Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


06.04.2011 idg/Oliver Weiss

Woran Business Intelligence scheitert

Unklare Anforderungen, schlechte Datenqualität, zu wenig Einbindung der betroffenen Anwender oder zu geringe Budgets sind nur einige der Ursachen, warum Projekte für die intelligente Auswertung von Unternehmensdaten in der Praxis erfolglos bleiben.

Finanzchefs von Unternehmen brauchen die bestmögliche Datenbasis für Analysen und Berichte. Darum ist es gerade aus Sicht der Finanzabteilung entscheidend, dass Projekte im Bereich Business Intelligence (BI) funktionieren. Allzu oft scheitern sie jedoch in der Praxis. Woran das liegt, hat der BI-Anbieter Information Builders analysiert und im Zuge der Analyse die zehn häufigsten Ursachen für BI-Fehlschläge identifiziert.

1. Unklare Anforderungen Um wirklich eine bessere Grundlage für Reporting und Analysen zu erhalten, müssten im Zusammenspiel von Fachabteilungen und IT die zentralen betrieblichen Kennziffern (Key Performance Indicator – KPI) für eine effiziente Unternehmenssteuerung festgelegt werden. In der Praxis geschieht nach Beobachtung von Information Builders genau das nicht. Häufig werde mit BI-Anwendungen lediglich nachgebildet, was zuvor mit Hilfe von Excel erledigt wurde. »Viele Unternehmen wundern sich dann, dass ihr Berichtswesen kaum besser ist als zuvor«, kommentieren die BI-Experten (organisatorisch setzen daher immer mehr große Organisationen auf so genannte Business Intelligence Compentence Center).

2. Falsche oder fehlende Daten Fehlerhafte, uneinheitliche oder nicht aktuelle Daten torpedieren jedes BI-Projekt. Gute Datenqualität ist immer essentiell. Wer hier Probleme bereits in Testläufen feststellt und nachjustieren kann, hat sogar relatives Glück. Denn oft zeigen sich Schwächen erst in der Praxis, wenn mit Daten gearbeitet wird, die sich schnell und häufig ändern.

3. Zu späte Einbindung der User Anwender wie die Finanzabteilung sollten darauf beharren, frühzeitig in die konkrete Projektplanung involviert zu werden. Das heißt: Bereits in der ersten Phase das BI-Produkt ausprobieren und Probleme benennen. In der Regel können die IT-Spezialisten sie reibungslos in ihrer Projektarbeit beheben (dies ist umso wichtiger, da trotz aller Weiterentwicklungen von BI-Frontends viele Endanwender letztendlich nicht mit der Arbeitsumgebung zufrieden sind).

4. Spät vorzeigbare Ergebnisse Unternehmen wollen zumeist alles auf einmal: alle denkbaren BI-Anforderungen in einem langfristigen Projekt. Eine Gefahrenquelle, meint Information Builders. Vor allem dann, wenn ein Projektteam erst einmal zwei Jahre lang unkontrolliert vor sich hin werkelt und dann Ergebnisse präsentiere. Erfolgsversprechender sei es, in einem Rhythmus von zwei bis drei Monaten fertige Module zu entwickeln und diese im Anschluss sofort auf ihre praktische Tauglichkeit zu testen.

5. Kein Change-Management Änderungen und Anpassungen der ursprünglichen Ziele sind in einem BI-Projekt nicht ungewöhnlich. Oft fehlt aber ein formales Change Management, das Entscheidungskompetenzen und Abläufe definiert. Die Folgen sind häufig unnötiger Zusatzaufwand und Zeitverzug.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: