Gastkommentar: Kontextanalyse – Aufschlussreiche Einblicke in die Welt der IT-Anwender Gastkommentar: Kontextanalyse – Aufschlussreiche Einblicke in die Welt der IT-Anwender - Computerwelt

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16.01.2014 Isabella Krottenberger*

Gastkommentar: Kontextanalyse – Aufschlussreiche Einblicke in die Welt der IT-Anwender

Die Akzeptanz und der Erfolg einer IT-Anwendung hängen davon ab, wie gut sie die Bedürfnisse der Benutzer erfüllt. Die Kontextanalyse leistet einen entscheidenden Beitrag zur Erfassung dieser Bedürfnisse und ermöglicht wertvolle Einblicke in die alltägliche Nutzung einer Anwendung.

Isabella Krottenberger, Experience Analyst bei USECON

Isabella Krottenberger, Experience Analyst bei USECON

© USECON

In welcher Situation befindet sich der Benutzer bei der Anwendung? Nutzt er sie privat, unterwegs, beruflich?  Welche Aufgaben werden damit erledigt? Werden sicherheitskritische Handlungen ausgeführt? Werden andere Anwendungen in Kombination verwendet? Geschieht die Nutzung unter Zeitdruck? All diese Fragen finden im Rahmen einer Kontextanalyse Beachtung und rücken die spezifische Situation des Benutzers in den Mittelpunkt des Interesses.

Im Rahmen einer Kontextanalyse wird der Benutzer bei der Erledigung typischer Aufgaben mit dem jeweiligen System in seiner natürlichen Umgebung beobachtet. Dies kann sowohl ein Softwareanwender im Büro, als auch ein Sportler bei der Nutzung einer Trainings-App sein. Die Beobachtung im natürlichen Kontext eignet sich dabei nicht nur um ein Gesamtbild von der Anwendungssituation zu bekommen, sondern auch um Hürden und Probleme in meist unbewusst ablaufenden Routineprozessen zu erkennen. Der Analyst reagiert dabei flexibel auf die jeweilige Gegebenheit und stellt gezielt Fragen, um die ablaufenden Prozesse im Detail zu verstehen. Die Kontextanalyse stellt somit eine Mischung aus Beobachtung und geleitetem Interview dar. Das Ergebnis ist die möglichst detailgetreue Abbildung tatsächlich ablaufender Anwendungsprozesse unter Berücksichtigung des Anwendungskontexts. Stellt sich beispielsweise heraus, dass eine IT-Anwendung nur mit einer Hand bedient werden kann oder eine Schnittstelle zu weiteren Anwendungen darstellt, muss dies im Design entsprechend berücksichtigt werden.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen können Optimierungs- und Innovationspotenziale zur Verbesserung einer Anwendung abgeleitet werden. Die Methode hilft, den Anwendungskontext zu verstehen und ein System optimal auf die Bedürfnisse des Benutzers auszurichten. Somit bilden Kontextanalysen eine wichtige Ausgangsbasis beim Design neuer Anwendungen oder bei der Optimierung bestehender Systeme.

* Isabella Krottenberger ist Experience Analyst bei USECON und verantwortlich für Customer & User Research und somit für die Planung und Umsetzung zahlreicher quantitativer und qualitativer User Experience Studien.

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