Microsoft Beta-Release: 13 interessante Funktionen von Windows 8 Detail - Computerwelt

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28.02.2012 John Brandon, Thomas Pelkmann*

Microsoft Beta-Release: 13 interessante Funktionen von Windows 8

Das neue Windows 8 ist seit Februar in der Betaphase und soll im Herbst 2012 in die Läden kommen. 13 neue Funktionen im Überblick.

Das spektakulärste neue Feature von Windows 8 ist das Metro Interface. Es wurde speziell für Touchscreen-Computer und Tablets entwickelt und arbeitet gerne mit interaktiven HTML5- und CSS3-Anwendungen. Mit Metro kann man Menüpunkte einfach ins Bild ziehen oder Bildschirminhalte leicht weiter verarbeiten.

Analysten zweifeln dennoch, ob auch Geschäftsanwender vom neuen Metro profitieren werden. Charles King etwa, Analyst bei Pund-IT, fragt sich, ob das neue Interface nicht nur eine neue Schicht Farbe auf dem alten Windows sei. "Metro ist nur ein weiteres Interface. Die Mitarbeiter müssen lernen, wie es funktioniert, und sich dann dran gewöhnen." Genau das aber werde leicht eher nervige Belästigung empfunden, so dass sich die Produktivität durch das neue Interface am Ende eher nicht erhöhen wird.

Aber es gibt andere Funktionen von Windows 8, deren Nutzen von niemandem ernsthaft bestritten wird. John Brandon von Computerworld.com hat sich die Prerelease von Windows 8 angeschaut und 13 weniger bekannte Funktionen entdeckt, die es wert sind, kennen zu lernen.

1. Schnelleres Booten Bei seinen Tests mit der Preview von Windows 8 startete Brandons Rechner in rekordverdächtigen sechs Sekunden, eine Marke für die Ewigkeit, wie der Computerworld-Journalist schreibt. Windows 7 auf derselben Konsole habe 90 Sekunden benötigt, ein Wert, der Windows-Anwendern schon eher bekannt vorkommen wird.

Es mag sein, so Brandon, dass das an der schlanken Preview liegt, der noch viele Kleinigkeiten zum vollständigen Betriebssystem fehlen. Aber immerhin passt die Messung zum Versprechen von Microsoft, ein wesentlich schneller startendes Betriebssystem zu produzieren. Gut für alle mobil tätigen Menschen, die ihren Rechner schnell mal runter- und ebenso rasch wieder hochfahren möchten.

Das Urteil von John Brandon: Wenn das Tempo der Vorversion auch auf das Booten der endgültigen Fassung übertragen wird, dann ist das schon ein Gewinn für Jedermann.

2. Reset und Refresh ie letzten Releases von Windows ermöglichten es, Windows "from the scratch" neu aufzusetzen und so zu der ursprünglichen Installation zurückzukehren. Allerdings war das komplizierter als nötig. Windows 8 bietet nun einen unkomplizierten Schritt-für-Schritt-Assistenten für den Reset. Der setzt alles auf die ursprünglichen Einstellungen zurück, was aber vom Verlust aller Daten und Anwendungen begleitet wird.

Ein ebenfalls möglicher "Refresh" erhält Daten und Anwendungen, setzt aber alle Einstellungen des Benutzers auf Default-Werte zurück. So soll der Rechner schneller und zuverlässiger arbeiten, nachdem er über einen längeren Zeitraum mit Apps und Daten zugemüllt und damit in die Knie gezwungen wurde. Privatanwender werden beide Funktionen nutzen können; für die Mitarbeiter in einem Unternehmen kann die IT über Policies regeln, dass zwar ein Refresh möglich ist, nicht aber ein Reset. Der bleibt den IT-Mitarbeitern mit Administratorenrechten vorbehalten.

Das Urteil: Diese einfach zu bedienenden Funktionen werden beim Troubleshooting helfen und sind ein Segen für Anwender und IT-Abteilungen.

3. Windows to Go Je mobiler wir arbeiten, desto eher verlassen wir logischerweise unseren Arbeitsplatzrechner. Wäre doch toll, wenn man an fast jedem x-beliebigen Rechner weiterarbeiten könnte, als wäre es der eigene. Prinzipiell geht das über die Cloud, aber noch zögern viele Unternehmen aus Sorge um die Integrität ihrer Daten. Und bei lokal installierten Anwendungen kann die Cloud gar nichts machen.

"Windows to Go" soll beim mobilen Arbeiten helfen. Die Idee dahinter ist es, alle Einstellungen, Anwendungen und Daten eines Windows 8-Rechners auf einen portablen USB-Stick zu übertragen. Diesen Stick kann man dann in einen beliebigen anderen Rechner stöpseln und dort Windows 8 ebenfalls starten. Unterm Strich heißt das: Ich kann an jedem beliebigen Rechner so arbeiten, als wäre es meiner.

Aber nicht nur für Anwender ist dieses Feature interessant, auch die IT-Abteilung hat was davon: Künftige Migrationen und das Einrichten neuer Rechner sind sehr viel einfacher, weil es über Windows to Go leicht ist, gewohnte Anwendungsumgebungen wiederherzustellen. Aber auch für Mitarbeiter ohne mobile Aufgaben kann Windows to Go ein echter Segen sein, etwa für solche, die keinen festen Arbeitsplatz haben, sondern sich Schreibtisch und Rechner mit mehreren Kollegen teilen.

Das Urteil: Mobile Mitarbeiter - und die IT-Abteilung, die ihn unterstützt - werden Windows to Go sehr bequem finden.

4. Der Windows Store Mit Windows 8 wird es auch einen Windows Store geben, der dem App Store für iPad und Mac OS X ähnelt. Es soll dort ähnlich einfach sein, Produkte zu finden, zu kaufen und einzurichten. Das App-Store-Modell ist für Microsoft nicht ganz neu: Schon der Windows Phone-Marktplatz bietet mobile Anwendungen für Windows Phone 8 an.

In der Entwicklerversion von Windows 8 gibt es den Shop noch nicht. Microsoft plant den Launch für diesen Februar, wenn auch die Betaversion von Windows 8 erscheint. Einige Details des Shopsystems sind aber bereits jetzt bekannt: Wie beim Windows Phone Shop müssen auch die Anwendungen aus dem Windows Shop von Microsoft zertifiziert sein, um im Shop auftauchen zu können. Die Produkte des Shops werden voraussichtlich über nutzerbasierte Lizenzen verkauft werden, nicht über Volumen- oder Firmenlizenzen. Ein lizenzierter Benutzer wird dann aber in der Lage sein, eine App auf mehreren Rechnern zu installieren.

Der Erfolg des Microsoft Shops hängt an Entwicklern und Unternehmen. Die Entwickler müssen die teils restriktiven Bestimmungen von Microsoft akzeptieren, wenn sie Apps in den Store laden wollen. Und die Unternehmen müssen ihren Mitarbeitern erlauben, Apps herunterzuladen und zu installieren. Dafür wird es Policies über die Benutzung des Stores geben müssen.

Das Urteil: Der Microsoft App Store mit kostenlosen Demoversionen und nutzerbasierten Lizenzen ist gut für Konsumenten. Unternehmen sollten und werden eher vorsichtig damit umgehen. Auf jeden Fall bedarf es klarer Regeln für die Mitarbeiter mit Zugang zum Store.

5. Das Ribbon Interface Die Einf

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