Adobe setzt weiter auf Flash und will auf alle Displays Detail - Computerwelt

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04.11.2010 Alex Wolschann

Adobe setzt weiter auf Flash und will auf alle Displays

Mutliscreen heißt das Zauberwort auf der diesjährigen Adobe-Hausmesse MAX in Los Angeles. Mit Hilfe von Flash und dem neuen Air 2.5 können Inhalte individuell für alle Displaygrößen und Gerätetypen angepasst werden.

Kalt gelassen hat es in der IT-Branche wohl niemanden, als Apple vor geraumer Zeit die völlige Ablehnung von Flash verkündet hat. Beim einstigen Lieblingspartner Adobe hat man es sich aber komplett verscherzt. »Ein Smartphone ohne Flash ist kein Smartphone«, postulierte eine Motorola-Mangerin im Rahmen der Adobe Max in Los Angeles und 4.400 Konferenzbesucher stimmten begeistert zu. Überhaupt hat Apples Konkurrenz wie auch RIM oder Google Jobs Distanzierung zu Adobe genützt, um dem Unternehmen selbst näher zu kommen und Flash als unverzichtbar zu loben.

Adobe selbst konnte mit einer Fülle an Neuheiten aufwarten, die auf verschiedenen mobilen Geräten von iPad bis Blackberry Playbook präsentiert wurden. Mit Hilfe der Digital Publishing Suite ist es etwa möglich, auf Flash basierende Apps zu bauen, die eine multimediale und mobile Ausgabe beliebiger Zeitschriften ermöglichen. Verlage erhalten ein fertiges Portfolio mit gehosteten Diensten und Viewer-Technologien, mit denen digitale Inhalte erstellt werden können. Durch die Kombination von Indesign Creative Suite 5, PDF, HTML5 und der Digital Publishing Suite können Verlage sowohl feste als auch anpassbare Layouts erstellen. Die Umsetzung ist zwar nicht billig, erste Referenzbeispiele von National Geographic oder Wired sehen jedoch mehr als vielversprechend aus. Adobe will bei der Transformation von Print ins Web jedenfalls ein ordentliches Wörtchen mitreden und die erforderliche Technik für alle Marktplätze bereitstellen. Für die einfache Verteilung der Air-Apps soll der neue Adobe Inmarket sorgen. Der Dienst vereinfacht es Entwicklern, ihre Air-Applikationen in die verschiedenen App-Stores zu bringen.

ANGEPASSTE INHALTE FÜR ALLE GERÄTE Mit Hilfe des neuvorgestellten Air 2.5 ist es zudem möglich, ebensolche Inhalte auf alle Geräte und Displaygrößen zu adaptieren, so dass die Darstellung benutzerfreundlich auf das jeweilige Gerät angepasst werden kann. Das soll die Verbreitung von digitalen Publikationen und Apps aller Art erleichtern und Adobes Status als plattformunabhängiger Anbieter stärken. In der Zukunft will Adobe auch Windows Phone 7, LiMo, MeeGo und Symbian unterstützen. Adobe Air 2.5 integriert auch eine Reihe neuer Funktionen, darunter den Zugriff auf lokale Hardware wie den meist in Smartphones vorhandenen Beschleunigungsmesser. Auch ist es nun möglich, Geolocation-Dienste zu nutzen, um standortbezogene Anwendungen zu entwickeln.

Das von Adobe ebenfalls überarbeitete Angebot Rome versteht sich als »Rundum-Anwendung für die Erstellung und Veröffentlichung digitaler Inhalte für daheim, in der Arbeit oder in der Schule, wie es Adobe formuliert. Die Anwendung ist für alle gedacht, die in ihren Alltagsprojekten Text mit Video, Audio, Foto, Grafik oder einer Animation verbinden wollen, erklärte Adobe-Manager John Loiacono in einem Blog-Eintrag.

Rome fragt zunächst, ob eine Broschüre, ein CD-Cover, eine Visitenkarte oder eine Webseite erstellt werden soll. Danach werden jeweils verschiedene Vorlagen angeboten, die an die persönlichen Bedürfnisse angepasst und mit eigenen Inhalten bestückt werden. Das Projekt Rome nutzt neben Flash auch Air für Web-Anwendungen, die auch außerhalb des Browsers als eigenständige Software genutzt werden können.

MEHR ALS EINE MILLIARDE MENSCHEN NUTZEN FLASH Auch zur von Apple losgetretenen Diskussion bezüglich Flash vs. HMTL5 hatte Adobe eine klare Meinung. »Mehr als eine Milliarde Menschen nutzen Flash, das ist doch eine erstaunliche Position, die wir haben«, erklärte CTO Kevin Lynch im Rahmen seiner Keynote. Lynch spricht sich jedoch auch für eine friedliche Koexistenz der beiden Techniken aus: »Die Zukunft gehört der Kombination von Flash und HTML5«. Adobe hat zu diesem Thema das Werkzeug Wallaby vorgestellt, um komplexe Flash-Animationen in HTML5, beziehungsweise SVG, CSS3 und Canvas umzuwandeln.

Apple setzt auf HTML5, um die direkte Integration von Videos ohne konventionelle Plugins für den Browser möglich zu machen. Adobe und Microsoft, das mit der Silverlight-Technik ein Konkurrenzmodell zu Flash entwickelt hat, wollen den Standard mit eigenen Techniken ergänzen. Apple argumentiert, dass Flash zu proprietär ist, was bei Apples bisheriger Strategie aber als fragwürdiges Argument bezeichent werden kann. Auch bei HTML5 ist ein Codec notwendig, um die Daten in Bilder und Videos umzuwandeln. Gerade für bewegte Bilder und komplexere Anwendungen wie Spiele, die sich ja immer breiterer Beliebtheit erfreuen, soll Flash laut Lynch noch für einige Zeit das Maß aller Dinge bleiben.

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