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04.12.2009 Reto Vogt*

Windows-Tuning: So werden Sie vorinstallierte Software los

Vorinstallierte Software vermindert die Leistung von Notebooks oder PCs und ist meist nur für kurze Dauer gratis. So werden Sie die lästigen Tempobremsen los.

Selbst ein nagelneues Notebook oder ein frisch gekaufter PC bieten oft nicht die volle Leistung. Der Grund: Viele Hersteller installieren auf ihren Geräten Partner-Software. Diese verlangsamen das Tempo, fressen wertvollen Festplattenspeicher und machen den Desktop unübersichtlich. Zudem handelt es sich meist um Testversionen, die nach ein oder zwei Monaten kostenpflichtig werden oder nur noch über eingeschränkte Funktionen verfügen. Beispielsweise ist beim Aldi-PC immer ein zeitlich befristeter Virenscanner mit an Bord.

Unsere Schwesterpublikation PCtipp machte die Probe aufs Exempel und testete die Laptops von fünf der sechs größten Notebook-Hersteller. Auf allen fanden sich unnötige Anwendungen, welche die Leistung spürbar schmälerten – teilweise sogar um bis zu 12 Prozent.

Nachgefragt: Warum nervige Vorinstallationen?

Auf die Frage, warum auf Notebooks so viele Programme vorinstalliert sind, kam von allen Herstellern eine ähnliche Antwort: "Wir wollen den Kunden ermöglichen, nach dem Kauf sofort mit dem Notebook zu arbeiten", so HP. Toshiba meinte dazu: "Es sind nicht irgendwelche Programme vorinstalliert, sondern solche, mit denen der Kunde wirklich arbeiten kann." Auf die Frage, warum denn statt der Testversion von Microsofts Office 2007 nicht das kostenlose OpenOffice.org gewählt worden sei, kam die Begründung: "Das ist aufgrund von Abkommen mit Microsoft nicht möglich." Auch Lenovo bestätigte Partnerschaften mit Software-Firmen. Sie können also ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass bei der Auswahl der vorinstallierten Software nicht der Nutzen für den PC-Käufer sondern Provisionszahlungen von Seiten der Softwarehersteller ausschlaggebend sind.

Wir zeigen Ihnen, welche Programme wahre Bremsklötze sind und wie Sie diese entfernen. Gleichzeitig stellen wir Ihnen kostenlose Alternativen vor, die weitaus weniger ressourcenhungrig sind.

Hinweis: Alle Hinweise beziehen sich auf Notebooks mit Windows Vista. Sie sind jedoch in der Regel problemlos auf Windows-7-Notebooks übertragbar.

DIE TEMPOSÜNDER Unerfahrene Anwender profitieren zwar, wenn bereits ein Textverarbeitungsprogramm, ein Virenscanner oder eine Brenn-Software auf dem neuen Rechner vorinstalliert sind, die Nachteile überwiegen aber: Oft handelt es sich nur um Testversionen, die zudem viel Leistung, Harddisk-Speicher und Desktop-Platz brauchen. Nutzer sind darüber hinaus in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Im Test war beispielsweise auf jedem Notebook eine Trial-Version von Microsofts Office 2007 vorinstalliert. Der Haken: Anwender müssen die Software nach 60 Tagen erwerben, um sie weiterzuverwenden, oder andernfalls deinstallieren. Auf den Testgeräten von Acer, Fujitsu Siemens und HP war zusätzlich zu Office noch die Bürosuite Works mit dabei - das ist doppelt gemoppelt.

Von den vorinstallierten Anwendungen braucht im Test der PCtipp die Vorgängerversion von Norton Internet Security am meisten Ressourcen. Diese fand sich auf allen Laptops. Grund sind Verträge zwischen den beteiligten Unternehmen. Die Hersteller seien deshalb verpflichtet, diese Antiviren-Software zu installieren, so Norton-Entwickler Symantec. Manche installierten Programme sind glücklicherweise auch nützlich und gratis, beispielsweise der Adobe Reader zum Öffnen von PDF-Dokumenten.

Außer Lenovo liefern diese Software alle Hersteller mit. Auch ein aktueller Flash Player und die Java Runtime Environment sind für das Anzeigen von vielen Internetseiten Voraussetzung.

LEISTUNG PRÜFEN Kauft sich der Anwender ein Top-Notebook, so hofft er auch auf eine optimale Leistung. Doch selbst im Ruhezustand sind bei manchem Gerät 45 Prozent des Arbeitsspeichers belegt. Gute eingerichtete Notebooks mit relativ wenig vorinstallierter Software verbrauchen im Ruhezustand 26 Prozent des RAM-Speichers.

Wenn Sie kontrollieren möchten, wie viel Arbeitsspeicher Ihr Laptop im Ruhezustand belegt, klicken Sie in der Vista-Sidebar (auf dem Desktop rechts) auf das Plus-Zeichen. Fügen Sie anschließend die Applikation CPU-Nutzung per Doppelklick auf das Symbol hinzu, und schließen Sie das Fenster. Der Wert im linken Symbol zeigt die Auslastung der CPU, der rechts die RAM-Belegung in Prozenten.

Leistung zurückgewinnen Mit wenigen Tricks bringen Sie Ihr neues Notebook wieder auf Trab. Führen Sie die folgenden Schritte durch und Sie werden sich wundern, was eigentlich alles in Ihrem Laptop oder PC steckt. Im Test waren danach teilweise bis zu 12 Prozent mehr Arbeitsspeicher verfügbar.

Diese Anleitung gilt für ein neues Notebook oder einen neuen PC, auf dem keine Daten gespeichert sind. Möchten Sie Ihr bestehendes Gerät optimieren, führen Sie zuerst unbedingt eine Datensicherung durch.

ALTERNATIVE SOFTWARE Laden Sie als Erstes die kostenlosen Programmalternativen zur Hersteller-Software aus dem Internet. Diese sind allesamt ressourcenschonender als die gängigen Vorinstallationen:

Nützliche Programme sind SICHERHEIT Avira Antivir : Kostenlose Antiviren-Software Spyware Terminator: Bietet Schutz vor Spyware und Tastaturspionen

INTERNET Firefox: Beliebter Webbrowser mit vielen Funktionen Google Preview und für den Internet Explorer: Zeigt in der Google-Suche eine Webseitenvorschau

OFFICE AbiWord: Schlanke Textverarbeitungs-Software OpenOffice.org: Kostenlose Alternative zu Microsoft Office Speichern Sie alle heruntergeladenen Dateien in einem Ordner auf dem Desktop.

Norton Removal Tool: Um Symantecs Norton-Produkte von der Festplatte zu entfernen, verwenden Sie am besten das Norton Removal Tool. Doppelklicken Sie auf die exe-Datei und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Der Deinstallationsvorgang dauert möglicherweise mehrere Minuten. Klicken Sie abschließend auf Fertigstellen und schließen Sie das Browserfenster, das sich automatisch geöffnet hat.

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