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04.12.2009 Christian Löbering*

10 Tipps für ein schnelles Windows

Windows-Installationen werden mit dem Alter zunehmend langsam und neigen zu Abstürzen. Mit unseren 10 Tipps machen Sie XP und Vista wieder flott.

Während eine jungfräulichen Windows-Installation meist schnell und problemlos läuft, neigt Microsofts Flaggschiff mit zunehmendem Alter dazu, User auf eine harte Geduldsprobe zu stellen. Meist nimmt schon das Booten des Rechners eine gefühlte Ewigkeit in Anspruch, zudem laufen Programme immer langsamer und Total-Abstürze nehmen zu. Ursache hierfür ist meist der normale Verschleiß, dem jede Windows-Installation unterliegt. So hinterlassen die vielen Installationen von Soft- und Hardware sowie deren spätere Deinstallation ihre Spuren. Wer jedoch denkt, dass eine Neuinstallation der Weisheit letzter Schluss ist, täuscht sich. Unsere Schwesterpublikation PC-Welt hat zehn Punkte zusammengestellt, mit denen Sie Windows wieder auf die Beine helfen.

1. Installierte Software Installierte Anwendungen sind aufgrund der System-Integration bequemer zu bedienen, beanspruchen es deshalb aber auch mehr und machen es damit langsamer. Sie können natürlich nicht komplett auf die Installation von Software verzichten. Sicherheits-Tools wie etwa Viren-Wächter oder Firewall müssen installiert sein, um die Aktivitäten des Systems zu überwachen. Generell macht es aber nur Sinn Software zu installieren, die Sie häufig nutzen. Alle anderen Tools sollten Sie in der Systemsteuerung über „Software“ (XP) beziehungsweise „Programme und Funktionen“ (Vista) entfernen. Insbesondere gilt das auch für funktional ähnliche Anwendungen. Lassen Sie für eine bestimmte Aufgabe maximal eine Anwendung installiert (zwei Firewalls schaden mehr als sie nutzen). Falls Sie selten genutzte Programme dennoch nicht missen möchten, greifen Sie besser auf die portable Version zurück. Mit unseren pcwPocketTools bekommen Sie 47 der wichtigsten portablen Tools direkt über ein Menü im Infobereich (Tray). Beim ersten Aufruf des Tools klicken Sie auf das neue Symbol im Tray und wählen im Popup-Menü „Optionen, Update“ um die Tools zu holen.

2. Laufende Programme Alles was auf Ihrem PC zusätzlich zum System selbst läuft, kostet Rechenleistung und macht Windows somit langsamer. Um herauszufinden welche Prozesse auf Ihrem Rechner laufen und sie richtig einzuordnen, verwenden Sie am besten den Process Explorer. Nachdem er läuft, finden Sie alle Prozesse nach ihren Abhängigkeiten sortiert in einer Baum-Ansicht. Die hinterlegte Farbe verrät um welche Art von Prozess es sich jeweils handelt. So stehen etwa rosafarbene Einträge für Dienste, blaue für normale Prozesse, braune für geplante Aufgaben und violette für gepackte Abbilder (Images). Sehen Sie nach, ob Prozesse in der Liste sind, die Sie anhand von Namen, Beschreibung (Description) und Pfad (Path) als unbekannt oder überflüssig einstufen können. Sie können diese Prozesse, beenden indem Sie sie markieren und drücken. Allerdings beseitigen Sie damit nicht die Ursache dafür, dass sie überhaupt laufen.

3. Autostart-Programme Viele Programmierer halten die eigene Anwendung für so wichtig, dass Sie sie während der Installation gleich in eine Autostart-Rampe eintragen und somit automatisch mit Windows mitstarten lassen. Mit der Zeit startet Windows somit allerhand oft nutzlosen Kram. Windows selbst liefert mit dem Systemkonfigurationsprogramm (Msconfig) zwar eine Oberfläche über die Sie Autostarts abschalten können, allerdings berücksichtigt sie nur einen Bruchteil der existierenden Startrampen. Mit pcwAutostart können Sie hingegen sowohl alle gängigen, als auch die geheimen Rampen aufspüren und bearbeiten. Rufen Sie das Tool dazu mit Admin-Rechten auf, daraufhin erscheint eine Liste mit allen Startrampen die Einträge enthalten. Markieren Sie eine, um deren Inhalt anzuzeigen. Wenn Sie einen oder mehrere Einträge darin löschen möchten, aktivieren Sie jeweils die Klickbox daneben und wählen „Entfernen“. Wiederholen Sie das für jede Startrampe. Danach schießen Sie die zugehörigen Prozesse ab, oder starten den Rechner einfach neu.

4. Fehler in Windows Wer die kurzen Reaktionszeiten und Stabilität von XP gewohnt ist, und dann auf Vista umsteigt, der bekommt das Gefühl mit angezogener Handbremse zu arbeiten. Grund für dieses Gefühl sind einige Kinderkrankheiten der Ur-Version von Vista. Mit Service Pack 1 hat Microsoft zwar schon einiges verbessert, allerdings kann Vista auch danach in Punkto Stabilität und gefühlter Geschwindigkeit nicht mit XP mithalten. Erst das Update für Microsoft Windows (KB952709) macht Vista benutzbar. Sehen Sie in der Systemsteuerung unter „Programme und Funktionen, Installierte Updates“ zunächst nach, ob Sie das Update schon haben. Falls nicht, installieren Sie es nach. Genauso sollten Sie auch mit dem Update für Microsoft Windows (KB946041) vorgehen. Falls Sie eine Nvidia-Grafikkarte verbaut haben, sollten Sie außerdem noch das Update für Microsoft Windows (KB955302) installieren.

5. Verwaiste Zeiger Falls Ihr Windows zum Herunterfahren sehr lange braucht, dann liegt das häufig an schlampig programmierten Anwendungen oder Treibern. Diese geben das Handle auf eine geöffnete Datei nicht wieder frei, obwohl das Programm längst beendet wurde. Erst nach einem langen internen Timeout erzwingt Windows das Entladen und kann herunterfahren. Das englischsprachige Microsoft-Tool User Profile Hive Cleanup Service beschleunigt diesen Vorgang. Sobald ein Anwender sich abmelden möchte oder Windows beendet werden soll, fordert der Cleanup-Dienst alle ungenutzten Ressourcen zwangsweise zurück. Somit kann das Profil sofort entladen werden, und Windows fährt wieder in angemessener Zeit herunter.

6. Fragmentierte Festplatte Über die Jahre werden auf einem Windows-System jede Menge Anwendungen (De-)Installiert, kopiert, verschoben und gelöscht. Das Problem dabei ist, dass der freie Speicherplatz auf der Festplatte physikalisch zwischen Datenfragmenten aufgesplittet wird. Diese „Fragmentierung“ führt wiederum dazu, dass große Dateien oder Anwendungen nicht mehr zusammenhängend auf die Platte geschrieben werden können, und das kostet Leistung. Da der Windows-Eigene Defragmentierer gerade unter XP, den freien Speicherplatz nicht vollständig konsolidiert, sollten Sie stattdessen das bessere Ultradefrag ausprobieren. Nachdem Sie das Tool installiert und gestartet haben, sehen Sie eine Liste Ihrer Laufwerke. Markieren Sie zum Beispiel Ihre Systempartition und klicken Sie dann links auf "Analysieren". Nachdem die Analyse abgeschlossen ist, klicken Sie auf „Defrag!“.

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