Flash und HTML 5 als Partner und nicht als Konkurrenten Detail - Computerwelt

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27.01.2011 Alex Wolschann

Flash und HTML 5 als Partner und nicht als Konkurrenten

Adobe-Zentraleuropa-Chef Harald Esch im Interview.

Adobe hat im 4. Quartal 2009/2010 erstmals die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro geknackt. Zentraleuropa-Chef Harald Esch erläutert im Gespräch mit der Computerwelt die Gründe.

Computerwelt: Ist Adobe einer der Gewinner der Wirtschaftskrise? Harald Esch: Die Krise führte dazu, dass viele Unternehmen sich hinsichtlich Investitionen zurückgehalten haben. Gleichzeitig hat sie aber auch den Wettbewerbsdruck erhöht und damit den Unternehmen gezeigt, wo Handlungsbedarf besteht. Unsere Kunden haben 2010 gehandelt, um Themen wie Customer Experience Management umzusetzen und sich vom Wettbewerb deutlich abzusetzen.

Wird das Großkundengeschäft weiter ausgebaut bzw. wann ist eine Implementierung sinnvoll? Die Größe eines Unternehmens alleine ist nicht ausschlaggebend. Die Anzahl der Kunden eines Unternehmens spielt ebenfalls eine Rolle. Jede Webseite kann von unseren Online-Marketing-Lösungen profitieren. Die Frage ist, welche Verbesserungen ich auch als KMU beispielsweise durch Automatisierungen erzielen kann. Auch ein kleiner Kunden kann durch Wettbewerbsvorteile überdurchschnittlich wachsen. Enterprise-Lösungen bieten wir schon lange an und dieser Bereich innerhalb von Adobe wächst kontinuierlich. Mit den Akquisitionen von Omniture und Day Software haben wir unser Portfolio für Unternehmen noch weiter ausgebaut. Die Lösungen, die wir auf dieser Basis anbieten, gibt es in dieser Form nur von uns.

Der frühere Adobe-Intimus Apple propagiert ein Ende von Flash zugunsten von HTML 5. Ein Glaubenskrieg oder viel Lärm um nichts? Flash und das als Alternative propagierte HTML 5 sind keine Konkurrenten, sie ergänzen sich. Wir liefern mit Flash, AIR und Flex Technologien, mit denen unseren Kunden sehr einfach alle existierenden Plattformen bedienen können. Dabei legen wir Wert auf offene Standards. Viele Flash-Bestandteile sind Open Source, das trifft ebenso auf Flex zu. Wir geben Entwicklern ein Höchstmaß an Flexibilität ohne offene Standards an ein geschlossenes System zu koppeln. Letztendlich entscheidet der Markt, was sich durchsetzt.

Wie einfach ist die Portierung von Inhalten auf die verschiedensten Formate bzw. welches Potenzial birgt die mobile Flexibilität für den Anwender? Sowohl mit Flash aber insbesondere mit Adobe AIR reduzieren wir die Komplexität für unsere Kunden. AIR wird von uns an die jeweiligen Betriebssysteme angepasst, sodass eine AIR-Anwendung auf jedem Gerät laufen kann, das AIR unterstützt. Unsere Kunden können ihre eigenen Kunden überall ansprechen. Mit Adobe-Technologie lassen sich Unternehmensanwendungen, beispielsweise zur Steuerung von Personalprozessen, einheitlich auf dem Desktop-PC, einem Mobiltelefon oder sogar auf einem Fernseher bedienen. Konsumenten können ihre bevorzugten Programme auf jedem Gerät nutzen, egal wo sie sich aufhalten.

Erwarten Sie einen weiteren Boom von mobilen Geräten oder wird sich schon bald eine Sättigung einstellen? Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre wird der Zugriff auf das Web und auf Web-Anwendungen zum Großteil nicht mehr von Desktop-PC oder Laptops erfolgen, sondern von mobilen Geräten. Wir halten diesen Trend für anhaltend und handeln entsprechend. Das heißt, wir bieten Entwicklern genau die Werkzeuge, mit denen sie dieser Entwicklung Rechnung tragen können. Dazu passend sind unsere Online-Marketing-Lösungen sowohl für Web und Mobile geeignet, Apps und Webseiten auf Erfolg hin zu optimieren und das auch messbar zu machen. Gleichzeitig bauen wir unsere eigenen Lösungen in diese Richtung aus. Im letzten Jahr haben wir beispielsweise die mobile Nutzung unserer LiveCycle-Technologie eingeführt, um den Zugriff auf die Enterprise-Lösungen noch flexibler machen zu können.

Welche Geräte sehen Sie als Nachfolger der Netbooks und Tablet-PC bzw. haben Tablets das Potenzial, sich langfristig am Markt zu etablieren? Tablets werden mit Sicherheit eine dauerhafte Marktposition erzielen. Daneben werden aber auch weiterhin Smartphones ihre Rolle stärken und im Business-Umfeld weiterhin an Bedeutung gewinnen.

Das Gespräch führte Alex Wolschann.

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