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23.07.2010 apa/Oliver Weiss

iPad: Heimische Medien positionieren sich

An Apples iPad hängt die Hoffnung vieler Medienmacher. Mit dem Verkaufsstart sind bereits mehrere heimische Medienhäuser mit einer speziell auf den Tablet-PC ausgerichteten App im iTunes-Store vertreten.

An Apples iPad hängt auch hierzulande die Hoffnung vieler Medienmacher, ein zusätzliches und vor allem zukunftsfähiges Geschäftsmodell zu ergründen. Mit dem Verkaufsstart sind bereits mehrere Medienhäuser mit einer speziell auf den Tablet-PC ausgerichteten App im iTunes-Store vertreten, zahlreiche weitere werden folgen. Vor allem für die Zeitungen wird die Frage nach bezahltem Content wieder aktuell.

Noch ist das Medienangebot speziell für das Touchscreen-Tablett in Österreich überschaubar. Zum Download stehen etwa Applikationen von "Vorarlberg Online", "Vienna Online", "Salzburg24.at", "Austria.com", "Krone.at HD" oder jene des Monatsmagazins "Datum". Darüber hinaus lassen sich am iPad auch jene Applikationen nutzen, die speziell für das iPhone gebaut wurden, wenn auch die Auflösung oft zu wünschen übrig lässt, weil das Programm auf den größeren Bildschirm des Tablet-PC angepasst - sprich aufgeblasen - werden muss.

Medien starten kostenpflichtige Premiumangebote Während die vorhandenen Applikationen vor allem Ableger von Onlineportalen sind und gleich wie diese kostenfrei sind, hoffen die Verleger zusätzlich auf ein neues Geschäftsmodell für die Printerzeugnisse. Zum Verkaufsstart des iPad hat etwa das "WirtschaftsBlatt" bereits eine eigene App am Markt, die die Printausgabe auf das Gerät bringt. Für ein digitales Abo verlangt der Verlag 19,80 Euro, Premium-Abonnenten der Tageszeitung erhalten das Service zusätzlich kostenlos.

Ein Premiumangebot plant auch der "Kurier" für seine Printausgabe. Wie Roland Schwärzler, Leiter von "Kurier.at", sagte, wird das Layout der Zeitung für die App übernommen, jedoch um multimediale Elemente ergänzt. So werden bei Fotos etwa Slideshows oder Videos eingebunden sein. Ein zusätzliches Goodie für die Werbewirtschaft ist ebenfalls geplant: Die Anzeigen aus der Printausgabe werden in die iPad-Version übernommen, sind dort aber klickbar und können zu weiterführenden Informationen verlinkt werden. Im Gegensatz zur bereits für das iPhone erhältlichen "Kurier.at"-Applikation wird die iPad-Ausgabe der Zeitung kostenpflichtig sein, kündigte Schwärzler an. Starten werde man Mitte August.

Nach Ansicht Schwärzlers führt an der neuen Plattform für Medienhäuser derzeit kein Weg vorbei: "Jemand, der nicht dabei ist, hat garantiert ein Imageproblem", meint er. Für die eigenen Produkte erwarte man auf jeden Fall zusätzliche Reichweite. Positiv ist das vorläufige Resümee für die "Kurier.at"-"App" am iPhone. Binnen vier Wochen sei das Programm 30.000 Mal heruntergeladen worden.

Gleicher Preis wie Printausgabe Österreichs "iPad"-Pionier unter den Medienschaffenden ist der Vorarlberger Verleger Eugen Russ. Mit "Vorarlberg Online" war man bereits auf dem Gerät am Markt, bevor die Touch-PCs überhaupt in Österreich erhältlich war. Auch Russ plant eine eigene Applikation für sein Printflaggschiff, die "Vorarlberger Nachrichten". Im Gegensatz zur "vol.at"-Applikation soll diese auch etwas kosten, sagt Russ im APA-Interview. Deadline für die Markteinführung sei Jahresende. "Ich glaube dass die abgeschlossene Information wie in der Zeitung wichtig ist und dass es den Qualitätsanspruch von einer gedruckten Zeitung hat, die durch mehrere Prüfinstanzen durchgeht, bevor sie wirklich veröffentlicht wird." Für eine solche App könne man sicher den gleichen Preis verlangen wie für die Printausgabe. "Ich glaube, dass das ein wichtiges Markenthema ist. Wenn etwas gleichwertig ist, warum soll es billiger sein?"

Einen Sonderfall bildet im Moment der ORF, dessen Online-Geschäfte mit dem neuen ORF-Gesetz kürzlich erst genau geregelt und teilweise auch beschnitten wurden. Online-Direktor Thomas Prantner würde auf jeden Fall gerne die Video-On-Demand-Plattform TVthek auf mobilen Geräten anbieten. Allerdings müsse man erst prüfen, was dem ORF auf den Ausspielgeräten rechtlich überhaupt erlaubt sei. (apa)

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