Microsoft, Google & Co.: Spannendes aus den Software-Laboren Detail - Computerwelt

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21.07.2010 Daniel Behrens*

Microsoft, Google & Co.: Spannendes aus den Software-Laboren

Wenn eine neue Software-Version auf den Markt kommt, sitzen die Programmierer schon längst an der Entwicklung des Nachfolgers. Oder sie sind dabei, neue Anwendungen zu erfinden. Werfen Sie mit uns einen Blick in die Entwicklungslabore von Mozilla, Microsoft, Google und AVM.

So bastelt das Mozilla-Team derzeit eifrig an Firefox 4.0, bei Microsoft hält man mit der Entwicklung des Internet Explorer 9 entgegen. Beide Unternehmen betreiben auch Labor-Websites, auf denen sie ganz neue Programme oder Programmteile vorstellen und zum Teil auch für experimentierfreudige Anwender zum Ausprobieren anbieten.

Das gilt auch für Google und AVM. Während sich auf der Google-Labs-Website fast alles um Web-Anwendungen dreht, geht es im "Fritz! Labor" um neue, funktionsreichere Firmware der verbreiteten AVM-Fritzboxen.

Der Grund für die Offenheit der Unternehmen: Sie möchten von den Testern möglichst zahlreiches Feedback, um zu erfahren, ob die Software fehlerfrei funktioniert und ob sie von den Anwendern angenommen wird - sprich häufig genutzt wird.

Daher finden sich in den Alpha- oder Beta-Versionen aus den Labors häufig auch Reporting-Funktionen, die anonyme Nutzungsstatistiken und Absturzberichte erstellen und an den Hersteller schicken. Wer dabei ein ungutes Gefühl hat, sollte lieber auf die finale Version warten - wenn sie denn erscheint. Es ist nämlich keine Seltenheit, dass Projekte eingestellt werden, wenn sie bei den Anwendern nicht ankommen.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, woran Microsoft, Google & Co. gerade arbeiten und welchen Programme beziehungsweise Dienste Sie schon jetzt ausprobieren können.

GOOGLE LABS Google bietet der Öffentlichkeit unter labs.google.com einen Einblick in seine Versuchsküche. Die meisten Angebote sind naturgemäß Web-Anwendungen. Wir stellen die interessantesten vor:

- City Tours: Dieser Dienst hilft Ihnen, eine Städtetour zu planen. Der Dienst basiert auf Google Maps. Sie geben einen Städtenamen ein und bekommen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf einem Stadtplan angezeigt. Diese werden automatisch zu einer optimalen Sightseeing-Tour zusammengestellt, sprich: die Wege zwischen den einzelnen Attraktionen bleiben kurz.

Standardmäßig geht Google City Tours davon aus, dass Sie eine zweitägige Städtetour planen. Diese Einstellung ändern Sie über "Change dates". Da der Dienst auch die Öffnungstage und -zeiten berücksichtigt, sollten Sie an dieser Stelle auch das Datum eingeben, an dem den Sie den Start der Städtetour planen. Über "Add/Remove sights" entfernen Sie einzelne Sehenswürdigkeiten aus dem vorgeschlagenen Besuchsprogramm und fügen weitere hinzu.

Google City Tours berücksichtigt bei der Planung auch, wie viel Zeit man durchschnittlich für eine bestimmte Sehenswürdigkeit benötigt. Per Klick auf einen Eintrag kann man die Dauer anpassen. Fest vorgegeben ist hingegen die Zeit, die man zu Fuß zwischen zwei Sehenswürdigkeiten benötigt. Die Gehgeschwindigkeit lässt sich nicht anpassen, auch (öffentliche) Verkehrsmittel bleiben unberücksichtigt. Trotzdem ist Google City Tours ein praktischer Helfer, um spontan eine Städtetour zu planen.

- Realtime Mytracks: Noch bis zum 25. Juli läuft die Tour de France. Mit diesem Google-Experiment sehen Sie in Echtzeit auf einer Google-Maps-Karte, wo sich die Fahrer des Teams HTC-Columbia gerade befinden. Zu jedem der Fahrer erhalten Sie lassen sich Angaben zur momentanen Geschwindigkeit, Trittfrequenz und Herzfrequenz abrufen.

- Follow Finder: Dieser relativ einfach gehaltene Google-Labs-Dienst analysiert nach Eingabe eines Twitter-Benutzernamens die öffentlich zugänglichen Informationen, welche anderen Benutzer ihm folgen und welche Benutzer ähnliche Follower-Listen haben. Im Anschluss erhalten Sie Vorschläge für potentiell thematisch verwandte Twitter-Feeds, die Sie auch interessieren könnten.

- News Timeline: zeigt Nachrichten und Ereignisse in einer Zeitleiste an. Sie entscheiden, ob pro Spalte ein Tag, eine Woche, ein Monat, ein Jahr oder ein Jahrzehnt angezeigt werden soll. Als Quellen nutzt die Zeitleiste Zeitungen, Nachrichtenmagazine und Wikipedia. Über "Add more Queries" fügen Sie weitere Quellen hinzu, zum Beispiel Blogs. Über die Pfeile links und rechts in der Zeitleiste scrollen Sie bequem durch die Geschichte. Um zu einem bestimmten Datum zu springen, geben Sie es im Format MM/TT/JJJJ in das Feld "Date" ein, also zum Beispiel 02/25/2001. Durch Eingabe eines Suchbegriffs können Sie das Ergebnis in der Zeitleiste weiter eingrenzen

- Chrome Experiments: Dies ist eine von Google betriebene Website, auf der Entwickler originelle Experimente mit Javascript der Allgemeinheit vorstellen können. Javascript ist dabei nicht das einzige Mittel, deren sich die Programmierer bedienen dürfen. Erlaubt sind alle Sprachen, die moderne Browser wie Firefox, Safari oder Chrome von Haus aus unterstützen. Google spricht hier insbesondere von HTML 5 inklusive dem Canvas-Element zum scriptgesteuerten Animieren und Rendern von Bildern. Auch die Vektorgrafik-Sprache SVG fällt unter die Definition. Unter den Demo-Anwendungen sind teils nützliche, teils skurrile Dinge. Das Besondere ist, dass keinerlei Browser-Plug-ins wie Flash oder Java benötigt werden, um die Anwendungen zu nutzen.

- Image Swirl: Eine Bildersuche, die ähnliche Bilder automatisch in Gruppen sortiert anzeigt.

- Fast Flip: Bietet einen schnellen Überblick über die Top-Stories großer amerikanischer Nachrichten-Websites. Die Auswahl lässt sich thematisch oder per Suchbegriff eingrenzen.

- Google Squared: Generiert aus bestimmten Suchergebnissen eine Tabelle.

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