seinen über 50 Mitarbeitern bereits mit Apps. »Wir erwarten, dass dieser Anteil massiv nach oben geht.« Das Thema habe »voll in die Marketingabteilungen eingeschlagen«. Markus Deutsch, Geschäftsführer des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer bestätigt diesen Trend: »Der Mobilfunkbereich wird in Zukunft auf jeden Fall ein fixer Teil jeder großen Werbekampagne.«

Gut vernetzte Branche Konkrete Zahlen zum heimischen Markt gibt es nicht. Die Branche besteht aus vielen kleinen Unternehmen, darüber hinaus kann praktisch jeder Apps auf den Markt bringen. Bei Apple schätzt man, dass es um die 150 Entwickler in Österreich gibt. Die Branche sei untereinander gut vernetzt, sagt Alexandra Vasak von Nous. Das Unternehmen produziert seit 2008 Apps für Kunden wie Red Bull oder Mercedes. Eine eigene Idee verfolgt Wikitude aus Salzburg, deren »Wikitude World Browser« nach eigenen Angaben im In- und Ausland über eine Million mal herruntergeladen wurde. Die App bietet »Augmented Reality« und benutzt die Kamera eines Smartphones, um die Umgebung zu scannen und blendet zusätzlich zum Live-Bild Informationen ein. Umsatz macht das Unternehmen mit der kostenlosen App noch nicht, dafür hätten Wagniskapital-Geber »einen siebenstelligen Betrag« bereitgestellt, so Marketingchef Andy Gstoll. Die Kunden im öffentlichen Bereich seien den neuen Technologien gegenüber sehr aufgeschlossen, bei konkreten Investitionen sehe es aber oft anders aus, sagt Exthex-Chef Oliver Bernecker. 150.000 Euro mache sein Unternehmen mit Apps im Jahr, das sind 30 Prozent des Gesamtumsatzes. »Tendenz stark steigend.«

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