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10.03.2011 Simon Hülsbömer*

FAQ: Was Sie beim Update von XP auf Windows 7 beachten müssen

Nicht nur Sie haben Microsoft Windows Vista ausgespart. Doch wie bringen Sie Windows XP nun ohne Probleme auf Windows 7? Hier kommen alle Antworten.

Die größte Herausforderung für Microsoft Windows 7 wird es sein, aus dem Schatten seines übermächtigen Vorvorgängers Windows XP herauszutreten. Nur wenn die XP-Fans bereit sind, ihren Liebling aufzugeben, kann Windows 7 ein ähnlicher Erfolg werden. Noch bis April 2011 wird Microsoft XP-Updates ausliefern - eine lange Zeit, in der der Erfolg der 7er-Version nur über die Qualität der Plattform und der Features führen kann. Zudem sollte ein Update von XP auf Windows 7 in Microsofts eigenem Interesse problemlos möglich sein - doch da fangen die Schwierigkeiten bereits an. Unsere US-Schwesterpublikation Computerworld hat die Probe aufs Exempel gemacht und beantwortet die wichtigsten Fragen.

1. Brauche ich Windows Vista, um Windows 7 installieren zu können? Nein.

2. Kann ich ohne Neuinstallation direkt von Windows XP auf Windows 7 updaten? Leider nicht. Bei Vista war ein "In-place"-Upgrade von XP auf Vista möglich, ohne Programme, Einstellungen und ähnliches zu verlieren. Über die gleiche Möglichkeit in Windows 7 hat Microsoft nach eigenen Angaben im Entwicklerblog "Engineering Windows 7" lange debattiert, sich schließlich aber doch dagegen entschieden: "Die Hardware, die Treiber und die Technik hinter den Applikationen hat sich einfach zu stark verändert, als dass die Qualität eines Windows-7-Upgrades die einer frischen Systeminstallation erreichen könnte." Heißt: Um eine Neuinstallation auf formatierter Festplatte, vorherigem Backup und späterer Einrichtung aller Programme kommt der Anwender nicht herum. Lediglich die vorhandenen Systemeinstellungen können zumindest teilweise automatisch wiederhergestellt werden (siehe dazu Frage 8).

3. Welche Systemvoraussetzungen hat Windows 7? Je nach gewünschter Version (32-Bit / 64-Bit) benötigt der Anwender laut Microsoft mindestens (besonders ein größerer Arbeitsspeicher ist sehr empfehlenswert):

• CPU mit 1 GHz • 1 Gigabyte (32-Bit-Version) oder 2 GB (64-Bit-Version) Arbeitsspeicher • 16 GB (32-Bit) oder 20 GB (64-Bit) freien Festplattenspeicher • DirectX-9-kompatible Grafikkarte mit WDDM-1.0-Treiber

4. Woher weiß ich, ob Windows 7 auf meinem Rechner läuft? Laden Sie sich den "Windows 7 Upgrade Advisor" herunter. Er testet Ihr System durch und teilt Ihnen mit, ob und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

5. Reichen mir die günstigeren "Windows 7 Upgrade Editions" oder sollte ich mit in jedem Fall die teure "Full Edition" kaufen? Die Upgrade-Edition sollte reichen. Beispielsweise wird das "Windows 7 Home Premium Upgrade" für rund 100 Euro zu haben sein - Voraussetzung ist aber, dass sie ein legales und aktiviertes Windows auf Ihrem Rechner haben. Das Upgrade funktioniert mit jedem System seit Windows 2000, zu noch älteren Plattformen gibt es noch keine Auskunft seitens Microsoft - diese dürften wegen veralteter Hardware aber auch für den Anwender nicht mehr in Betracht kommen.

6. Ich arbeite mit XP Home. Welche Windows-7-Versionen kommen für mich in Frage? Sie können auf Windows 7 Home Premium (120 Euro), Professional (300 Euro) und Ultimate (320 Euro) upgraden.

7. Ich arbeite mit XP Professional. Welche Windows-7-Versionen kommen für mich in Frage? Die gleiche Antwort wie bei Frage 6. Sie können auf Windows 7 Home Premium (120 Euro), Professional (300 Euro) und Ultimate (320 Euro) upgraden.

8. Wie läuft der Upgrade-Vorgang genau ab? Auf jeden Fall ist ein automatisches Backup der Systemeinstellungen und eine spätere Wiederherstellung nach der Windows-7-Installation möglich. Dafür steht das Utility "Windows Easy Transfer", das auf den Windows-7-DVDs mitgeliefert wird. Bereits im Januar hat Microsoft eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Betaversion von Windows 7 veröffentlicht und BlogsDNA den Upgrade-Vorgang mit Screenshots veranschaulicht.

9. Was ist vor dem Upgrade zu tun? Ein Festplatten-Image des XP-Systems ist unbedingt empfehlenswert - so kann das alte Betriebssystem im Notfall oder bei Nichtgefallen problemlos 1:1 wiederhergestellt werden. Kostenlose Backup-Tools für XP sind beispielsweise Macrium Reflect und DriveImageXML - beide können die Images auf CD/DVD, externen Festplatten oder Flashlaufwerken erstellen. Aus den zahlreichen kostenpflichtigen Programmen sticht besonders Acronis True Image heraus, das in der Home-Variante für rund 30 Euro zu haben ist. Einen Vergleich von Backup-Software finden Sie hier im CW-Knowledge-Center Security.

10. Kann ich Windows 7 auch ohne DVD-Laufwerk installieren? Ja, es ist aber umständlich. Microsoft verkauft Windows 7 auch online als Download. Damit können Sie sich einen bootbaren USB-Stick bauen, von dem aus Sie das Ganze installieren. Blogger Long Zheng macht vor, wie es geht. Gerüchteweise bringt Microsoft Windows 7 auch selbst auf einem 4-Gigabyte-Stick auf den Markt - dies ist jedoch derzeit nichts weiter als eine Wunschvorstellung der Netbook-Fangemeinde.

11. Kann ich die 64-Bit-Edition von Windows 7 nutzen? Ja, aber nur, wenn der Prozessor 64 Bit unterstützt. Alle Handelskopien und Downloads von Windows 7 werden sowohl die 32-Bit- als auch die 64-Bit-Version enthalten. Da wie in Frage 1 beschrieben, ohnehin ein "Clean install" nötig wird, ist ein 64-Bit-Upgrade von einem bisherigen 32er-System bei entsprechender Hardware problemlos möglich. Wenn Sie nicht wissen, ob Ihr Prozessor 64-Bit-fähig ist, nutzen Sie das Programm "SecurAble" zum Testen. Es wird Ihnen auch sagen, ob Sie den "Windows XP Mode", der in den Professional- und Ultimate-Versionen von Windows 7 enthalten ist, ausführen könnten, wenn Sie wollten - mehr dazu in Frage 12.

12. Läuft meine XP-Software auch unter Windows 7? Ja, wenn Sie Windows 7 Professional oder Ultimate besitzen. Beide haben einen "Windows XP Mode" (der aber nicht mitgeliefert wird, sondern separat heruntergeladen werden muss!), der mit Microsofts Virtual PC-Engine eine virtuelle XP-Umgebung innerhalb von Windows 7 herstellt. Dieses bereits voll lizenzierte, auf Basis von XP Service Pack 3 arbeitende System, benötigt allerdings einen Prozessor, der die Virtualisierung unterstützt. Auch das können Sie mit dem kostenlosen "SecurAble" testen.

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