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22.06.2009 Rudolf Felser

Investieren trotz sinkendem Budget

Eine aktuelle Umfrage kommt zu dem Schluss, dass die Nachfrage nach Customer Relationship Management-Systemen ungebrochen ist.

Eine aktuelle Trendstudie des Schweizer CRM-Spezialisten BSI Business Systems Integration kommt zu dem Schluss, dass die Nachfrage nach Customer Relationship Management-Systemen ungebrochen ist. 55 Prozent der befragten 158 IT-Entscheider wollen demnach im Jahr 2009 ihr bestehendes CRM erweitern, modernisieren oder eine völlig neue Software implementieren. Gut ein Fünftel (21 Prozent) will gar ein komplett neues Software-System implementieren. 34 Prozent der Befragten planen entweder eine Modernisierung oder eine Erweiterung ihrer bestehenden CRM-Infrastruktur.

Gefragt sind – angesichts der Wirtschaftskrise wenig verwunderlich – vor allem Lösungen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Investitionsbereitschaft der befragten Unternehmen täuscht jedoch über eines nicht hinweg: viele Unternehmen spüren bereits die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Während 53 Prozent der Befragten optimistisch in die Zukunft schauen, gab die andere Hälfte der Teilnehmer an, dass sie den Gürtel bereits enger schnallen müssen.

Besonders hoch im Kurs steht bei der Entscheidung für eine CRM-Software die Benutzerfreundlichkeit. 60 Prozent der Befragten nannten dieses Kriterium als eines der drei wichtigsten bei der Entscheidung für eine Lösung. Nahezu ebenso wichtig war den Studienteilnehmern der modulare Aufbau der Lösung (56 Prozent). Die beiden drittwichtigsten Kriterien waren bei den Befragten das gute Preis-Leistungsverhältnis (50 Prozent) und die Offenheit gegenüber bestehenden IT-Systemen (49 Prozent). Auf den folgenden Rängen kommen die klassischenCRM-Kriterien Multikanal-Fähigkeit (41 Prozent) und Workflow -Automatisierung durch Prozesssteuerungen (24 Prozent). Projekte zum Fixpreis scheinen für die meisten der Befragten von nicht so großer Priorität zu sein. Lediglich 20 Prozent gaben dieses Kriterium als eines der drei wichtigsten bei der Entscheidung für einCRM-Tool an.

Die von der BSI-Umfrage bestätigte Investitionsbereitschaft in den Unternehmen kann jedoch einen Trend nicht verbergen: Immer mehr Firmen spüren die Wirtschaftskrise. In der aktuellen Umfrage gab knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) an, dass sie die Auswirkungen der Krise bereits bemerken und sparen müssen. "Und dennoch reagieren Unternehmen richtig und sparen nicht am falschen Ende: der IT", kommentiert MarkusBrunold, Standortleiter BSI Baden, die Umfrageergebnisse. "Denn intelligente IT-Systeme sind der Schlüssel, um bestehende Kunden zu halten und neue zu gewinnen."

ÄHNLICH AUCH BEI ERP Ähnlich sieht es einer anderen Untersuchung zufolge auch bei ERP-Software aus: Eine Studie der IDG Business Media hat herausgefunden, dass Unternehmen zwar weiterhin in neue ERP-Software, zusätzliche Module und Updates investieren möchten – doch in der Krise wächst die Gruppe derer, die alles beim Alten lassen wollen.

Die Budgets für ERP-Vorhaben sind gegenüber der Erhebung aus dem Jahr 2008 gesunken. Etwa 38 Prozent der Firmen sagten, ihnen stünden mindestens 100.000 Euro als jährliches Budget fürERP-Vorhaben zur Verfügung. Ein Jahr zuvor waren das noch fast 60 Prozent.

Die Budgets sind offensichtlich kleiner geworden: Von 23,8 auf 41,3 Prozent gestiegen ist der Anteil der Firmen, die maximal 50.000 Euro fürERP -Software ausgeben können. Allerdings dürfte nicht der gesamte Betrag für Investitionen zur Verfügung stehen, da Unternehmen ja auch für den Betrieb und die Wartung ihrer Business-Applikation Geld ausgeben müssen.

Die gesunkenen Budgets schlagen sich auch in den ERP-Planungen nieder. Demnach wollen mit knapp 16 Prozent der Firmen deutlich weniger einen Release-Wechsel vornehmen als noch 2008 (23,6 Prozent). Über die Hälfte und damit zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr wollen die ERP-Lösungen nicht verändern oder erweitern. Die Gruppe derer, die den Anbieter wechseln wollen, ist ebenfalls von fast zehn auf knapp sieben Prozent geschrumpft.

68 Prozent der Unternehmen bevorzugen eine ERP-Software, die ihnen alle gewünschten Funktionen in einer Suite bietet. Allerdings äußerten nun mit 29 Prozent deutlich mehr Firmen die Absicht, Lösungen von unterschiedlichen Anbietern kombinieren zu wollen (Best-of-Breed). Im Jahr 2008 konnten sich dies gerade einmal 15 Prozent vorstellen.

Im Rahmen der Studie wurden 171 IT-Entscheider online befragt. Drei Viertel davon nutzen bereits ERP-Lösungen, weitere zwölf Prozent führen solche Applikationen ein oder planen, dies zu tun. An der Umfrage beteiligten sich vorwiegend kleine und mittelständische Unternehmen. (rnf/idg)

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