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22.02.2011 pi

Murauer Brauerei realisiert begleitende Kostenrechnung mit QlikView

Die österreichische Brauerei Murau hat mit ihrer über 500-jährigen Geschichte eine lange Tradition in der Herstellung von Bier. Trotzdem scheut man sich in Murau nicht vor dem Einsatz moderner Software.

Bis ins 13. Jahrhundert reichen die Zeugnisse über die Brauereitätigkeit in Murau zurück. Das jährliche Brauvolumen liegt heute bei 300.000 Hektolitern. In der Abfüllanlage werden stündlich 30.000 Flaschen und bis zu 180 Fässer befüllt. Die Belieferung der Kunden aus dem Einzel- und Fachhandel (70 Prozent) sowie der Gastronomie (30 Prozent) erfolgt über ein Logistikzentrum. Zu den Produkten des steirischen Unternehmens zählen neben Märzen, Pils, Bock und anderen Biersorten auch Bierschnaps sowie Limonaden und Säfte. Aktuell beschäftigt die Genossenschaft 180 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 34,3 Mio. Euro.

TRADITION UND MODERNE TECHNIK Zum Erfolgsrezept der 1. Obermurtaler Brauereigenossenschaft gehören neben der langen Tradition, einem hohen Verantwortungsgefühl gegenüber der Umwelt sowie Service-, Liefer- und Produktqualität auf höchstem Niveau auch die ständige Innovation. Die neueste Erfindung: Ein Biermischgetränk aus Vollbier und Preiselbeerlimonade, das sich zum Bestseller entwickelt hat.

Innovativ ist die Brauerei nicht nur hinsichtlich ihrer "flüssigen Ware", sondern auch in Bezug auf die eingesetzte Technik. So hat das steirische Unternehmen frühzeitig erkannt, welches Wertschöpfungspotenzial in operativen Software-Systemen steckt. In diesem Zusammenhang entschied man sich für die Ablösung von L5000 durch die Java-gestützten ERP-Lösung M3 von Lawson. Gleichzeitig wollten die Murauer eine Analyse- und Reporting-Lösung einführen, um schnell und präzise Zugriff auf sämtliche unternehmensrelevanten Daten zu erhalten.

Insbesondere sollte eine begleitende Kostenrechnung realisiert werden, um der Geschäftsführung künftig schneller Informationen für Entscheidungen, etwa bezüglich Sortimentsgestaltung, Produktion, Vertrieb oder Marketing, bereitstellen zu können. "Wichtigstes Ziel war es, jederzeit und nicht erst am Jahresende einen Überblick über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu erhalten und damit schneller reagieren zu können, wenn sich Korrekturbedarf abzeichnet", so Elisabeth Knapp, EDV-Administratorin der Brauereigenossenschaft.

Auch der Vertrieb sollte über die neue Lösung Antworten erhalten – beispielsweise auf Fragen zum Absatz der einzelnen Produkte insgesamt oder nach Regionen. Eine weitere Anforderung bestand in der Mobilität der BI-Anwendung, um dem Außendienst die Möglichkeit zu geben, auf Basis tagesaktueller Daten agieren zu können.

FLEXIBILITÄT UND EFFIZIENZ "Zunächst hatten wir als BI Lösung Cognos im Visier", erzählt Knapp rückblickend. "Bei näherer Betrachtung erwies sich das System jedoch als zu starr und komplex." Stattdessen suchte die IT-Administratorin Rat bei der Terna GmbH, die bereits für die M3-Einführung verantwortlich zeichnete. Der Full-Service-Anbieter rund um die Themenbereiche ERP und Geschäftsprozessmanagement empfahl schließlich die Analyse- und Reporting-Lösung QlikView von QlikTech. "QlikView ist genau die Lösung, die wir brauchen: Effizient, einfach und trotzdem leistungsstark in der Anwendung und so flexibel, dass die Analysemöglichkeiten schier unbegrenzt sind", bestätigt Knapp.

Umgesetzt wurde das Gesamtprojekt über Terna: Dank der einfachen und schnellen Implementierbarkeit von QlikView und der Fachkompetenz der Terna-Mitarbeiter fiel für die Integration von QlikView und die Entwicklung der ersten Applikationen lediglich ein Dienstleistungsaufwand von sieben Wochen an. Auch die begleitende Kostenrechnung wurde in diesem Zeitraum realisiert.

VIELFÄLTIGE EINSATZBEREICHE Ein Volumen von rund 7,2 Millionen Datensätzen analysieren die Brauer aufgrund der speicherbasierten Architektur von QlikView in Sekundenschnelle nach beliebigen Fragestellungen. Die Mitarbeiter im Vertrieb können einfach per Knopfdruck erfahren, welche Biersorte sich zum Beispiel in Kärnten in den letzten sechs Monaten am Besten verkauft hat, wo in Österreich die größte Nachfrage nach Zitronenlimonade besteht oder ob die Vermarktungsoffensive in Niederösterreich für zusätzliche Kunden gesorgt hat. Der Außendienst kann unterwegs per Laptop sofort einen Überblick über die Vertragsgestaltung und das Abnahmeverhalten der Gastronomiekunden gewinnen.

Die Geschäftsführung hat jederzeit Zugriff auf aktuelle Zahlen zu Kosten, Umsätzen und Wirtschaftlichkeit. Auf einen Blick wird sichtbar, welche Produkte den meisten Gewinn erwirtschaften, wo im Unternehmen zu hohe Kosten anfallen oder wie sich das Geschäft in den letzten drei Monaten entwickelt hat.

Überzeugt hat auch die hohe Benutzerfreundlichkeit. Nach einer kurzen Schulung für die Anwender in den Fachabteilungen und für die Programmierer konnte sofort produktiv mit QlikView gearbeitet werden. "Unsere Kollegen entdecken immer mehr Möglichkeiten, QlikView anzuwenden", freut sich die IT-Administratorin. "Mittlerweile nutzt zum Beispiel auch die Verwaltung das System für einer schnelle Recherche von Kundenadressen."

Insgesamt 35 Mitarbeiter setzen QlikView aktuell für ihre tägliche Arbeit ein. Werden zusätzliche Applikationen benötigt, erstellt diese die IT-Abteilung eigenständig. Komplexere, zeitintensivere Anforderungen setzt Terna für die Brauerei um.

"Wir können das Informationspotenzial unserer Unternehmensdaten voll ausschöpfen und sind in der Lage, sehr viel schneller zu reagieren. Eine Fähigkeit, die uns auch in Zukunft einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung verschaffen wird", fasst Knapp zusammen. (pi/rnf)

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