Saubere Daten für eine saubere Umwelt Detail - Computerwelt

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11.02.2010 Ute Zimmermann*

Saubere Daten für eine saubere Umwelt

Mit dem Analyse- und Reportingtool QlikView aus dem Hause Qliktech hat der Schweizer Energielieferant Energiedienst Holding AG Transparenz in seinen Daten geschaffen.

Umsicht, Kompetenz, Nachhaltigkeit, Transparenz und Umweltdenken - das sind nur einige Kernbegriffe aus den Umweltleitlinien der deutsch-schweizerischen Energiedienst Holding AG mit Sitz in Laufenburg/Schweiz. In den Unternehmenswerten ist zudem von Ehrlichkeit in der Kommunikation und von dem unbedingten Nutzen der Leistungen für die Kunden die Rede. Damit wird schnell klar, was das Unternehmen beabsichtigt: eine saubere und glasklare Positionierung an dem so hart umkämpften – und oftmals leider auch sehr undurchsichtigen – Energie- und Elektrizitätsmarkt. Dass der Energielieferant hier eine wohltuende Ausnahme ist, dafür sprechen nicht nur die Umweltverbundenheit und das hohe Verantwortungsbewusstsein, sondern auch die Transparenz, die das Unternehmen mit dem Analyse- und Reportingtool QlikView des Business Intelligence-Anbieters Qliktech in seinen Daten geschaffen hat. Eine Transparenz, die in erster Linie den Kunden des Hauses zu Gute kommt, denn denen fühlt man sich in höchstem Maße verpflichtet.

ALLMACHT DER REGULATOREN Gut 700 Mitarbeiter beschäftigen die Laufenburger an verschiedenen Standorten in Deutschland und der Schweiz. Wasserkraftwerke werden am Hochrhein und im Wallis betrieben. Betreut werden Gewerbekunden, Großkunden und rund 300.000 Privathaushalte, die fast alle zertifizierten Strom beziehen - in diesem Falle Strom, der rein aus Wasserkraft gewonnen wird. Damit ist die Energiedienst Holding, eine Tochter der EnBW, ein zu hundert Prozent ökologisch orientierter Netzenergieerzeuger, der sich den Herausforderungen der Branche ebenso stellen muss wie der Mitbewerb.

Da geht es um die viel zitierte Liberalisierung der Märkte, um sich ändernde Marktbedürfnisse und stets neue Produkte, die auf den Markt kommen. Und es geht um die Allmacht der Regulatoren, die die Hersteller oftmals vor große Herausforderungen stellen - beispielsweise, wenn es um die Preisgestaltung oder die Errechnung des Effizienzfaktors geht. Letzterer untersucht die Zusammensetzung einzelner Preisbestandteile. Dazu zählen die Ökosteuer, die Kosten für den Stromtransport, der prozentuale leitungsbedingte Energieverlust, der durch den Transport durch die Stromleitungen entsteht sowie durch die Transformation von Hoch- zu Niederspannung. Und da die Regulatoren zuweilen sehr willkürlich handeln und die Strompreise sich nicht zuletzt täglich ändern, brauchte man einen aktuellen, täglichen Blick auf diese überlebenswichtigen Daten.

TAGESAKTUELLE AUSWERTUNGEN Christian Bersier, Leiter Finanzen und Administration bei der Energiedienst Holding: "Der Energiesektor ist ein unglaublich schnelllebiger Markt, die Aufs und Abs erleben die Verbraucher tagtäglich selbst. Da für uns ein fairer und ehrlicher Umgang mit unseren Kunden oberstes Gebot ist, brauchen wir einen täglichen Blick auf alle Daten - und damit auf die Entwicklungen am Markt beziehungsweise in unserem eigenen Unternehmen." Ausgewertet werden alle Finanzkennzahlen: Erfolgsrechnungen, Geldflußrechnungen, Umsätze, Strompreisentwicklungen, Abnahmemengen, Segmentberichte etc. Die Zielsetzung sei dabei von Anfang an eindeutig definiert gewesen: man wollte Klarheit, Schnelligkeit und Transparenz. Und man wollte die Auswertungen selber durchführen können und nicht tagelang darauf warten müssen, bis Ergebnisse aus der IT-Abteilung kamen, die zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung bereits schon wieder veraltet waren.

