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11.06.2010 Rudolf Felser

A1 vergibt 5.000 Euro für beste Augmented Reality-App

Mobilkom Austria treibt die Entwicklung lokaler Augmented Reality-Applikationen mit einem Sonderpreis im Rahmen ihres heimischen Apps-Entwickler-Wettbewerbs voran.

Vergeben werden bei der A1 Challenge for Apps 5.000 Euro an die beste lokale App, die auf Augmented Reality basiert – zusätzlich zu den drei Hauptpreisen im Gesamtwert von 80.000 Euro. "AR-Anwendungen machen Multimedia am Smartphone wirklich erlebbar. Es ist faszinierend, wie plötzlich Sternenbilder am Himmel oder historische Details zu einem Gebäude sichtbar werden, wenn ich nur den Sucher der Handy-Kamera darauf richte", so Marco Harfmann, Bereichsleiter Residential und Small Business Marketing bei Mobilkom Austria und Telekom Austria.

"Als heimischer Marktführer wollen wir die lokale Entwickler-Community fördern und anregen, weitere spannende Applikationen zu schaffen. Unsere Rolle sehen wir auch darin, durch unser Know-how die Usability von AR-Anwendungen für die Kunden zu erhöhen und so diese innovative Technologie einer noch breiteren Personengruppe zugänglich zu machen."

Die Anwendungsmöglichkeiten von AR-Apps sind vielfältig: von geobasierter Suche und Informationen, über Navigation, Simulationen, Unterhaltung und Spiele bis hin zu Businessanwendungen. Die Social Impact Studie 2010 von A1 zeige, dass Kunden sich vor allem Anwendungen wünschen, die einen lokalen Bezug und einen konkreten Nutzen haben, so der Mobilfunker in einer Aussendung.

Juniper Research prognostiziert in seiner Untersuchung "Mobile Augmented Reality – Forecasts, Applications & Opportunity Appraisal 2009-2014" für Anwendungen, die auf dieser Technologie basieren, ein massives Wachstum: Wurden im Jahr 2009 eine Million AR-Anwendungen heruntergeladen, sollen es 2014 400 Millionen sein. Die wachsende Verbreitung von Smartphones spielt dabei eine zentrale Rolle. Um AR-Anwendungen vollständig nutzen zu können, müssen Devices über einen digitalen Kompass, Kamera und GPS verfügen.

Gerhard Reitmayr, Professor für Augmented Reality an der Technischen Universität Graz, präsentierte kürzlich bei einer Abendveranstaltung von A1 die größten Trends im mobilen AR-Bereich: In Zukunft werde die Lokalisierung vermehrt Bild-basiert erfolgen. AR-Anwendungen würden immer öfters an 3D-Modelle angebunden sein und 3D-Weltmodelle etwa von Google Earth oder Microsoft Bing sowie die Darstellung von Innenräumen integrieren. Außerdem werde AR in Zukunft vermehrt mit Web 2.0 Anwendungen gekoppelt sein. Gerhard Reitmayr: "Wir sehen die Entwicklung, dass User-generated Content direkt in AR-Anwendungen einfließt – etwa als Restaurant-Tipp. Außerdem werden wir das direkte Zusammenwachsen von AR und sozialen Netzwerken am Handy sehen, etwa für persönliche Nachrichten, Gruppenkommunikation und Spiele mit Ortsbezug."

Juniper Research geht davon aus, dass Augmented Reality-Anwendungen bis 2012 primär im Privatkundenbereich eine Rolle spielen werden. In zwei Jahren sollen Lösungen für Unternehmen voll durchstarten – auch durch die gegebene Möglichkeit, AR-gestützte Werbung mit echtem Standortbezug zu nutzen. Für 2010 wird der Umsatz mit Augmented Reality-Anwendungen auf zwei Millionen Dollar geschätzt, 2014 sollen es 732 Millionen sein. (pi/rnf)

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