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16.08.2010 Rudolf Felser

Wappwolf aus Österreich launcht im Silicon Valley

Das österreichische Startup-Unternehmen Wappwolf ist eingeladen seine Lösung erstmals der Weltöffentlichkeit bei der DEMO Conference 2010 (13.-15. September) im Silicon Valley vorzustellen.

IKT-Startups haben es in Österreich immer noch schwerer als an anderen Orten der Welt – beispielsweise im Silicon Valley. Deswegen hat das im Juli gegründete österreichische Unternehmen Wappwolf auch die DEMO Conference, die dieses Jahr vom 13. bis 15. September ebendort stattfindet, als Bühne für den Launch ihres Web-Services ausgesucht.

Wobei: "Ausgesucht" ist das falsche Wort. Die Veranstalter der DEMO filtern seit fast 20 Jahren aus den unzähligen Bewerbungen jedes Mal nur die interessantesten Startups heraus, die sie dem aus Journalisten, Investoren, Unternehmern, IT-Visionären und Meinungsbildnern bestehenden Publikum präsentieren. Die innovativen Unternehmen haben dann jeweils sechs Minuten, um auf der Bühne und beim Publikum einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Beim Networking lässt sich dieser Eindruck dann verstärken.

Wappwolf wird im September seine Internet-Plattform vorstellen, die eine Art "App-Baukasten" darstellt. Einerseits können Softwareentwickler dort Anwendungen für den geschäftlichen oder den privaten Bereich anbieten, die von Wappwolf gehostet werden. Mittels der "Workflow-Engine" können die einzelnen Apps aus der Cloud zu einer Folge von Arbeitsschritten, also einem Workflow, verknüpft werden. Der "Rohstoff", der von den einzelnen Apps wie ein Produkt auf einem Fabriks-Fließband verarbeitet wird, sind Dokumente. Ein Dokument kann beispielsweise erst mittels Screenshot in ein Bild umgewandelt und dann auf Flickr hochgeladen werden. Die entstandenen App-Ketten können dann wieder separat gespeichert werden. Das könnte beispielsweise automatisiertes E-Invoicing für eine breite Front an Unternehmen leichter machen.

Ganz im Sinne von Web 2.0 und Social Media soll ein reger Austausch zwischen Anwendern und Entwicklern enstehen, was durch Diskussionsforen, Top Listen, Bewertungen und die Möglichkeit für gezielte Anfragen nach Lösungen unterstützen wird. Die Idee zu Wappwolf bestand bereits seit dem Jahr 2007. Der Anstoß zur Umsetzung war wie so oft ein Zufall: Zwei Freunde (Michael Eisler, jetzt CEO und CFO Harald Weiss), etwas Bier, das Statement: "Die Idee mit dem Appstore von Apple hatte ich schon vor drei Jahren", dann der erste Businessplan. Wappwolf ist übrigens ein Kunstbegriff und steht für Web APPlication FLOW (Wolf von hinten nach vorne gelesen).

Die Gründer sind allesamt keine unbeschriebenen Blätter. CEO Eisler (CEO) ist Geschäftsführer der DIG digital-information-gateway GmbH, tätig im Bereich elektronischer Geschäftsbeziehungen. Er ist Consultant für Optimierung von Geschäftsprozessen im Purchase-to-pay-Umfeld und besitzt über zehn Jahre Berufserfahrung in E-Procurement, E-Billing und EDI. Wappwolf-CFO Weiss ist außerdem Inhaber der Unternehmensberatung MeinController.at, davor war er als Leiter Controlling CEE der OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH und Direktor Finanzen & Administration von Hogg Robinson Austria GmbH tätig. Dazu kommen noch Dieter Dobersberger (CTO - Chief Technical Officer), der zuden CTO und Gesellschafter der DIG digital-information-gateway GmbH sowie langjähriger Wegbegleiter von Michael Eisler ist, sowie Christian H. Leeb mit dem weniger geläufigen Job-Titel Chief Visionary Officer (CVO): Er bezeichnet sich als "Hebamme für Entrepreneure" (siehe auch ein Interview auf seedfinance.de) und sagt: "Ich bringe deren Unternehmen auf die Welt". Vor sieben Jahren war er CIO der VA TECH, verantwortlich für IT und E-Business, davor Consultant bei CSC und Angestellter bei Voest Alpine. Seit zehn Jahren lehrt er an der Donau Universität Krems.

Derzeit kann man sich leider noch nicht selbst von dem Potenzial des Cloud-App-Baukastens überzeugen, sondern nur auf der Webseite "vormerken" lassen. Gemäß den strengen Regeln der DEMO Conference herrscht bis zum Launch vor dem hochkarätigen Publikum in den USA Funkstille. Aber im Blog der "Wappwölfe" kann man sich zumindest schon mal einen Vorgeschmack holen. (rnf)

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