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29.05.2011 Christian Vilsbeck*

Windows 8 Milestone im Überblick

Microsoft bringt noch 2012 den Nachfolger seines Betriebssystems Windows 7. Inzwischen sind Vorabversionen von Windows 8 in Umlauf geraten. Funktionen wie Ribbon Bar, Pattern-Login, Touch-Optimierung und Portable Workspace zeigen die künftige Richtung auf.

Immer wieder tauchen neue Gerüchte und Screenshots von Microsofts künftigen Windows 8 auf. Überprüfen lassen sich die Angaben nur schwer, denn es gibt noch keine von Microsoft freigegebene Alpha- und Beta-Versionen des Nachfolgers von Windows 7. Doch wie so oft finden frühe Versionen den Weg aus Microsofts Entwicklungsabteilung nach draußen. So kursiert Windows 8 seit kurzem in den Versionen Milestone 2 Build 7955 und Milestone 3 Build 7959 auf diversen Servern - die nicht zu Microsoft gehören.

Die erste offizielle Beta-Version von Windows 8 wird eventuell bereits zur Worldwide Partner Conference Mitte Juli 2011 oder zur PDC erwartet, die vorrausichtlich im September 2011 stattfindet. Die Milestones sind somit nur als Anhaltspunkt zu werten, wohin die Reise mit Windows 8 geht. Ob die im Build 7955 und 7959 enthaltenen Features es in das finale Produkt schaffen, ist nicht sicher. Allerdings sind viele Funktionen schon im Milestone 1 Build 7850 vom September 2010 enthalten. Somit könnten die meisten neuen Features mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im finalen Produkt vorhanden sein.

Aufsehen erregte Microsoft mit Windows 8 bereits abseits aller neuer Features und Funktionen: Neben x86-Prozessoren unterstützt das Betriebssystem auch ARM-Architekturen. Der Schritt macht Sinn, denn Microsoft will mit Windows 8 in den von ARM-CPUs dominierten Markt der Tablets endlich erfolgreich werden.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die neuen Funktionen und Features der Milestone-Versionen von Windows 8 Milestone.

IMMERSIVE INTERFACE - OPTIMIERT FÜR TABLETS Die grundlegende Optik von Windows 8 Build 7955 orientiert sich stark an Windows 7. Allerdings gibt es alternative Bedienelemente für den Einsatz auf Touchscreen-Geräten wie Tablet-PCs. Dieses Immersive User Interface ist an die Bedienung von Windows Phone 7 mit seinem Metro-Design angelehnt.

Mit dem Immersive UI reagiert Microsoft auf die Kritik der eingeschränkten Touch-Bedienerfreundlichkeit von Windows 7. Zusammen mit der Unterstützung von ARM-Prozessoren, die bei Tablets sehr verbreitet sind, macht die Integration von Immersive UI auch im finalen Windows 8 Sinn.

Im Build 7955 sind bereits einige Elemente für die Touch-Bedienung integriert. Hierzu zählt schon beim Login der Touch Access. Bei diesem Pattern Logon wird per Finger - oder Mausklick - auf einem aus 16 Pattern bestehenden Quadrat das entsprechend festgelegte Muster gewählt. Der Touch Access wird bei den Account Settings aktiviert.

Ein weiteres Element ist Metro-Design und optimiert für die Touch-Bedienung ist die Systemsteuerung systemsettings.exe. Hier gibt es einen einfachen Zugriff auf die Funktionen General, Time Zone, Ease of Access, Search, Connections und Devices. Die einzelnen Punkte sind dabei mit großen Ein-/Aus-Schiebereglern hinterlegt, um möglichst schnell mit dem Finger Funktionen zu steuern.

Ebenfalls in das alternative "Immersive User Interface" fällt der Immersive Browser. In der Build 7955 läuft der Immersive Internet Explorer in einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten. Das Design ist an den Internet Explorer bei Windows Phone 7 angelehnt. Neben Vor- und Zurück-Schaltflächen befinden sich in einem unten angeordneten Bedienfeld die Adresszeile sowie der Favoritenknopf. Der Verlauf der besuchten Seiten wird anhand einfacher Quadrate dargestellt, inklusive Website-Titel und der dominierenden Farbe.