WERTHALTIGE ERGEBNISSE "Unsere Daten muss man sich in einem Dreier-Layer vorstellen", so Bersier. "Die unterste Ebene bilden Subsysteme der Fachbereiche wie z.B. das Handelssystem. Darüber liegt das Rechnungswesen-Transaktionssystem SAP, das die Daten von Massentransaktionen erfasst, und darauf setzt dann QlikView auf. Das ermöglicht uns eine dynamische, schnelle und flexible Sicht auf alle Daten." Eingelesen in QlikView werden die Daten aus den unterschiedlichsten Systemen: Aus SAP FI, SAP VO, aus einem Anlagemodul, aus ISU, der Industry Solution Utility und aus dem Handelssystem Energie ET-3000. "Die Ergebnisse liegen jeweils in kürzester Zeit vor", so Bersier, für den die Umstellung auf QlikView im Jahre 2007 nach vier Jahren Arbeit mit dem SAP BI-System so eine Art "positiver Kulturschock" war: "Unsere vorherige BI-Lösung haben wir nach vier Jahren entnervt entsorgt. Das war alles viel zu langsam, zu sperrig und zu kompliziert. Heute brauchen wir nicht erst umständlich irgendwelche Cubes anzulegen und Daten vorzudefinieren. Wir können mit QlikView äußerst effizient arbeiten und haben alle Infos, die wir benötigen in Sekunden oder Minuten zur Hand." Auch die Darstellung der Daten sei sehr übersichtlich, betont Bersier, und freut sich über die verschiedenen Konsolidierungs- und Subkonsolidierungsmöglichkeiten: "Ich kann mir die konsolidierten Daten unserer ca. 25 Tochtergesellschaften anzeigen lassen, aber ebenso gut kann ich sagen: Zeige mir nur die Daten der Gesellschaften 7, 11 und 15, nur 3. bis 13. Juni, nur den Vertrieb, und bitte nur unser Produkt NaturEnergie Silber. Und das alles in unglaublich kurzer Zeit."

ANDAUERNDES AHA-ERLEBNIS Was sich im Gegensatz zu dem Altsystem noch geändert habe, sei neben der Schnelligkeit auch die Detailtiefe der Daten: "Das ist für unser Unternehmen eine ganz wesentliche Qualitätssteigerung. Wir haben sehr viel schneller Klarheit über unsere eigenen Zahlen und können Entwicklungen deutlich früher erkennen. Wir können viel schneller reagieren und wenn es sein muss, gegensteuern. Und wir sind in der Lage, etwaige Fehler bereits in der Entstehungsphase zu erfassen und entsprechend einzugreifen. Die Arbeit mit QlikView ist wirklich wie ein andauerndes Aha-Erlebnis."

Das BI-Tool des schwedischen Anbieters sei aus seinem Leben, so Bersier, nicht mehr wegzudenken: "Versuchen Sie mal, mir den PC wegzunehmen - genau so wäre das mit QlikView. Dabei bringen einen die Analyseergebnisse auf immer neue Ideen für weitere Auswertungen. So können wir heute Analysen fahren, die früher undenkbar gewesen wären: Prognosen, Simulationen und Was-wäre-wenn-Szenarien sind keine Grenzen gesetzt." Wichtig ist Bersier noch die Feststellung, dass alle Analysen zusätzlich zum Tagesgeschäft gefahren werden. Der Vorteil dabei: QlikView wurde in die bestehenden Ressourcen integriert, die Auswertungen können jederzeit flexibel angepasst werden. Denn: "Der Analyse-Prozess ist niemals abgeschlossen, er entwickelt sich stets weiter."

* Ute Zimmermann ist freie Fachautorin in Wiesbaden.

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