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18.12.2009 Gaby Salvisberg*

Nie mehr Probleme mit Datei-Formaten

Immer wieder trifft man auf unbekannte Dateiformate. Lesen Sie, wie Sie alles öffnen können und kompatible Dokumente, Fotos, Musik sowie Videos erstellen.

Für Bilder, Texte und Multimediadateien gibt es unzählige Dateiformate. Kein Wunder: Die Zahl an Programmen ist mittlerweile unüberschaubar. Sie finden für fast alle Aufgaben professionelle Kaufanwendungen, Shareware, Freeware sowie Open-Source- Software – und dies auch noch für mindestens drei Betriebssysteme (Windows, Mac, Linux). Jede Software bringt wenigstens einen eigenen Dateityp mit. Das erleichtert den Austausch von Daten nicht gerade.

Trotz dieser Fülle gibt es Formate, die besser oder schlechter für den Datentausch geeignet sind. Wir greift zur Machete und schlagen für Sie einen Pfad durch den Formatdschungel. Sitzen Sie dennoch einmal fest und können eine Datei partout nicht öffnen, hilft Ihnen unsere Zusammenstellung "Die Allesöffner" weiter.

FORMATE FÜR BILDER Bearbeiten: Bis ein Bild seinen Weg zum Betrachter gefunden hat, sind oft viele Arbeitsschritte erforderlich. Das gilt für selbst gezeichnete Vektorgrafiken genauso wie für aufgepeppte Digitalfotos. Fast jedes Grafik- und Bildbearbeitungsprogramm hat hauseigene Formate, mit denen es am besten klarkommt. Bearbeiten Sie Ihre Bilder so lange wie möglich im Format Ihrer Software. Sie erkennen dieses nach dem Klick auf Datei/Speichern unter daran, dass es bei "Dateityp "oder "Format" den Namen des Programms trägt, z.B. Photoshop (*.psd).

Das hat meistens den Vorteil, dass Sie die gesamte Werkzeugpalette Ihrer Anwendung nutzen können. Andernfalls verlieren Sie unter Umständen wichtige Hilfsmittel wie Ebenen oder Transparenz.

Stichwort erklärt: Vektorgrafiken Bei einer Vektorgrafik werden die einzelnen Bestandteile als geometrische Formen abgespeichert. Diese lassen sich bearbeiten (z.B. eine Linie verlängern oder ein Feld füllen) und ohne Qualitätseinbusse vergrößern.

Stichwort: Ebenen Ebenen sind eine Standardfunktion guter Bildbearbeitungs-Software. Sie ermöglichen es, Bilder in verschiedenen Ebenen anzuordnen, als würden Folien übereinandergelegt. Dadurch ist das Erstellen von Fotomontagen leichter.

BILDATEIEN WEITERGEBEN Weitergeben: Falls Sie das Bild als Datei weitergeben, überlegen Sie sich, ob es bearbeitet werden darf. Soll der Empfänger das Recht haben, die einzelnen Ebenen oder Vektorpfade des Bildes zu sehen und zu verändern? Wenn ja, belassen Sie es in dem Format, in dem Sie es zuletzt bearbeitet haben – sofern der Empfänger dieselbe Software besitzt. Alternativ greifen Sie zum EPS- oder zum PDF-Format; beide sind verbreitet und in der Lage, Pfade zu speichern.

Normalerweise ist das jedoch nicht erwünscht. Darum wandeln Sie das Bild vor der Weitergabe in eine Bitmap-Grafik um. Anders als bei Vektorgrafiken merkt sich eine Bitmap-Datei quasi nur die Farbe der Bildpunkte. Das Windows-eigene Bitmap-Format (BMP) ist dafür aber weniger geeignet: Es ist eher für einfache, kleinere Grafiken (z.B. Screenshots) zu gebrauchen. Für qualitativ hochwertige Bilder, die Sie drucken möchten, empfehlen sich die Formate TIFF oder JPEG. Wählen Sie bei Letzterem für die optimale Qualität die niedrigste Komprimierung.

