Die Zukunft der Unternehmensanwendungen ist nah Detail - Computerwelt

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03.06.2009 idg, Thomas Mach

Die Zukunft der Unternehmensanwendungen ist nah

Schnellere Suchfunktionen und bessere Auswertungen, selbst bei enormen Datenmengen – SAP beschleunigt Geschäftsanwendungen.

Der SAP-Mitgründer und heutige Chairman des Softwarekonzerns, Hasso Plattner, demonstrierte auf der Kundenkonferenz Sapphire, wie er sich die Zukunft von Geschäftsapplikationen vorstellt. Ihm zufolge spielt In-Memory-Technik dabei eine zentrale Rolle. Mit In-Memory-Technik ist gemeint, Informationen aus Datenbanken nicht mehr von der Festplatte zu lesen, sondern diese in einem riesigen Arbeitsspeicher vorzuhalten.

»Antwortzeiten von unter einer Sekunde sind in jedem Unternehmen machbar, egal um welche Art von Abfrage es sich handelt«, erläutert der SAP-Chairman. Auch die Auswertung großer Datenmengen in einem Data Warehouse soll ohne die heute noch üblichen Wartezeiten möglich sein. Ein weiteres Beispiel betrifft die Berechnung von Verkaufschancen. Plattner ließ in einer Demonstration eine Sales-Pipeline simulieren, für die pro Sekunde Millionen von Datensätzen verarbeitet wurden. »Versprochen haben wir kurze Antwortzeiten schon lange«, gibt der Software-Guru selbstkritisch zu. Plattner zufolge werde sich die SAP-Software in diese Richtung entwickeln.

»Wir belassen es bei den Funktionen und den Frontends, was sich ändern wird, ist die Antwortzeit«, meinte Plattner. Einen Seitenhieb auf den Erzrivalen Oracle, der unlängst Sun Microsystems geschluckt hat, konnte sich Plattner natürlich nicht verkneifen: »Wir nennen die Technik nicht SQL Beans.« Er spielte damit auf die SQL-Abfragesprache, die Oracle in seinen Datenbanken verwendet, und auf Java Beans, eine Komponententechnik der von Sun entwickelten Programmier- und Ablaufumgebung Java, an. Allerdings würden die In-Memory-Verfahren auch Fragen bezüglich der Sicherheit aufwerfen. »Wie lässt sich gewährleisten, dass keine Daten verloren gehen, wenn der Server abstürzt«, fragte Plattner. Damit würden sich SAP-Forscher aber bereits intensiv beschäftigen. Vor allem BI-Anbieter haben sich intensiv mit In-Memory-Funktionen beschäftigt, etwa Microstrategy.

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