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14.07.2011 idg

10 BI-Trends für 2011

Das amerikanische Analystenhaus EMA hat die "Top 10 Trends in Business Intelligence and Analytics for 2011" in einer Adisory Note zusammengefasst.

Eines lässt sich wohl sagen, und das tut das amerikanische Analystenhaus EMA: »2010 war das Jahr von Cloud Computing und SaaS. Die Anwendungsraten schnellten nach oben, der Umsatz stieg rasant und frühe Innovatoren ernteten den Lohn für ihre harte Arbeit, als immer mehr große Unternehmen sich für diese Technologien öffneten.« Nun ist wieder ein halbes Jahr ins Land gezogen. Höchste Zeit also, einen Blick darauf zu werfen, welche Business-Intelligence-Trends die EMA-Analysten für 2011 erkennen. Die »Top 10 Trends in Business Intelligence and Analytics for 2011« haben sie in einer Adisory Note zusammengefasst.

1. Mobile BI: Wärmstens zu empfehlen ist laut EMA eine Strategie für das Zusammenspiel von BI und mobilen Geräten – weil die Verwendung von iPad, iPhone und Konsorten immer weiter um sich greift. »Anbieter wie Microstrategy sind zu 110 Prozent dazu entschlossen, den Bereich der mobilen BI anzuführen.«

2. Advanced Analytics: Vor ein paar Jahren, als die Business Intelligence noch in ihren Kinderschuhen steckte, konnten nur Experten etwas mit der algorithmen-unterstützten Datenerhebung im Unternehmen anfangen. Heute stecken Vorhersage-Modelle zur Analyse immer stärker in der Business-Intelligence-Software selbst. Als Beispiel nennt EMA Cognos. Das Unternehmen machte einen »deutlichen Schritt nach vorne, indem sie SPSS-Technik in Cognos 10 einband.«

3. Fusionen: Für Software-Anbieter sei es nicht mehr damit getan, ihre Produkte aus der Cloud heraus anzubieten. EMA rechnet damit, dass traditionelle Software-Häuser sich den ein oder anderen Geschäftsbereich dazukaufe, um weiterhin attraktive SaaS-Lösungen anzubieten.

4. BI greift um sich: Immer mehr Menschen in Unternehmen wollen immer mehr Analysen haben – vom IT-Management über die Personaler bis zu den Kundendienst-Webseiten. »Fast jeder Mitarbeiter will heute Einblicke haben, die früher dem Vertrieb, dem Marketing und der Finanzabteilung vorbehalten waren.« Anbieter von BI-Lösungen stellen sich immer stärker auf die Forderungen unterschiedlicher Nutzergruppen ein.

5. Die Google-Generation fordert mehr Collaboration, die bisherige BI-Software zu selten bietet. Hier und in der Analyse von Kundendaten erwartet EMA Veränderungen. Oder sollte es Fans heißen? Denn hier geht um die Daten der Anhängerschaft in den Social-Media-Initiativen der Unternehmen, die stärker in die BI-Systeme integriert werden.

6. Cloud Computing: Im letzten Jahr stand Cloud ganz oben auf der Liste der Trends, und der Trend geht weiter. EMA glaubt, dass einige Sicherheitsbedenken noch in diesem Jahr durch stärker ausgereifte Datenmanagement-Methoden ausgeräumt werden.

7. Die Daten-Explosion: In Zeiten, in denen Google über 24 Petabyte an Daten pro Tag verarbeitet, müssen auch andere Firmen immer größere Datenmengen bewältigen – und analysieren. Dies ist für EMA die Stunde neuer Technologien wie etwa Hadoop von Apache, das die Ablage und das Durchforsten gewaltiger Datenmengen deutlich erleichtert.

8. Der Mittelstand rückt ins Licht: BI-Anbieter dürfen sich laut EMA nicht zu stark auf die ganz Großen im Geschäft konzentrieren, weil sie sich von diesen Kunden auf lange Sicht nicht allein ernähren können. Gerade in Zeiten von SaaS und Open-Source können sich immer mehr von den Kleinen auch eine BI-Lösung leisten und sind zudem viel seltener starr durch die schwere Erbschaft von Investitionen in ältere Systeme gebunden.

9. Open Source Business Intelligence: Open-Source-Anbieter haben ihre Angebotspalette stark erweitert, aus Tools wurden ganze integrierte Plattformen. Darin stecken Lösungen für Unternehmen, die aber wenige Einstiegsrisiken bieten. So sieht es EMA – und erwartet für 2011 ein historisch gutes Geschäftsjahr für Open-Source-Anbieter.

10. Einschneidende Ereignisse: Google steht nach Ansicht von EMA in den Startlöchern für ein eigenes BI-Angebot – was die Analysten auf die Experimente des Konzerns mit Daten-Virtualisierung zurückführen. Für die BI-Landschaft könnte ein Einstieg Googles in den Markt ähnlich einschneidende Folgen haben wie Googles kostenlose Web Analytics.

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