Konvertieren: Fast jedes Bildbearbeitungsprogramm kann Ihre Werke in einem anderen Dateiformat abspeichern. Probieren Sie dies über Datei/Exportieren oder Datei/Speichern unter aus. Je nach Wahl des Zieldateityps fragt die Anwendung Sie nach weiteren Optionen, zum Beispiel nach der Art der Kompression. Bedenken Sie: Wenn einmal die Auflösung vermindert oder die Kompression erhöht wurde, ist es später nicht mehr möglich, die verloren gegangenen Bildinformationen verlustfrei wiederherzustellen.

FORMATE FÜR DAS WEB Es gibt nur drei Bilddateiformate, die sich für Webseiten eignen. Bei Bildern mit vielen Farben bzw. Farbnuancen (z.B. Fotos) haben Sie fast keine Wahl: Greifen Sie zu JPEG. Bei einfacheren Bildern (z.B. Logos, Screenshots, Schaltflächen) verwenden Sie entweder GIF oder PNG. Versuchen Sie es zuerst mit PNG (Portable Network Graphics). Erfahrungsgemäß werden PNG-Dateien kleiner als GIFs und unterstützen mehr Farben sowie Transparenz. Nur in einer Disziplin unterliegt PNG dem GIF-Format: Es unterstützt keine Animationen. Weil PNG fünfzehn Jahre weniger als GIF auf dem Buckel hat, kommen einige ältere Browser mit dem Format nicht zurecht.

FORMATE FÜR TEXTE UND OFFICE Bearbeiten: Am besten verwenden Sie beim Erstellen von Office-Dokumenten jenes Format, in dem die Datei am Schluss weitergegeben wird. Damit ersparen Sie sich einigen Frust: Ihre in Excel 2007 aufwendig eingesetzten optischen Effekte könnten beim Speichern in einer früheren Excel-Version auf der Strecke bleiben - Ihre Arbeit wäre für die Katz. Prüfen Sie rechtzeitig, welche Formatierungen im Zielformat überhaupt ankommen und welche nicht.

Weitergeben: Die neueste Microsoft-Office-Version (derzeit Office 2007) ist nicht bei allen Anwendern im Einsatz. Kein Wunder: Briefe schreiben, Berechnungen anstellen etc. lassen sich auch gut mit einem uralten Office 97 oder 2000. Darum sehen auch viele Unternehmen keinen Grund, Geld und Schulungsaufwand in eine Umstellung zu stecken. Wenn Sie Office-2007-Dokumente weitergeben, speichern Sie diese am besten via Office-Knopf und Speichern unter in einem früheren Office-Format.

Vorsicht, Font-Falle Nicht bei jedem Nutzer sind exakt dieselben Schriftarten (engl. "fonts») installiert. Fehlen beim Empfänger bestimmte Fonts, werden sie bei ihm meist durch vorhandene, ähnliche Schriftarten ersetzt. Ähnlich ist aber nicht gleich, weshalb das Fehlen einer Schrift fast immer zu unterschiedlichen Umbrüchen führt. Ein Beispiel: Ein mit "Calibri, 11 Punkt" genau drei Seiten umfassender Text wird mit der "ähnlichen" Schrift namens "Century Gothic, 11 Punkt" schon um eine halbe Seite länger.

Für Dokumente, die von A bis Z bei Ihnen bleiben, dürfen Sie jede beliebige Schrift verwenden. Sobald Ihr Office-Werk aber an andere Personen geht, greifen Sie lieber zu den unter Windows üblichen Standardschriften. Am meisten empfehlen sich Arial, Times und Courier. Eine weitere Alternative ist das Universalformat PDF. Diese Dateien sehen auf jedem System gleich aus, inklusive Schriften. Geben Sie Ihre liebevoll gestalteten Dokumente am besten als PDF-Datei weiter, besonders wenn sie Bilder enthalten. Falls Ihnen hierfür die recht teure Adobe-Acrobat-Software fehlt, greifen Sie zu kostenlosen Alternativen wie FreePDF XP .

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