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13.07.2011 Alex Wolschann

Breites Partnernetzwerk für Office 365

Microsofts Office 365 ist nun in Österreich und 39 Ländern weltweit verfügbar. Das Cloud-Angebot richtet sich an Unternehmen jeder Größe und Branche. Bereits zum Start gibt es einige Angebote heimischer IT-Partner, die auf den Zuspruch der KMU setzen.

Das Paket für Kleinunternehmen und Selbstständige unter anderem mit den funktional eingeschränkten Office Web Apps und dem Mail-Server Exchange Online kostet monatlich 5,25 Euro pro Nutzer. In der teuersten Zusammensetzung gibt es Office 365 für Unternehmen inklusive lokaler Installation von Office 2010 Professional und Integration von Lync mit der lokalen Telefonanlage für 22,75 Euro pro Nutzer im Monat. Bei Lync handelt es sich um ein Kommunikationswerkzeug, das Telefonanrufe, Instant Messaging und Web-Videokonferenzen ermöglicht. Mit Office 365 sind auf der Seite des Anwenders nur noch einfache Computer mit Internetzugang notwendig – die Programme laufen auf den Servern von Microsoft.

Google verlangt für die Business-Variante seines Dienstes Google Apps vier Euro im Monat beziehungsweise 40 Euro im Jahr. Für Privatnutzer sind die Programme kostenlos. Der Suchmaschinen-Riese hat nach eigenen Angaben mehr als drei Millionen Unternehmen für sein Angebot Google Apps gewinnen können. Der Konzern sah sich auch genötigt, den Start des Konkurrenz-Dienstes mit einem Blogeintrag zur Kenntnis zu nehmen. Unter dem Titel »365 Gründe, Google Apps in Betracht zu ziehen« ließ Google-Produktmanager Shan Sinha kein gutes Haar am neuen Microsoft-Produkt: »Office 365 ist für Microsoft entwickelt worden, Apps für mehr Auswahl«, schrieb Sinha unter anderem. Zum Beispiel seien die Google-Programme besser auf das gemeinsame Arbeiten ausgerichtet. Auch das simplere Preismodell erklärte er zu einem Vorteil. Google gibt die Nutzerzahl der kostenpflichtigen Apps mit 40 Millionen an.

HEIMISCHE ANBIETER AUF OFFICE 365 VORBEREITET Dennoch haben sich weltweit mehr als 200.000 Unternehmen und Organisationen für den Beta-Test angemeldet. Auch in Österreich war die Nachfrage groß. »Schon in der Beta-Testphase haben tausende Betriebe Office 365 ausprobiert, darunter mehr als 70 Prozent Klein- und Mittelbetriebe. Mit der finalen Verfügbarkeit von Office 365 und neuen Angeboten wie zum Beispiel von UPC Austria erwarten wir, dass tausende österreichische Unternehmen in die Cloud aufbrechen werden«, erklärt Petra Jenner, Geschäftsführerin von Microsoft Österreich. UPC bietet Unternehmen Office 365 zusammen mit Telefonie- und Breitbandservices in verschiedenen Größen an. »Mit Fiber Powered Office 365 bieten wir speziell KMU Kunden eine Cloud-Lösung, die einerseits hilft effizienter zu arbeiten und Geld zu sparen und andererseits die Verfügbarkeit und Sicherheit erhöht,« erklärt Peter Ronge, Vice President B2B bei UPC.

Microsoft hat für Office 365 ein umfassendes Partnersystem etabliert, zu dem beispielsweise Anbieter von Telekommunikations- und Hosting-Diensten gehören. Als einer der ersten heimischen IT-Dienstleister setzte Mii bereits vor dem Marktstart auf das neue Microsoft Office 365. »Die Nachfrage nach individuellen Lösungen ist in den letzten Monaten massiv gestiegen. MIGroup hat bereits eine Reihe von Unternehmen erfolgreich in die Cloud begleitet«, erklärt Marcus Izmir, CEO der MIGroup. Izmir zufolge würde besonders der heimische Mittelstand wieder verstärkt in neue Technologien investieren.

Zusätzlich zum Office-365-Angebot von Microsoft gibt es ergänzende Lösungen und Dienste von etwa 16.000 Cloud-Partnern. Zu finden sind diese im neuen Office 365 Marketplace. Zur Eröffnung kann aus 40 Anwendungen und mehr als 400 Services gewählt werden. Über Office 365 Marketplace sollen Anwender passende Lösungen finden, um ihre Cloud-Services individuell zu erweitern.

SKYPE UND WINDOWS PHONE Sobald Microsoft die Übernahme des VoIP-Dienstleisters Skype abgeschlossen hat, soll Office 365 um entsprechende Funktionen erweitert werden. Lync-Nutzer sollen mit jenen von Skype verbunden werden. Mit der Einbindung der Skype-Plattform ins hauseigene Cloud-Office kann Microsoft eine Voice- und Videoplattform für Unternehmensanwender zur Verfügung stellen, die Google durchaus in Bedrängnis bringen könnte.

Auch das schwächelnde Windows Phone7, das sich bis dato nicht gegen die Android- und iOS-Konkurrenz durchsetzen konnte, könnte durch Office 365 gestärkt werden. Sowohl die Anbindung an Exchange oder Sharepoint als auch das integrierte Office Mobile können Unternehmensanwendern durchaus Vorteile bieten.

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