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26.07.2010 Martin Bayer *

Competence Center für eine effizientere BI-Strategie

Business-Intelligence-Projekte in Unternehmen lassen oft einen strategischen Ansatz vermissen. Die Analysten der Experton Group empfehlen Anwendern, ihre Business-Intelligence-Strategie mit Hilfe eines Competence Centers effizienter auszurichten.

In vielen Unternehmen habe Business Intelligence (BI) in der Vergangenheit nur in wenigen Fällen strategische und integrative Ansätze erkennen lassen, kritisieren die Analysten der Experton Group. Allerdings hätten die Verantwortlichen dieses Problem mittlerweile erkannt und würden gegensteuern. Ein Mittel, die eigene BI-Strategie auf mehr Effizienz zu trimmen, ist aus Sicht der Experten die Einrichtung eines Business-Intelligence-Competence-Centers (BICC). Insbesondere Großunternehmen hätten sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt, und auch mittelständische Unternehmen würden sich entsprechenden Organisationsformen mittlerweile annähern, lautet das Fazit der Experton Group.

Neben dem klassischen BICC, das firmenintern aufgestellt und betrieben wird, kommen zum Teil auch andere Organisationsformen wie virtuelle oder externe BICC zum Einsatz. Das Einrichten eines BICC bedarf den Analysten zufolge grundsätzlich einer sorgfältigen Planung.

Das muss ein Business Intelligence Competence Center leisten Aus Sicht der Experton Group sollten dabei folgende Aspekte berücksichtigt werden: - Die wichtigste Aufgabe eines BICC: Die BI-Strategie des Unternehmens umsetzen.

- Für den Aufbau eines BICC selbst gelten folgende Schritte: eine Arbeitsgruppe bilden, die Stellen beschreiben und die entsprechenden Mitarbeiter berufen, Ist-Analyse, Ziele auf fachlicher, organisatorischer, technologischer und Architektur-/Infrastrukturebene definieren, Konzept und Roadmap entwickeln.

- Ein BICC kann unterschiedliche Ausprägungen und Organisationsformen haben. Folgende Kernfunktionen müssen zwingend besetzt sein: Leiter/Verantwortlicher, Vertreter Fachseite, BI-Architekt. Weitere Funktionen können sein: Modellierer, Anwendungsentwickler, Projektleiter, Datenverantwortlicher, Trainer, internes Marketing.

- Das BICC ist ein Tool für die BI-Governance des gesamten Unternehmens. Klar geregelte Verantwortlichkeiten sollen für eine hohe Datenqualität, die Standardisierung und Integration der BI-Werkzeuge sowie eine effiziente Nutzung der Ressourcen sorgen. Ein BICC kann somit zu einer besseren Informationsversorgung und höheren Akzeptanz der auf Fachseite oft ungeliebten BI-Anwendungen beitragen.

- Das Einrichten eines BICC ist eine abteilungsübergreifende und integrative Maßnahme. Alle Fachbereiche und BI-Verantwortliche an einen Tisch zu bekommen, ist dabei sicherlich die größte Herausforderung. Gegebenenfalls müssen Datenfriedhöfe und weitere ruhende Projekte angefasst werden. Davor scheuen jedoch manche Bereiche zurück. Die Aufgabe erfordert eine Neu- und Umorganisation vorhandener BI-Strukturen. Veränderungen sind allerdings vielfach nicht gewünscht, Widerstände müssen mit viel Fingerspitzengefühl überwunden werden.

* Martin Bayer ist Redakteur der Computerwoche.

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