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13.10.2009 Ute Zimmermann*

Erkenntnisgewinne garantiert

Nolte Möbel sowie die Maschinenfabrik Bäumer nutzen QlikView als strategisches Management-Tool und haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Auf 160.000 Quadratmetern produzieren 850 Mitarbeiter jeden Tag 240 Tonnen Möbel. Das sind ca. 14.000 bis 17.000 Packstücke oder anders ausgedrückt: rund zwei Kilometer Schrankwand täglich, die verladen werden. Bei dem Unternehmen Nolte-Möbel aus dem deutschen Germersheim wird ausnahmslos individuell nach Kundenauftrag gefertigt, direkt in den LKW hinein. Ein Fertigmöbellager gibt es nicht. Über die gesamte Bandbreite der Produktpalette entstehen hier bis zu 95.000 Möbel-Varianten. Das Möbelprogramm Horizont beispielsweise gibt es unter anderem in Ahorn, Buche oder Kirschbaum, mit und ohne Spiegel, wahlweise mit Schiebe- Dreh- oder Falttür, mit und ohne Beleuchtung. Die anspruchsvollen Logistik-, Auftrags- und Produktionsprozesse können nur dann funktionieren, wenn sie ineinander verzahnt und optimal aufeinander abgestimmt sind. Was darüber hinaus noch benötigt wird, ist eine absolute Transparenz in den Daten, die Grundlage für unternehmerische und - wie in diesem Fall - auch für produktionstechnische Entscheidungen ist. Bei Nolte sorgt QlikView für den Durchblick, das Analyse- und Reportingtool des schwedischen Business Intelligence (BI) Anbieters QlikTech.

WELCHER KUNDE MACHT WIEVIEL UMSATZ? Um die sich täglich stellende logistische Herausforderung in der individuellen Möbelfertigung zu meistern, müssen große Datenbestände in kürzester Zeit schnell und zuverlässig ausgewertet werden. "Wir hatten früher Unmengen an Statistiken in Form endloser Excel-Listen, deren Aussagekraft sehr zu wünschen übrig ließ; aufschlussreich war meist nur eine Seite", denkt Nolte IT-Leiter Uwe Hohl an die Zeit vor QlikView zurück. Inzwischen sei das ganze Unternehmen auf das Analyse- und Reporting-Tool umgestellt: "Wir unterscheiden zwischen historischen und aktuellen Daten. Die historischen Daten sind unsere Statistiken, Fertigungs- und Vertriebskennzahlen, die aktuellen die Auftragseingangs-, Auftragsbestands- und Produktionsdaten". Im Vertrieb könnten sie heute sehr genau sagen, welcher Kunde mit welchen Modellen wie viel Umsatz macht, oder welche Modelle in welchen Ländern besonders gut laufen. Alle Daten werden grafisch dargestellt, mit so genannten Temperaturmessern, intern auch 'Fieberkurve' genannt.

Die Datentransparenz, von der Kundenbestellung bis zur Auslieferung, sei bei Nolte extrem hoch: "Diese Transparenz wird von unserem Analysetool unterstützt. Der Auftragseingang wird bis in die kleinste Zeiteinheit und bis zur letzten Schraube aufgesplittet; die Ergebnisse werden dann der Beschaffungs- und Fertigungslogistik zur Planung ihrer Prozesse zur Verfügung gestellt." Faszinierend sei für ihn, so Hohl, dass er sich anschauen könne, wie die Auftragseingänge die Fertigungssysteme belegen, welche Arbeitssysteme ausgelastet seien oder nicht: "Wir steuern unser gesamtes Kapazitätsmanagement über QlikView. Die Produktionsdaten geben mir halbstündlich Auskunft über den Stand der Dinge. 125.000 Werksaufträge pro Tag werden abgearbeitet, täglich werden Millionen von Datensätzen analysiert. QlikView sagt mir, welche Kommoden gerade produziert werden, zu wie viel Prozent die Tagesproduktion abgearbeitet ist, wie viele Colli für den LKW bereits fertig sind und wann dieser beladen werden kann. Die Transparenz, die wir heute in allen Bereichen haben, ist einzigartig."

QLIKVIEW BEIM SPEZIALMASCHINENBAUER Auch bei dem Spezialmaschinenbauer Albrecht Bäumer mit Sitz im nordrheinwestfälischen Freudenberg ist seit einiger Zeit QlikView im Einsatz. Die Kunden des Unternehmens kommen aus der Matratzen-, Möbel- und Verpackungsindustrie sowie aus den Bereichen Automobilzulieferer und Medizintechnik. Allein die Bandbreite der Klientel lässt schon Rückschlüsse auf die Vielfalt der verschiedenen zu bauenden Anlagen, Schneid-, Säge- oder Transportmaschinen zu, die natürlich alle konzipiert, entwickelt und für die Fertigung eingeplant werden müssen.

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