EXPLORER MIT RIBBON-OBERFLÄCHE UND ISO-MOUNTING Das bei Microsofts Office Suite 2007 eingeführte Benutzer-Interface "Ribbon" hält bei Windows 8 auch im Explorer Einzug. Die Funktionen stehen nun über das kontextsensitive "Ribbon" zur Verfügung. Register und aufklappbare Dialoge sollen beim Explorer für mehr Ordnung sorgen.

Das Ribbon erspart den Weg über das Menü. Eine gewünschte Funktion ist schnell gefunden und angewandt - allerdings ist eine Umgewöhnungsphase notwendig. Die kontextsensitiven Ribbons des Explorers ändern sich je nach gerade ausgewähltem Objekt. Beim Klick mit der Maus auf eine Bilddatei erscheint beispielsweise in der Ribbon-Oberfläche der zusätzliche Reiter Picture Tools. Je nach Objekt blendet der Explorer folgende Tools ein:

• Disk Tools • Music Tools • Picture Tools • Disc Image Tools • Video Tools • Application Tools

Im Explorer finden sich links oben im Fensterrahmen noch kleine einstellbare Mini-Ribbons. Die bis zu acht wählbaren Knöpfe lassen sich mit den vorgegebenen Funktionen Undo, Redo, Delete, New Folder, Properties, Rename, Burn und Print belegen.

In Windows 8 integriert Microsoft die Möglichkeit, ISO-Dateien mit dem Explorer zu durchforsten. Außerdem lassen sich ISO-Dateien als Laufwerk einbinden. Beim Klick auf eine entsprechende Datei blendet die Ribbon-Bar gleich die entsprechenden Disc Image Tools mit der Mount-Funktion ein.

In Windows 8 gibt es auch eine Funktion, um im Explorer alle installierten Programme zu sehen. Der Application Explorer muss in den Milestone-Versionen allerdings noch per Erstellung eines neuen Ordners mit der Bezeichnung "Applications. 4234d49b {-0245-4df3-b780-3893943456e1}" aktiviert werden.

MEHR SICHERHEIT: HISTORY VAULT UND SMARTSCREEN Apple führte mit Mac OS X 10.5 die integrierte Backup-Funktion Time Machine ein. Anwenderdaten werden automatisch mindestens jede Stunde auf ein Backup-Medium gesichert. Im Windows-8-Milestone gibt es mit History Vault eine ähnliche Funktion.

Microsofts History Vault sichert die Benutzerdaten auf ein auswählbares Medium oder ein Netzwerklaufwerk. Zu den Daten zählen die im Benutzerverzeichnis generierten Ordner Contacts, Documents, Desktop, Favorites, Music, Pictures und Videos (englische Variante). Das neue Feature History Vault basiert auf den mit Windows Vista eingeführten Schattenkopien. Die Schattenkopien erlaubten auch schon eine Wiederherstellung von vorherigen Dateiversionen.

Mit History Vault lässt sich aber das Medium für die Sicherung auswählen. Zudem ist die Backup-Funktion transparenter und nutzerfreundlicher ausgelegt. So gibt es im Explorer die Ribbon History - beim Klick darauf werden die vorherigen Versionen angezeigt.

In Windows 8 erweitert Microsoft das Feature SmartScreen des Internet Explorers auch auf den normalen Explorer. Im IE warnt der SmartScreen-Filter neben Phishing auch vor Malware und schädlichen Downloads. Dazu nutzt er eine zentrale Datenbank von Microsoft, in der gefährliche Webseiten, Dateien und Downloads hinterlegt werden und zu der jeder User beitragen kann. Beim Explorer in Windows 8 lassen sich nun bei den Folder Options die zwei Einträge Never run downloaded programs that are unknown to SmartScreen und Use SmartScreen to check files aktivieren. Damit soll ein zusätzlicher Schutz beim Ausführen von schädlichen Dateien und Programmen auf Dateisystemebene, beispielsweise von USB-Sticks, geboten werden.

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