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03.12.2009 Alex Wolschann/idg

Die 7 Mängel von Windows 7

Teuer, unsicher, langsam - unsere Kollegen von PC-Welt präsentieren sieben Nachteile des Vista-Nachfolgers.

1. Nachrüsten in Sachen Sicherheit Auch in Windows 7 gehören Virenwächter und Virenscanner noch nicht zum Systemstandard. Hier müssen Anwender auf jeden Fall nachrüsten: sei es mit dem kostenlosen Microsofts Security Essentials oder mit dem ebenfalls gratis erhältlichen Avira Antivir. Zwar steckt in Win 7, wie in Vista und XP, eine Firewall - die bleibt aber trotz einiger Verbesserungen kompliziert zu bedienen - ein komfortabler Konfigurationsassistent fehlt. Ein eigentlich tolles Feature ist der Bitlocker, der Laufwerke verschlüsselt - der ist aber nur in der teuren Ultimate-Version enthalten; TrueCrypt ist kostenlos, erfüllt den gleichen Zweck und läuft auch unter XP. XP-Sicherheitsupdates gibt es noch bis 2014 - zu diesem Zeitpunkt soll übrigens längst der Nachfolger von Windows 7 erschienen sein. Wer sein XP- oder Vista-System pflegt, muss also nicht umsteigen - zumindest nicht aus Angst vor Schad-Software.

2. Komplizierter Umzug Von Vista aus können Sie zwar auf das neue Microsoft-Betriebssystem updaten, aber nur, wenn Sie auf eine gleichwertige Windows-7-Version umsteigen. Das bedeutet: Ein Update von Vista Home Premium auf Windows 7 Ultimate geht nicht. XP-Nutzer haben sogar nur eine Möglichkeit: eine Neuinstallation des Systems. Besonders umständlich wird es, wenn Sie nur eine Festplatte besitzen - Sie müssen ein Komplett-Backup aller Daten machen und dieses nach der Installation von Windows 7 wieder zurückspielen. Zwar befindet sich auf der Windows-7-DVD ein Tool, das helfen soll, «Easy Transfer» berücksichtigt aber nur Dokumente und Einstellungen - all Ihre Programme müssen Sie nachher einzeln extra noch mal installieren. Auch für dieses Problem gibt es eine Microsoft-Lösung - und auch diese überzeugt nicht voll: USMT (User State Migration Tool) sichert die alten Programme im Ordner «Windows.old» unter Windows 7. Problem der USMT-Lösung: Das Tool unterstützt nur rund 40 populäre Anwendungen.

3. Windows 7 ist teuer Die Windows-7-Home-Premium-Vollversion kostet knapp 200 Euro. Viel Geld für eine neue Taskbar - wie böse Zungen behaupten. Für die Professional-Variante werden knapp 320 Euro fällig. Für die Ultimate-Version müssen 330 Euro bezahlt werden. Die entsprechenden Upgrades kosten bei Windows 7 Professional und Ultimate lediglich um 20 Euro weniger als die Vollversion. Das ist wahrlich kein Schnäppchen. Das Upgrade auf die Home-Premium-Version ist mit einem Preis von 125 Euro um knapp 80 Euro günstiger als die Vollversion.

4. Windows 7 kostet Zeit Nach dem Umstieg auf Windows 7 werden vor allem bisherige XP-Nutzer mit den neuen Funktionen und dem überarbeitetem Layout überfordert sein. Erst nach einer Einarbeitungszeit finden sie gewohnte Funktionen und Ordner wieder so schnell wie unter XP. Vista-Nutzer haben das Problem weniger, doch auch sie müssen sich umstellen. Sei es die neue Taskbar, Aero-Peek oder Shake und Snap - der XP-gewohnte User dürfte eher überrascht als erfreut sein, wenn sich ein Programmfenster beim Verschieben an den rechten Bildschirmrand plötzlich über die gesamte rechte Seite ausbreitet. Fragen wie «Und wo war noch mal die Netzwerkumgebung», werden sich viele Umsteiger anfangs garantiert mehr als einmal stellen.

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