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20.11.2009 Benjamin Schischka*

7 Gründe gegen Windows 7

Teuer, unsicher & langsamer als gedacht - der Hype um Windows 7 lässt viele die Nachteile vergessen. Wir decken schonungslos auf.

1. WINDOWS 7 IST UNSICHER Auch in Windows 7 gehören Virenwächter und Virenscanner noch nicht zum Systemstandard. Hier müssen Anwender auf jeden Fall nachrüsten: sei es mit dem kostenlosen Microsofts Security Essentials oder mit dem ebenfalls gratis erhältlichen Avira Antivir. Zwar steckt in Win 7, wie in Vista und XP, eine Firewall - die bleibt aber trotz einiger Verbesserungen kompliziert zu bedienen - ein komfortabler Konfigurationsassistent fehlt.

Ein eigentlich tolles Feature ist der Bitlocker, der Laufwerke verschlüsselt - der ist aber nur in der teuren Ultimate-Version enthalten; TrueCrypt ist kostenlos, erfüllt den gleichen Zweck und läuft auch unter XP. XP-Sicherheitsupdates gibt es noch bis 2014 - zu diesem Zeitpunkt soll übrigens längst der Nachfolger von Windows 7 erschienen sein. Wer sein XP- oder Vista-System pflegt, muss also nicht umsteigen - zumindest nicht aus Angst vor Schadsoftware.

2. WINDOWS 7 IST TEUER Windows 7 Home Premium - die Standardversion - kostet satte 199,99 Euro als Vollversion. Viel Geld für eine neue Taskbar - wie böse Zungen behaupten. Auch die Upgrade-Version mit 119,99 Euro ist alles andere als ein Schnäppchen. Aber es gibt ja noch die System-Builder-Version, wenden Windows-Fans ein. In Deutschland kostet die knapp 90 Euro. Verzichten müssen Sie beim Kauf der System-Builder-Version aber auf Support, Handbuch und schlimmer: Sie müssen sich vorher auf 32- oder 64-Bit festlegen, während die Vollversion mit beiden daherkommt.

Ist schon die Home-Premium-Version teuer, belasten Windows Professional und Ultimate den Geldbeutel noch wesentlich mehr: Als Vollversion schlagen sie mit 309 Euro beziehungsweise 319 Euro zu Buche. Noch teurer wird es für Updater, die sich später entscheiden, ihr Windows 7 im Nachhinein auf eine größere Version zu aktualisieren: Von Home Premium auf Ultimate müssen sie 175 Euro an Microsoft abtreten. Richtig teuer wird es für Besitzer mehrerer PCs, etwa Laptop und Desktop-PC, da sie für jeden Rechner eine Lizenz benötigen. Zwar gibt es ein Family-Pack, das eine Art Mengenrabatt auf drei Lizenzen gewährt - die Verfügbarkeit des Pakets ist aber limitiert.

3. DER UMZUG AUF WINDOWS 7 IST UNBEQUEM Von Vista aus können Sie zwar auf das neue Microsoft-Betriebssystem updaten, aber nur, wenn Sie auf eine gleichwertige Windows-7-Version updaten. Soll heißen: Update von Vista Home Premium auf 7 Ultimate geht nicht. XP-Nutzer haben sogar nur eine Möglichkeit: eine Neuinstallation des Systems. Besonders umständlich wird es, wenn Sie nur eine Festplatte besitzen - Sie müssen ein Komplett-Backup aller Daten machen und dieses nach der Installation von Win 7 wieder zurückspielen.

Zwar befindet sich auf der Windows-7-DVD ein Tool, das helfen soll, "Easy Transfer" berücksichtigt aber nur Dokumente und Einstellungen - all Ihre Programme müssen Sie nachher einzeln extra noch mal installieren. Auch für dieses Problem gibt es eine Microsoft-Lösung - und auch diese überzeugt nicht voll: USMT (User State Migration Tool) sichert die alten Programme im Ordner "Windows.old" unter Windows 7. Problem der USMT-Lösung: Das Tool unterstützt nur rund 40 populäre Anwendungen.

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