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23.10.2009 Ute Zimmermann*

BI mit spielerischer Leichtigkeit

Der Lernspiel- und Edutainment-Verlag Braingame Publishing setzt nach Excel nun auf QlikView als sein Management-Informations-Tool.

Spielend schlauer werden - das ist der Slogan des in Wiesbaden ansässigen und auf Lernspiele und Edutainment spezialisierten Unternehmens Braingame Publishing, die (gewaltfreie) Computerspiele und Lernsoftware konzipiert, produziert und verlegt. Die Software-Titel von Braingame haben bislang mehr als 30 nationale und internationale Auszeichnungen erhalten. Auf der Suche nach technologischer und gestalterischer Kompetenz waren die Lernspielerfinder auch, als es darum ging, ihre geschäftlichen Daten transparent aufzubereiten und auszuwerten. Auf dem Wunschzettel standen dabei Schnelligkeit, eine einfache Bedienung, die Analyse von Daten aus mehreren Quellen, eine ansprechende Darstellungsform und die mobile Verfügbarkeit.

"Auf den ersten Blick ist unser Portfolio nicht so groß", erklärt Markolf Heimann, Braingame Geschäftsführer. "Wenn man aber bedenkt, wie viele verschiedene Titel auf wie vielen verschiedenen Plattformen als Einzeltitel oder in Sammelboxen verfügbar sind, ist das nicht trivial. Pro Jahr liefern wir weltweit immerhin an die 500.000 Spiele aus. Da kommt ganz schön was zusammen." Er ergänzt: "Wir wissen zwar, dass wir mit 20 Mitarbeitern rund zehn Millionen Euro Umsatz machen, aber wie der sich genau zusammensetzte, darüber fehlte uns im Detail die Transparenz." Früher habe man alle Auswertungen manuell vornehmen müssen und sich dabei in den sehr langen Excel-Listen auch schon mal verloren. Genau das sei auch der Grund dafür gewesen, sich nach einem Business Intelligence(BI)-Tool umzuschauen.

"BI-SOFTWARE MUSS UM DIE ECKE DENKEN" Denn Braingame wollte endlich wissen, welches Produkt in welchem Land auf welcher Plattform am besten läuft, um die Aktivitäten entsprechend steuern zu können. Sie wollten auch wissen, wie viel Umsatz über welche Märkte erzielt wird und welchen Anteil der Online-Markt, beispielsweise Amazon, daran hat. Selbstverständlich wollten sie auch Klarheit darüber haben, wie viel Umsatz pro Produkt in welcher Zeitspanne generiert wird - runtergebrochen auf die einzelnen Stückzahlen, pro Land.

Mit Unterstützung von Goertz Consult hat man sich daher unter den BI-Anbietern umgesehen und sich für das Analyse- und Reportingtool QlikView des Anbieters Qliktech entschieden: "Die Entscheidung war eindeutig, und Goertz Consult hat auch unsere Lösung entwickelt. Es macht doch keinen Sinn, wenn man erst umständlich irgendwelche Cubes vordefinieren muß. Es war uns wichtig, dass wir auch während einer Abfrage flexibel bleiben und unsere Fragestellung frei variieren können. QlikView arbeitet logisch assoziativ, so wie das menschliche Gehirn. Genau wie wir um die Ecke denken, sollte unsere neue BI-Software das auch können." Außerdem, erläutert Heimann, wolle er nicht zum IT-Experten mutieren und auch seine eigene IT-Abteilung mit seinen Abfragen nicht ständig behelligen: "Die haben anderes zu tun. Und die Analyse mit QlikView ist wirklich einfach. Das kann jeder, der auch im Internet surfen kann."

ZUSAMMENHÄNGE ERKENNEN All seine Absatz- und Umsatzauswertungen könne er jetzt selbst durchführen, und zwar in jedweder Verknüpfung und in kürzester Zeit. Besonders wertvoll sei für ihn, so Heimann weiter, dass er im Sales Cycle zeitliche Zusammenhänge erkennen könne. Also zum Beispiel, wie sich die Abverkaufszahlen bestimmter Produkte nach einer Werbeaktion oder nach einer Preissenkung entwickeln und wo die kritischen Preispunkte liegen. "Und noch etwas macht QlikView für mich zu einem wirklichen Management-Tool, auf das ich nicht mehr verzichten möchte. Es werden nämlich nicht nur die eigenen Daten und Zahlen zum Anfassen greifbar, ich kann auch noch die Entwicklung meiner Abverkäufe mit den GfK-Zahlen vergleichen. Dadurch haben wir jedes Mal ein wichtiges Benchmark, denn wir können sofort sehen, wie unsere Abverkaufszahlen sich zu denen des Wettbewerbs verhalten." Ganz besonders freue ihn, so Heimann, dass die Software seit kurzem auch als iPhone-Applikation verfügbar sei: "Ich bin viel unterwegs, und mit unseren Geschäftspartnern fahren wir sehr viele 'Was wäre wenn'-Analysen. Da hilft das mobile QlikView natürlich sehr."

Ein zusätzliches Aufgabengebiet für das Analyse-Tool habe er auch schon definiert: "Die Entwicklung eines neuen Spiele- oder Lerntitels kostet unser Unternehmen zwischen 300.000 und 500.000 Euro. Die Entwicklungszeit beträgt dabei im Schnitt neun Monate." Mit allen Prüfungen, Codierungen und Programmierungen und inklusive Schreiben des Gamedesigns sowie aller Abstimmungen zwischen Grafik, Pädagogik und Didaktik und dem Vermarktungsvorlauf dauere es zwölf bis 15 Monate, ehe ein neues Produkt im Handel erhältlich sei. Heimann: "QlikView liefert mir jetzt schon wertvolle Management-Informationen, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Zukünftig wollen wir die Entwicklungskosten eines jeden Produktes in Relation zu den Abverkäufen stellen. Ich bin sicher, dass wir da noch ganz viel Potenzial für uns entdecken werden."

* Ute Zimmermann ist freie Fachautorin in Wiesbaden.

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