2000, XP: Microsoft stellt Support ein – die 10 häufigsten Fragen Detail - Computerwelt

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16.08.2010 Jared Proudfoot*

2000, XP: Microsoft stellt Support ein – die 10 häufigsten Fragen

Am 14. Juli 2010 stellte Microsoft den Kunden-Support für Windows 2000 und Windows XP SP2 ein. Wir sagen Ihnen, was das für Sie wirklich bedeutet.

Aus für Windows 2000 und Windows XP SP2 Microsofts neuestes Betriebssystem Windows 7 erfreut sich großer Beliebtheit – trotzdem konnten sich noch nicht alle PC-Nutzer von ihren alten Versionen trennen und umsteigen. Doch Microsoft stellte am 14. Juli 2010 den Kunden-Support für das angegraute Windows 2000 und Windows XP SP2 ein – eine Katastrophe? Nicht unbedingt. Beinahe täglich melden sich jedoch aufgebrachte und verunsicherte Nutzer und fragen sich: was bedeutet das Ende des Supports eigentlich für mich? Wir haben die 10 häufigsten Fragen und Probleme in einer Top 10 FAQ für Sie zusammengefasst.

Frage 1: Was bedeutet überhaupt "Support"? Grundsätzlich ist das Minimum an Service, den wir voraussetzen, um etwas "Support nennen zu können, mindestens eine assistierte Option zur Produktbetreuung, sowie kostenlose und regelmäßige Updates. Für den Nutzer bedeutet das: die Möglichkeit, ohne Umstände Microsoft im Problemfall zu kontaktieren und in irgendeiner Form Hilfe zu erhalten. Außerdem die Möglichkeit, kostenlose Sicherheits-Updates herunterzuladen, zum Beispiel über Windows Update oder das Microsoft Download Center.

Hierbei ist es wichtig, nochmal zu betonen, dass "Support" nicht gleichbedeutend ist mit speziellen, kostenlosen Angeboten für Kunden und Nutzer. Angebote wie der Premium Support, Professional Support oder auch einfacher, kostenloser Support sind für den Hersteller optional. Dass Microsoft sie trotzdem anbietet, liegt einzig im Ermessen des Herstellers. Faktoren, die dieses Angebiot beeinflussen sind die aktuelle Marktsituation und Nachfrage, sowie technische Realisierbarkeit. In diesem Minimum an Service sind auch weder Patches enthalten, die nicht der Sicherheit eines Systems dienen, noch etwaige Designänderungen. Auch diese Services werden von Microsoft optional angeboten, nachdem die Produkt-Teams sie fallweise beurteilt haben.

Frage 2: Was bedeutet das Ende des Supports für ein Produkt? Wenig überraschend bedeutet das Ende des Supports für ein Produkt – in diesem Fall Windows 2000 und XP SP 2 – dass der komplette Support für dieses Produkt eingestellt wird. Für Endverbraucherprodukte heißt das: nach einem zuvor festgesetzten Datum haben Nutzer keinen Zugriff mehr auf Sicherheitsupdates und Patches, Unterstützung bei Systemproblemen und Updates für Online-Inhalte. Online-Inhalte selbst können auch nach dem Ende des Supports noch verfügbar sein, sofern das Hauptprodukt noch Teil des Online-Selbsthilfe-Supports ist.

Frage 3: Was bedeutet das Ende des Supports für ein Service Pack? Vielleicht erinnern Sie sich daran, dass Microsoft kürzlich verkündete, dass es bei den Richtlinien zum Support der Service Packs einige Änderungen geben würde. Kurz gefasst besagen die: Der Support für ein Service Pack endet ab sofort 12 oder 24 Monate nachdem ein neues Produkt der gleichen Kategorie erschienen ist. Nach dem Ende des Supports für ein Service Pack müssen sich die Nutzer also auf Folgendes einstellen: keine Sicherheitsupdates und andere Patches mehr und nur sehr begrenzter Support für Fehlerbehebung.

Frage 4: Wenn ich ein altes Service Pack benutze, welche Hilfe kann ich dann noch in Anspruch nehmen? Für diejenigen Nutzer, die noch ein nicht mehr unterstütztes Service Pack benutzen – in diesem Fall XP SP 2 – bietet Microsoft sogenanntes gLimited Troubleshootingh an – also eine begrenzte Hilfestellung bei Problemfällen. Dieser Support sieht folgendermaßen aus: einige ausgewählte Patches und Hotfixes werden über den Microsoft Kundenservice und spezielle andere Microsofts Supports, zum Beispiel den Premium Support, weiterhin angeboten; sind für die Fehlerbehebung Patches, Sicherheitsupdates oder andere Software nötig, müssen die Nutzer auf ein unterstütztes Service Pack updaten.

Der Zugang zu Premium Support wie beispielsweise der Anspruch auf Außendiensttechniker, technische Kundenbetreuung und Beratung für Anwendungsentwicklung, bleibt weiterhin erhalten. Ebenso die Unterstützung durch Support-Professionals für Nutzer ohne Kunden-Support-Vertrag. Einzig, wenn Sie Hotfixes, Sicherheitsupdates und Zeitzonen-Updates benötigen, müssen Sie auf ein aktuelles, unterstütztes Service Pack zurückgreifen. Diese Richtlinie wurde entworfen, um zusätzliche Unterstützung und Flexibilität für diejenigen Nutzer zu bieten, die noch nicht auf ein unterstütztes Service Pack umgestiegen sind. Trotzdem empfiehlt Microsoft dringend, stets ein aktuelles System zu nutzen, da nur so ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert ist.

Frage 5: Wenn ich ein altes Produkt benutze, welche Hilfe kann ich dann noch in Anspruch nehmen? Wenn Sie noch ein Produkt nutzen, dessen Support Microsoft bereits eingestellt hat, haben Sie nur wenige Möglichkeiten, noch Hilfe in Anspruch zu nehmen. Vielleicht finden Sie noch existierende Online-Inhalte, die einige Standard-Problem lösen. Auch das funktioniert aber nur, sofern Ihr Produkt noch im Online-Selbsthilfe-Support gelistet wird.

Wer noch ein altes System benutzt und sehr dringend Hilfe von Microsoft benötigt, kann allerdings einen sogenannten kundenspezifischen Support gegen Bezahlung erhalten. Dieser spezielle Support beinhaltet unter anderem Zugang zu Sicherheitspatches und soll vor allem dem Zweck dienen, Support-Lücken zu schlließen, während die Nutzer auf ein neues System wechseln. Beachten Sie aber, dass Nutzer, die den kundenspezifischen Support in Anspruch nehmen wollen, über einen Premium-Support-Vertrag verfügen müssen. Zusätzlich müssen diese Nutzer vorweisen, dass sie bereits eine neue Systemversion käuflich erworben haben und den endgültigen Wechsel planen. Weitere Informationen zum kundenspezifischen Support gibt es auf der offiziellen Windows-Homepage.

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