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10.10.2011 Daniel Liebhart*

Gastkommentar: Urban Working mit Metro Style

Mit Metro hat Microsoft die Benützerschnittstelle des Betriebssystems Windows vollständig neu gestaltet und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Urbanität vollzogen. Wir werden in naher Zukunft anders arbeiten.

Vor Kurzen hat Steven Sinofsky, der Präsident der Windows-Division von Microsoft an der Entwicklerkonferenz Build in Kalifornien das neue Betriebssystem mit den Satz "Wir haben Windows neu erfunden" vorgestellt. Und tatsächlich – das Betriebssystem ist gegenüber der Version 7 vollständig überarbeitet worden. Neben einer Vielzahl von Änderungen und Erweiterungen gegenüber der Vorgängerversion – es sollen mehr als 1700 sein – sticht vor allem eine Neuheit heraus – das User Interface.

Metro Style wird das neue User Interface genannt. Es kann vollständig mit den Fingern bedient werden und ist auf den ersten Blick ein GUI für Tablets und Smartphones. Bei genaurem Hinsehen entpuppt sich die scheinbar einfache Oberfläche als mächtiges und flexibles Instrument, welches nicht nur eine universelle Bedienung auf allen Arten von Geräten erlaubt, sondern auch eine Reihe von überaus innovativen Grundmechanismen bereitstellt, die über das Marktübliche weit hinausgehen. So sind beispielsweise nicht nur alle Programme, die unter Windows 7 laufen auch unter Windows 8 lauffähig – nein, mit wenigen Änderungen können zusätzlich die neuen Features (Appstore, Virtualisierung, Kommunikation mit anderen Anwendungen und viele andere mehr) genutzt werden.

Urban Working hat Microsoft Office Labs bereits vor Jahren im Video "Microsoft Office Labs Vision 2019" wunderbar illustriert. Der wesentliche Punkt ist die Tatsache, dass unsere Anwendungen und unsere Daten uns begleiten werden und nicht die Geräte. In diesem Zusammenhang kann auch vom Verschwinden des Computers als sichtbares Gerät gesprochen werden. Windows 8 und das Metro Style GUI zeigt heute bereits auf, wie über verschiedenste Geräte hinweg mit ein und derselben Anwendung auf dieselben Daten unabhängig vom Ort zugegriffen werden kann. BYOD (Bring your own device) ist mit Windows 8 kein Thema mehr. Bereits heute können bestehende Desktop Geräte oder Laptops mit dem Windows 8 Metro Style User Interface für den Alltag im Geschäft eingesetzt werden. Dieselben Anwendungen, die wir in der Firma nutzen, können von zuhause oder von unterwegs von Tablet PCs oder Smartphones aus bedient werden. Unsere Daten sind sicher und gut kontrollierbar in der Cloud gespeichert und universell verfügbar. Die Geräte werden wir noch nicht zum verschwinden bringen, aber doch die leidige Grenze zwischen Arbeitsplatz und Leben. Freuen wir uns darauf.

* Daniel Liebhart ist Dozent für Informatik an der Hochschule für Technik in Zürich und Solution Manager der Trivadis AG. Er ist Autor des Buches „SOA goes real“ (Hanser Verlag) und Coautor verschiedener Fachbücher.

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