Steve Jobs schreibt Adobe Flash in Grund und Boden Detail - Computerwelt

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29.04.2010 Thomas Cloer*

Steve Jobs schreibt Adobe Flash in Grund und Boden

In einem offenen Brief begründet Apple-Chef Steve Jobs höchstpersönlich ausführlich, warum Apple kein Adobe Flash auf dem iPhone, iPod und iPad erlaubt.

Thoughts on Flash ist das - trotz des unvermeidlichen "Reality Distortion Fields" lesenswerte - Stück überschrieben, das Steve Jobs heute ins Netz gestellt hat. Seine Kritik macht der Apple-Mitgründer und -CEO an sechs zentralen Punkten fest:

  • Flash ist nicht offen.
  • Kein Flash heißt nicht, dass einem das "volle Web" versperrt bliebe.
  • Der Flash Player ist - speziell in der Mac-Ausführung - unzuverlässig, unsicher und langsam.
  • Flash-Videos (sofern nicht H.264) leeren den Akku mobiler Geräte zu schnell, da sie per Software dekodiert werden müssen.
  • Flash ist nicht für Touch-Bedienung gedacht.
  • Flash ist ein Cross-Platform-Tool. Damit entwickelte Applikationen reizen die Zielplattform naturgemäß nicht aus, sondern nutzen nur einen kleinsten gemeinsamen Nenner aller unterstützten Plattformen.

Apple und Adobe, einst enge Partner, hätten sich inzwischen deutlich auseinander entwickelt, schreibt Jobs. Beide arbeiteten zwar noch zusammen, um die Interessen ihrer gemeinsamen kreativen Kunden zu bedienen, hätten darüber hinaus aber kaum mehr Gemeinsamkeiten.

Und Jobs' Fazit zu Flash fällt harsch aus. "Flash wurde während der PC-Ära entwickelt - für PCs und Mäuse", schreibt der Apple-Boss. "Flash ist für Adobe ein erfolgreiches Geschäft, und wir können verstehen, warum sie dieses über den PC hinaus ausweiten möchten. Aber im mobilen Zeitalter geht es um geringen Stromverbrauch, Touch-Oberflächen und offene Web-Standards - und da hapert es bei Flash allenthalben."

In der mobilen Ära entwickelte neue und offene Standards wie HTML5 werden sich aus Sicht von Steve Jobs auf mobilen Geräten durchsetzen (und auf PCs ebenfalls). Adobe sollte sich aus seiner Sicht daher vielleicht eher darauf fokussieren, bessere HTML5-Tools für die Zukunft zu entwickeln und weniger darauf, Apple dafür zu kritisieren, dass es die Vergangenheit hinter sich lasse.

Auf die Antwort von Adobe darf man schon jetzt gespannt sein.

* Thomas Cloer ist Redakteur der deutschen Computerwoche.

 

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