Gastkommentar: BI-Projekte – Mehr Aufwand als Nutzen? Gastkommentar: BI-Projekte – Mehr Aufwand als Nutzen? - Computerwelt

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04.06.2012 Jürgen Mörth*

Gastkommentar: BI-Projekte – Mehr Aufwand als Nutzen?

"Eigentlich sollte Business Intelligence den Arbeitsalltag in Unternehmen erleichtern, doch das Gegenteil ist oftmals der Fall. Komplexe BI-Systeme bringen unterm Strich mehr Aufwand als Nutzen. Dabei sollten Analysen und Reports Spaß machen und spannende Erkenntnisse liefern", erklärt Jürgen Mörth, Director Sales Austria des BI-Anbieters QlikTech. Entsprechend rät der Experte Anwendern, sich bereits vor dem Erwerb darüber im Klaren zu sein, ob sich ein BI-Einsatz lohnt und welche Erwartungen gestellt werden.

© QlikTech

In vielen Firmen ist die Tabellenkalkulation das Mittel der Wahl, wenn es um Datenanalysen geht. Doch in Zeiten von Big Data sind hier schnell die Grenzen erreicht, weil umfangreiche Analysen nicht mehr möglich sind oder nur noch mit einer einzelnen Variablen funktionieren. Zudem entstehen durch die Weitergabe und Konsolidierung von Daten aus unterschiedlichen Abteilungen oft Brüche. Eine einzige Quelle der Wahrheit (single source of truth) lässt sich so nicht schaffen.

Doch um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, müssen Unternehmen schnell auf Veränderungen reagieren und ebenso rasch  Entscheidungen treffen können. Ohne ein Werkzeug, das diesen riesigen Datenschatz durchforstet, dauern Analysen Wochen oder Monate. Die Folge: Entscheidungen werden dann vermutlich zu spät getroffen. 

Viele Unternehmen greifen deshalb zu komplexen BI-Systemen. Analysen und Reports werden hierbei oftmals von den IT-Abteilungen erstellt, die exklusiv mit der BI-Lösung arbeiten und dies als Inhouse-Dienstleistung für das gesamte Unternehmen zur Verfügung stellen. Spontane Anfragen sind hier kaum möglich. Tatsächlich dienen in vielen Unternehmen BI-Lösungen lediglich dazu, die Führungsebene mit einer fein selektierten Auswahl an relevanten Informationen zu versorgen. Doch Schnelligkeit ist im Geschäftsleben essenziell. Wenn Daten nicht kurzfristig zur Verfügung stehen, kann dies zum Problem werden und sogar Geschäftspotenzial verloren gehen.

Kein Wunder also, dass traditionelle Konzepte mit Business Intelligence ihren Zenit erreichen. Unternehmen verlangen nach einfach zu bedienenden Lösungen, die auch dem Endanwender eine effiziente und gleichzeitig flexible Analyse von Geschäftsdaten ermöglichen. Unternehmen möchten ihre Geschäftsentscheidungen nicht länger auf Basis statischer Berichte oder improvisierter Excel-Tabellen treffen, die nur von wenigen Experten mit großem Aufwand erstellt werden können. Sie benötigen skalierbare BI-Werkzeuge, die sich binnen weniger Tage in die Geschäftsprozesse implementieren lassen. 

Einen Ausweg aus dem Analyse-Chaos sehen Analysten mit Business Discovery. Die Methode von Anbietern wie QlikTech verfolgen einen anwendergesteuerten Ansatz, im Gegensatz zu den komplexen BI-Systemen, die nur von Experten bedient werden können. Der Nutzer steht am Anfang des Analyseprozesses – nicht am Ende. Business Discovery ermöglicht den Fachabteilungen mit wenigen Klicks eigene Analysen und Reports zu erstellen. Die Handhabung der Software erfolgt dabei intuitiv und kann innerhalb kürzester Zeit, auch von nicht IT-affinen Nutzern erlernt werden. Der Anwender von heute legt Wert auf eine intuitive Datensuche, auf projekt- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, Mobilität sowie auf Apps statt statischen Reports. Ein weiterer Vorteil: Die IT-Abteilung hat die Kontrolle über das BI-System, wird aber trotzdem enorm entlastet. Die Software von QlikTech basiert seit 1993 auf der In-Memory-Technologie, die mit der assoziativen Suche verknüpft wird. Hier können Anwender wie bei einer Suchmaschine nach Informationen suchen. 

GEMEINSAM ENTSCHEIDEN

Unbestritten ist: Die Geschäftswelt von heute ist mobiler, internationaler und flexibler geworden. Entwicklungen wie Unified Communications (UC) ermöglichen Meetings über geographische Grenzen und Zeitzonen hinweg. Unternehmen muss ermöglicht werden, gemeinschaftlich und auf Basis relevanter Daten zusammenzuarbeiten, um so direkt einen besseren Überblick über Informationen zu erhalten und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Denn Entscheidungen werden heute nicht mehr isoliert im stillen Kämmerchen getroffen. Im Gegenteil: Vor allem der soziale Aspekt – die Interaktion mit anderen Personen – ist für Entscheidungen relevant. Der Motor dafür ist, neben der Notwendigkeit für Echtzeitdiskussionen, der Wunsch nach Dialog und Informationsaustausch. Business Intelligence-Anbieter müssen also die Art und Weise, wie Menschen in geschäftlichen Angelegenheiten entscheiden, in die Welt der BI übertragen. 

Der so genannte Social-Business-Discovery-Ansatz ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Arbeitsgruppen und Teams, um gemeinsam Daten zu analysieren. Unternehmen nutzen dadurch die kollektive Intelligenz einer Gruppe, einer Organisation oder einer Abteilung. So können sie schneller Entscheidungen treffen, unabhängig von Ort, Zeit oder Gerät. Zusätzlich erhöht sich die Transparenz der Prozesse, indem die gemeinschaftlichen Veränderungen – beispielsweise an einer Umsatzanalyse – gespeichert werden und dadurch auch später nachvollziehbar sind. IT-Manager profitieren davon, dass die Verwaltung vereinheitlicht wurde und so eine bessere Kontrolle und Übersicht möglich ist. 

Unternehmen, die auch über geographische Grenzen hinweg auf Basis gemeinschaftlicher Analysen und Reports Entscheidungen treffen müssen, sollten bei einer BI-Lösung auf alle Fälle auf eine Kollaborationsfunktion achten.

* Jürgen Mörth ist Director Sales Austria von QlikTech.

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