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08.01.2011 Joachim Hackmann*

20 kleine Helfer gegen große IT-Probleme

Hier finden Sie getestete Tools, die die Arbeit am Rechner komfortabler machen. Darunter ein schlankes Ubuntu sowie ein Dienst gegen die nervige Flut an Mails.

Die hier vorgestellten Hilfs-Tools haben sich allesamt in der Praxis bewährt. Das auf Ubuntu aufbauende Mini-Betriebssystem "gOS", sowie der Datei-Manager "Freecommander", ein besserer und kostenloser Ersatz für Microsofts Windows Explorer, wurden beispielsweise von Computerwoche-Lesern installiert, genutzt, geprüft und empfohlen.

Zu den von den Autoren besonders geschätzten Gratis-Tools zählen zudem "AndLinux", mit dem Sie Linux-Tools unter Windows laufen lassen, "Licence Crawler", der Lizenzschlüssel schnell findet, "Process ko", um nicht mehr reagierende Programme zu beenden, sowie der schlanke Editor "Jedit", den sich vor allem Programmierer ansehen sollten. In die Kategorie "tolle Idee, aber leider kostenpflichtig" fällt der "Mobilesitter" vom Fraunhofer Institut, der Passwörter speichert, sichert und verwaltete. Nett, aber ausbaufähig sind "AwayFind" (Schutz vor E-Mail-Flut) sowie "Pinger" (schneller VoiceMail-Versand).

gOS - Das Linux für die Google Community Mit "gOS" erhalten Linux-Enthusiasten ein Betriebssystem, bei dem die Google Gadgets bereits vorkonfiguriert sind. Die Software basiert auf Ubuntu und glänzt mit grafischen Effekten und guter Bedienbarkeit. Die Entwickler von gOS haben auch an die Besitzer älterer Geräte gedacht: Auf Basis des "Enlightment"-Fenster-Managers gibt es gOS ebenfalls. Enlightment ist weniger speicherhungrig als Gnome und vor allem als KDE. Somit kommen Nutzer mit einem Notebook, das eben nicht mehr als die angesprochenen 256 MByte RAM aufweist, ebenfalls in den Genuss, mit gOS zu arbeiten.

Fazit: Das Desktop-Betriebssystem gOS taugt zur Plattform für Google-Freaks mit lahmen Rechnern.

Synchredible gleicht Dateien, Ordner und Laufwerke ab Wer Daten zwischen verschiedenen Verzeichnissen und Datenträgern abgleichen will, findet in "Synchredible" ein nützliches Tool. Mit Hilfe von Synchredible lassen sich Dateien, Ordner, Laufwerke (inklusive Netzwerk-Laufwerken) und USB-Geräte abgleichen. Der Anwender kann den Transfer für eine oder beide Richtungen konfigurieren. Für vorsichtige Nutzer präsentiert das Werkzeug auf Wunsch eine Vorschau über die Dateien, die zu synchronisieren sind. Den Datenabgleich protokolliert das Softwarewerkzeug.

Die Standard Edition ist als Freeware erhältlich. Eine funktionsreichere Professional Edition kostet für den privaten Nutzer 25 Euro, für Unternehmen fallen 50 Euro Lizenzgebühren an.

Fazit: Synchredible sorgt für einen zuverlässigen Datenabgleich und bietet viele Konfigurationsmöglichkeiten.

Linux-Tools unter Windows nutzen Windows-Programme unter Linux zu verwenden, ist mit ausgereiften Produkten wie Cedega oder Wine mittlerweile problemlos möglich. Andersrum sieht es dagegen eher mau aus. Mit "AndLinux" soll sich das ändern - Linux-User können weiter ihre gewohnten Tools einsetzen, auch wenn die Firma Windows-PCs vorschreibt.

Das Werkzeug ist im Kern ein Ubuntu-System, das sich komplett in ein bestehendes Windows integriert. Von den zwei im Projekt angebotenen Versionen empfiehlt sich die umfangreichere KDE-Variante.

