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16.03.2011 Wolfgang Kobek*

Gastkommentar: Anwendergesteuerte BI mit Gadget-Feeling

Die Idee der Business Discovery befreit Unternehmen von den Fesseln komplexer und überdimensionierter Systeme, so Wolfgang Kobek, Geschäftsführer der DACH-Region von Qliktech.

Eine klare Sicht auf Zahlen und Fakten, verborgenes Potential aufspüren, neue Wege entdecken: Die Versprechungen von Business Intelligence (BI) klingen verlockend. In der Praxis sind brauchbare Ergebnisse allerdings oft eine Frage von Glück, wohlwollenden Analyse-Spezialisten oder guten Excel-Kenntnissen. In vielen Firmen ist die Tabellenkalkulation das Mittel der Wahl, wenn es um Datenanalyse geht. Diese ist jedoch für derartige Aufgaben gar nicht gedacht. Spätestens wenn die Datenmengen im Laufe der Zeit sehr groß werden, sind umfangreiche Analysen nicht mehr möglich oder funktionieren nur noch unter der Betrachtung einer einzelnen Variablen. Zudem entstehen durch die Weitergabe und Konsolidierung von Daten aus unterschiedlichen Abteilungen oft Brüche, die das Prinzip der "single source of truth" ad absurdum führen.

Um die herkömmlichen, hoch komplizierten BI-Systeme einsetzen zu können, muss häufig eine ganze Abteilung ausschließlich dieses Themenfeld bearbeiten. Nur dann kommen Abfrageergebnisse und Analysen in vertretbarer Zeit und aussagekräftiger Form auch bei den Fachabteilungen an. Tatsächlich dienen in vielen Unternehmen BI-Lösungen lediglich dazu, die Führungsebene mit einer fein selektierten Auswahl an relevanten Informationen zu versorgen.

Zudem sind es oft die IT-Abteilungen, die exklusiv mit Business Intelligence arbeiten und dies als Inhouse-Dienstleistung für das gesamte Unternehmen anbieten. Dadurch ist es nur schwer möglich, auf spontane Anfragen rasch zu antworten, da die IT-Abteilungen die Aufträge aller Mitarbeiter bearbeiten müssen. Wenn die Analysen nur von einigen wenigen Spezialisten im Unternehmen erstellt werden können, muss natürlich mit einer gewissen Bearbeitungszeit gerechnet werden. Schnelligkeit ist im Geschäftsleben jedoch essentiell. Und wenn Daten nicht kurzfristig zur Verfügung stehen, kann dies zum Problem werden. Hier geht viel Geschäftspotential verloren.

Um ihre Möglichkeiten voll auszuschöpfen, sind Unternehmen deshalb gut darin beraten, von etablierten B2C-Systemen zu lernen. Geräte wie iPad, iPhone und Co. haben gezeigt, wie einfach und intuitiv die Bearbeitung und Darstellung von Inhalten funktionieren kann. Dieser Schritt steht nun auch in Sachen Geschäftssoftware an. Erst wenn die Nutzung von BI in wirklich allen Abteilungen möglich ist, erfüllt sie ihren Sinn und Zweck als universelles Analysewerkzeug. Im besten Fall ist Business Intelligence so benutzerfreundlich und intuitiv wie Google und Co.

"Business Discovery“, sprich anwendergesteuerte BI, die dem User den kompletten Überblick über die Daten sowie die Erstellung eigener Applikationen ermöglicht, beschreibt ein umfassendes Konzept, mit dem die Lücke zwischen traditionellen BI-Lösungen und unabhängigen Anwendungen wie Excel geschlossen wird. So können sich Mitarbeiter aller Abteilungen mit wenigen Klicks eine BI-Anwendung erstellen, die zu ihrer individuellen Fragestellung passt. Die Ergebnisse dieser assoziativen Datensuche werden ähnlich wie bei einer Internet-Suchmaschine präsentiert. Eine klar verständliche Benutzeroberfläche zeigt zudem wichtige Zusammenhänge zwischen Daten.

Mobilität ist heute eine wesentliche Anforderung der Anwender. Daher sind anwenderfreundliche BI-Systeme inzwischen auf Smartphones oder auch Tablets wie beispielsweise dem iPad verfügbar. Damit liegen wichtige Daten, Analysen und Visualisierungen für alle Unternehmensebenen auch mobil vor. Wer heute in ein BI-System investiert, sollte diesem Punkt ein besonderes Augenmerk widmen.

* Wolfgang Kobek ist Geschäftsführer der DACH-Region von Qliktech.

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