Fazit: AndLinux ist ein praktischer Ersatz für ein echtes Linux.

FreeCommander - Ersatz für den Windows Explorer Unzufrieden mit Microsofts Standard-Datei-Manager Explorer? Schauen Sie sich den FreeCommander an! Hier stehen immer zwei Dateisystembäume gleichzeitig zur Ansicht, und für jede der beiden Ansichten können in mehreren Tabs unterschiedliche Dateisystem-Orte verwaltet werden. Neben dem klassischen Kopieren von Dateien zwischen den Ansichten bietet Freecommander viele nützliche Funktionen.

So kann man sich in gepackte Dateibäume begeben, ohne dass ein Packprogramm dafür benötigt wird. Dateien entpacken, komprimieren, auf kleine Dateien aufteilen, MD5-Hashes erzeugen und verifizieren wie auch Mehrfachumbenennungen von Dateien sind nur eine kleine Auswahl der üppigen Funktionen, die Freecommander unter einer aufgeräumten Benutzeroberfläche anbietet.

Fazit: Eine vielseitige Explorer-Alternative - nicht nur für Power-User.

License Crawler findet Lizenzschlüssel Wer einen neuen Rechner aufsetzt, benötigt die Lizenzschlüssel der erworbenen Programme, die auf dem Altsystem installiert sind. Hat der Anwender die Angaben nicht parat, muss er sie sich über Werkzeuge wie "Regedit" zusammensuchen.

Etwas einfacher geht es mit dem kostenlosen "License Crawler" von Martin Klinzmann. Nach dem Start fragt das Programm, wo innerhalb der Windows-Registry es mit der Schlüsselsuche beginnen soll. Nach der Recherche in der Datenbank des Microsoft-Betriebssystems füllt sich dann das Fenster mit Einträgen.

Fazit: Das kostenlose Tool License Crawler lässt sich schnell installieren und spürt Seriennummern im Handumdrehen auf. Die Lizenzschlüssel von installierten Softwarepaketen erscheinen in einem Fenster.

Mobile Express - SMS am Desktop verwalten Obwohl häufig genutzt, werden Kurzmitteilungen im Business-Umfeld bislang eher stiefmütterlich verwaltet. Für eine Gleichbehandlung mit dem mobilen E-Mail-Verkehr sorgt das kostenlose Tool Mobile Express von Efficasoft. Unter Windows und mit einer an Outlook angelehnten Arbeitsumgebung lassen sich einfach und bequem SMS schreiben und empfangen. Erforderlich dazu ist zudem ein via Activesync verknüpftes Windows-Mobile-Gerät.

Der Nutzer erhält außerdem vollen Zugriff auf die im Smartphone gespeicherten SMS-Nachrichten (Eingang, Ausgang, Entwürfe, Gesendet) und kann sie in Form einer Textdatei exportieren. Als weiteres Feature lassen sich die Handy-Kontakte bequem vom PC aus organisieren. Die Software informiert zudem den Anwender, dass die versandte SMS angekommen, beziehungsweise eine neue Kurznachricht auf dem Smartphone eingegangen ist.

Fazit: Das kostenlose Tool macht SMS Business-tauglich.

Open-Source-Editor JEdit - des Programmierers bester Freund Mit JEdit steht Entwicklern ein kostenloser und plattformunabhängiger Text-Editor zur Verfügung. Der komplett in Java geschriebene Editor bietet Syntax-Hervorhebung für mehr als 130 Programmiersprachen. Die jeweils aktive Zeile wird schwach gelb hervorgehoben. Anfang und Ende von geschweiften Klammern werden übersichtlich am linken Rand angezeigt. Wer in der scheinbar endlosen Liste der unterstützten Sprachen seine Beliebige nicht finden soll, kann sie mittels XML selbst definieren.

Fazit: JEdit stellt für Programmierer einen idealen Ersatz für einfache Texteditoren wie Microsofts Notepad dar und erweist sich schnell als eine praktische Ergänzung zur eingesetzten Entwicklungsumgebung.

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